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Virtuelles Kommunikationsforum für Gebärdensprachnutzer
Aktuelle Zeit: 23.04.2018, 05:41:40





 kein Notruf mit SMS


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Neuling



offline
Stellungnahme zum Vorwuf "Werbung".

Guten Tag Ronco,
Firmen, die auf Gewinn ausgerichtet sind machen Werbung.
Das TEAM Euronotruf gehört dagegen zum Engelschutz e.V. Dies ist keine Firma mit Gewinnabsicht, sondern ein gemeinnütziger Verein. In seiner Satzung verpflichtet sich der Verein zur Öffentlichkeitsarbeit für Behinderte, Senioren und Kranke (wie z. B. der Gehörlosenbund e.V.).

Es ist also keine Werbung, sondern Öffentlichkeitsarbeit, wenn wir über die Ergebnisse unserer Arbeit berichten.
Dies gehört zu unseren Aufgaben gegenüber der Gesellschaft, die wir mit der Gemeinnützigkeit angenommen haben.

Der Status unserer Berichte entspricht also in etwa einer Mitteilung oder Pressemeldung z. B. des Gehörlosenbundes, der Feuerwehr, des Roten Kreuzes oder einer anderen Körperschaft des öffentlichen Rechts.

Wir möchten Sie bitten, unsere Arbeit für das Wohl von Behinderten zu unterstützen, in dem Sie
unsere Veröffentlichungen weitertragen.

In diesem speziellen Fall, informieren wir über eine neue flächendeckende Möglichkeit, wie Gehörlose, Schlaganfallpatienten und Sprachgeschädigte in Notsituationen Hilfe alarmieren können.

Es geht also um die Rettung von Menschenleben.
Sicher möchten Sie mit Ihrem schönen Forum diese Arbeit fördern.

Mit freundlichen Grüßen,
euronotruf



Neuling



offline
Fritzl hat geschrieben:
Hinweis: Sache Euronotruf wirbt hier ja, daher muss nach Forumregel gelöscht werden! Solche Angebot halte ich gar nicht, da Euronotruf nur unsinnige Produkt angeboten haben.



Hallo Fritzl,
verwechseln Sie Euronotruf, also Engelschutz e.V. mit einer anderen Firma?
Wir sind mit unseren Lösungen seit vielen Jahren weltweit erfolgreich tätig. Bitte informieren Sie sich darüber:

http://www.deaf-sos.com

Auch in Deutschland haben wir vielen Gehörlosen geholfen, ihren Arbeitsplatz zu sichern. Wir haben direkt am Arbeitsplatz Schulungen zur Verbesserung der Kommunikation in Notfällen durchgeführt. Da wurden unsere Entwicklungen im Bereich GL-Notruf mit gutem Erfolg eingesetzt.
Warum sollten Arbeitsamt, Reha und andere Kostenträger denn sonst unsere Aktivitäten unterstützen, wenn Sie nicht gut sind für Gehörlose?

Im Gegensatz zu Politik und Standesorganisationen, haben wir nicht nur "diskutiert", sondern sofort brauchbare Lösungen präsentiert, die Leben retten können.

Bitte nennen Sie uns doch ganz klare Fakten, warum Sie unsere Arbeit für Gehörlose und andere Behinderte und Kranke mit Ihren Worten so scharf angreifen.

Das müssen Sie nicht unbedingt hier öffentlich tun. Sie können sich auch auf andere Weise bei uns melden, damit wir uns darüber austauschen können. Ich bin sicher, dass es sich um eine Verwechslung handelt.

Danach würden wir uns freuen, wenn Sie Ihre herabwürdigenden Äußerungen (unsinnige Produkte) zurücknehmen würden. Sie schaden mit der Art und Weise, wie Sie darüber schreiben, der Sache. Und Notruf für Behinderte ist eine ernste Sache!

Wir freuen uns auf einen sachlichen Dialog mit Ihnen.
Mit freundlichen Grüßen,
euronotruf



Spitzenmitglied



offline
hallo Euronotruf,

mir ist kein gemeinnütziger Verein bekannt,
der Nichtmitgliedern elektronische Hilfsmittel gegen Rechnung verkauft.

Die Produkte:

http://www.euronotruf.de/Info_GL/deaf-sos_2_0/deaf-sos_2_0.htm

Diese gelbe Quasselbox ist nichts anderes, als ein fest- bzw. individuell
programmiertes Sprachausgabe-Modul. Es spuckt nur fortlaufend den gleichen Text aus.

Schon die erste Werbe-Aussage dazu ist nicht korrekt:

"Spricht für Sie mit den Helfern".
Ja, als Endlosansage! :D

"Alarmiert direkt den Notruf."
Eine simple Aussage. Jeder, der 112 wählt, landet bei einer Notrufzentrale.
Selbst wählen kann das gelbe Ei nun doch nicht, von "direkt" kann keine Rede sein!
Und wie erkennt das Wunderding, dass bei der Notrufzentrale jemand ins Telefon spricht??

"GSM-Ortung inklusiv"
Eine banale Feststellung. Jedes Handy kann über GSM Funkzellen geortet werden.
Mir ist jedoch nicht bekannt, dass das automatisch erfolgt.

"Notrufe mit allen Handys und den meisten Festnetz-Telefonen möglich!*
Wie bekommt ein Gehörloser Antwort, wenn er von einem simplen Festnetztelefon
oder aus der Telefonzelle anruft?

Irreführende Werbung kann bei solchen Aussagen nicht ausgeschlossen werden.

Ich freue mich auf einen sachlichen Dialog mit Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen


Pyros



Neuling



offline
Hallo Pyros,
gerne führen wir hier einen sachlichen Dialog.

Zitat:
hallo Euronotruf,

mir ist kein gemeinnütziger Verein bekannt,
der Nichtmitgliedern elektronische Hilfsmittel gegen Rechnung verkauft.


Ich nenne Ihnen hier mal nur die "ganz Großen", die egal ob Mitglied oder nicht, für mtl. 18-40 Euro elektronische Hilfsmittel in Form von Hausnotruf zur Verfügung stellen: Rotes Kreuz, Caritas, Johanniter, Malteser, AWO usw.

Wir gehören ebenso zu diesen bundesweit tätigen Anbietern und bieten den GL-Notruf für nicht mtl., sondern einmalig ab 39,95 Notruf an.

Zitat:
Die Produkte:

http://www.euronotruf.de/Info_GL/deaf-sos_2_0/deaf-sos_2_0.htm

Diese gelbe Quasselbox ist nichts anderes, als ein fest- bzw. individuell
programmiertes Sprachausgabe-Modul. Es spuckt nur fortlaufend den gleichen Text aus.

Schon die erste Werbe-Aussage dazu ist nicht korrekt:

"Spricht für Sie mit den Helfern".
Ja, als Endlosansage! :D


"Gelbe Quasselbox" ist ein lustiger Name für einen Notruf-Assistenten. Die Box macht genau das, was Gehörlose nicht können: "Quasseln"! Und genau dafür haben wir Sie erfunden.

Dabei spricht Sie nicht mehr, als für die ordnungsgemäße Einleitung eines Lautsprachnotrufs notwendig ist. Ziel: Aufmerksamkeit der Leitstelle erregen, damit der Notruf nicht als Fehlalarm eingestuft wird.

Bisher haben Gehörlose dies per Fax probiert. Mit mehr oder weniger gutem Erfolg, wie man überall im Internet nachlesen kann. Da die "Sprach-Ausgabe" bei Gehörlosen nicht funktioniert, übernimmt dies der Notruf-Assistent.

Warum ist die "Endlosansage" so wichtig:
Da der Gehörlose nicht direkt mithören kann, kann er auch nicht genau feststellen, ab wann tatsächlich jemand in der Leitstelle zuhört (Thema Warteschleife). Deshalb spricht sie immer wieder den gleichen Text. Das ist sehr sinnvoll, weil es garantiert, dass irgendwann die Wichtige Nachricht rüberkommt: "Dies ist ein Notruf, ...bitte orten Sie mich und schicken Sie sofort Hilfe!"


Zitat:
"Alarmiert direkt den Notruf."
Eine simple Aussage. Jeder, der 112 wählt, landet bei einer Notrufzentrale.
Selbst wählen kann das gelbe Ei nun doch nicht, von "direkt" kann keine Rede sein!
Und wie erkennt das Wunderding, dass bei der Notrufzentrale jemand ins Telefon spricht??


Warum sollte der Assistent auch noch selbst 112 wählen?
Das kann der Gehörlose so gut wie der Hörende Notrufer! Hier gibt es also keinen Grund, warum ein Assistent die Aufgabe abnehmen sollte.

Was Sie hier als "simple Aufgabe" hinstellen, nämlich die Kontaktaufnahme mit dem 112-Notruf, ist für Gehörlose wohl nicht so simpel. Warum sonst kämpfen Gehörlose für eine gute Lösung des Problems?

Das Problem ist nicht das Wählen der Rufnummer 112. Das Problem ist ein Sonderproblem in Deutschland: Wenn ein Notruf vom Handy kommt, wird er als Fehlalarm gewertet, wenn man nicht mit der Notrufzentrale spricht! Diese Aufgabe übernimmt deaf-sos 2.0 perfekt: Die "Quasselbox" quasselt mit der Notrufzentrale! Und ja, das reicht, um ernstgenommen zu werden!

Sie bemängeln, dass das Gerät nicht "direkt" die Notrufzentrale kontaktet.
Hier haben Sie uns nicht richtig zitiert:

Bild

Es geht vielmehr darum, dass der Notruf ohne Umweg über SMS, sondern tatsächlich direkt per Lautsprache übermittelt wird. Also genauso, wie es Hörende Mitmenschen tun.

Wir meinen direkt also im Gegensatz zu einer "indirekten" Notrufeinleitung per SMS.

Wie erkennt das "Wunderding", dass jemand zuhört?
Das haben wir bereits weiter oben erklärt: Da es eine Endlosansage ist, muss der genaue Zeitpunkt des Zuhörens nicht ermittelt werden. Das schaltet eine weitere Fehlerquelle bei technischen Geräten aus.

Zitat:
"GSM-Ortung inklusiv"
Eine banale Feststellung. Jedes Handy kann über GSM Funkzellen geortet werden.
Mir ist jedoch nicht bekannt, dass das automatisch erfolgt.


Wir beschreiben hier die Notrufsituation so genau es uns möglich ist:
Seit der Einführung der "SIM-Karten-Pflicht" auch bei Notrufen, wird bei jedem 112-Notruf sofort automatisch eine Ortung durchgeführt. Der Leitstellenmitarbeiter schaut auf den Bildschirm und kann erkennen, wo der Notrufer ist. Dies gilt nur für Lautsprachnotrufe an 112. Für SMS wäre dies unseres Wissens vermutlich nicht gegeben (weil bisher nicht vorgesehen).

Zitat:
"Notrufe mit allen Handys und den meisten Festnetz-Telefonen möglich!*
Wie bekommt ein Gehörloser Antwort, wenn er von einem simplen Festnetztelefon
oder aus der Telefonzelle anruft?


Jedes Festnetztelefon ist einer Wohnadresse oder einem Telefonzellen-Aufstellplatz genau zugeordnet. Der Leitstellenmitarbeiter, wird diese genaue Adresse in aller Regel auch sofort auf dem Bildschirm haben! Dies ist der Unterschied zum Handy-Notruf: Es ist keine Ortung notwendig!

Die Gefahr, dass der Anruf als Fehlalarm abgetan wird, ist durch Einsatz des Notruf-Assistenten gebannt, da ja "gesprochen" wird. Es wird sofort Hilfe geschickt!

Es ist nicht zwingend notwendig, dass der Gehörlose genau beschreibt, was passiert ist. Dies können Hörende auch nicht immer: Wenn man nach dem Wählen der 112 ohmächtig wird, oder wegen eines Schlaganfalls nicht sprechen kann, wird trotzdem Hilfe geschickt. Diese Art Notruf nennt man im "Fachjargon" "Röchelanruf". Dies gilt nur für Festnetz-Notrufe!!!

Zitat:
Irreführende Werbung kann bei solchen Aussagen nicht ausgeschlossen werden.


Was soll das? Wollen Sie damit andeuten, dass wir etwas strafbares machen? Unglaublich! [eek]

Haben wir etwas vergessen zu beantworten?
Lassen Sie es uns wissen!

lg. euronotruf



Spitzenmitglied



offline
Solche Hinweis auf Wohlfahrtsverbände sind nicht richtig. Im Wirklichkeit läuft immer über Stadtwerke, die bieten niemals kostenlos an! Die Verbände arbeiten teilweis hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeiter, die muss 24 Std Bereitschaft halten. Denk mal Kosten Personal, Ausstattung des Notrufzentral, wer soll bezahlen? Dadurch halte ich Kritik von Euronotruf völlig haltlos! Notruf über DRK ua hat auch ein Hintergrund, sodass muss man Haustürschlüssel bei Verbände hinterlassen!!!!!!!!! Damit die Helfer gleich Schlüssel von eingetagende Notrufteilnehmer. Gerat von Euronotruf ist mit grösse Risiko ausgesetzt, sodass muss Feuerwehr Tür mit Gewalt öffnen. Das kostet hohe Einsatzkosten (ca 400 bis 1000 Euro!!!)

Solche Quasseltopf macht wirklich bei Notfallzentral verwirrend, dadurch macht auch Öffentlicharbeit von Landes- und Bundesverband der Gehörlosen erschwert unnötig. Niemals wird solche Verfahren von Euronotruf akzeptiert.

Auf jedenfall verstosst Euronottuf Forumregel, wie ich oben schrieb.



Neuling



offline
Hallo Fritzl,
bitte sachlich bleiben:
Die Frage war ja nicht, wer vielleicht zu teuer ist, sondern, dass es angeblich unüblich sei, dass gemeinnützige Vereine Sicherheit vermieten oder verkaufen. Das ist das tägliche Brot überall in D. Und das Leistungen Geld kosten, haben Sie gerade sehr gut beschrieben.

Übrigens gibt es bei Engelschutz auch bundesweite Schlüsselhinterlegung. Infos hier:
http://www.euronotruf.de/Hausnotruf/key-express/key-express.htm

Unsere Schlüsselhinterlegung ist so schnell verfügbar, dass sie auch für schwere Notfälle geeignet ist, wenn Notarzt, Rettung oder Feuerwehr kommen. Aber wir kommen hier wirklich vom Thema ab.

Bitte beantworten Sie doch, warum Sie so emotional ablehnend reagieren.
Haben Sie deaf-sos 2.0 getestest? Wie sind Ihre Erfahrungen? Welche funktionierenden anderen Systeme können Sie vorschlagen, die sofort bundesweit einsetzbar sind?

Zitat:
Solche Quasseltopf macht wirklich bei Notfallzentral verwirrend, dadurch macht auch Öffentlicharbeit von Landes- und Bundesverband der Gehörlosen erschwert unnötig. Niemals wird solche Verfahren von Euronotruf akzeptiert.


Es ist unerhört, wie Sie hier Unwahrheiten über Euronotruf verbreiten!
deaf-sos ist nicht nur bei Gehörlosen im Einsatz, sondern auch bei Hörenden beliebt: Siehe z. B. hier http://www.schlaganfall-notruf.de/
Sie behaupten, dass Notrufzentralen verwirrt wurden. Bitte geben Sie uns die Adressen der Zentralen, damit wir dort nachhaken können. Oder haben Sie sich das gerade nur ausgedacht?

Wir möchten das bitte klären!
Vielen Dank für Ihre Mithilfe,
euronotruf



Spitzenmitglied



offline
Ich kenne aus der Nokie 9210 Zeitalter, da fand ich Vertriebsweg völlig bescheuert. In mein Bekanntkreise weiss ich, dass kein Zufriedenheit gab.

Ich finde dies völlig witzlos, weil die Notrufsystem hier in Deutschland durch die politische Weg zu lösen müssen. Das tut DGB und sein Landesverband auch, daher wollen wir bei Politiker mitreden. Für mich ist Engelschutz und Euronotruf gestorben!



Neuling



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"Wenn du dankbar bist, ist dein Herz offen:
offen gegenüber anderen,
offen für Überraschung."


Wir wünschen allen frohe und besinnliche Weihnachten.
lg euronotruf



Moderatorin & Smalltalkerin´09
Moderatorin & Smalltalkerin´09
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danke..


Mein Hund jagte immer Leute auf dem Fahrrad, bis ich ihm das Fahrrad weg nahm!Bild



Spitzenmitglied



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ab 39,95 Euro dann auswärts..(mehr noch zu bezahlen)


das finde ich nicht in Ordnung..

aber ich halte mich raus. ...


**Die Menschen haben die Atombombe erfunden.
Keine Maus der Welt wäre auf die Idee gekommen, eine Mausefalle zu bauen!



Moderator & Einstein & "Tante Emma"´09
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Nicht nur Werbung von Firmen - grundsätzlich ist in diesem Forum alles untersagt, was einen kommerziellen Hintergrund hat. Dazu gehören auch private Flohmärkte, Wettangebote mit Geldeinsätze, u.a.
Dies ist ganz einfach nur ein Kommunikationsforum zum Austausch von Meinungen und Erfahrungen.

Dass wir Gehörlose grundsätzlich oftmals mißtrauisch und abwägend sind, liegt daran, dass unsere eigenen Erfahrungen gezeigt haben, dass zu viele Zeitgenossen unserer Notlage ausnutzen und daraus Kapital schlagen wollen. Somit ist die Skepsis einiger User hier durchaus nachvollziehbar.
Wie sehr die Skepsis berechtigt ist, zeigte das Synergy-Thema.

Allerdings ist auch die professionelle, reservierte und kühle Art und Weise der Beiträge sowie der harsche, leicht aggressive Stil, wie auf der Kritik der User eingegangen wird, nicht so ganz überzeugend, um eine Vertrauensbasis aufzubauen. Auf Kritik oder Nachfragen kann man auch mit etwas sachlicher reagieren.
Das soll durchaus keine Kritik sein, sondern eine Einschätzung.

Wohingegen von unserer Seite nichts dagegen einzuwenden wäre, wenn unsere Lebensumstände durch selbstlosen und unentgeltlichen (!) Einsatz Einsatz von der Seite der hörenden Mitbürger erleichtert werden können.
Sicher, umsonst ist nur der Tod, wie man so schön sagt. Aber es darf nicht angehen, dass wir Gehörlose für Dinge zur Kasse gebeten würden, die für die hörenden Mitbürger kostenfrei und selbstverständlich sind. Das würde dann heißen, mit zweierlei Maß zu messen.

Es wäre allerdings ein Vorteil, wenn man über die Lebensumstände und die Kultur der Gehörlosen informiert ist, wenn man sich dazu entschließt, Hilfe anzubieten. Als Betroffener ist man dankbar über jede Unterstützung, die das Leben erleichtern kann.


Dass mir der Hund das Liebste sei,
sagst du, o Mensch, sei Sünde?
Der Hund blieb mir im Sturme treu,
der Mensch nicht mal im Winde.



Neuling



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Zitat:
Nicht nur Werbung von Firmen - grundsätzlich ist in diesem Forum alles untersagt, was einen kommerziellen Hintergrund hat. Dazu gehören auch private Flohmärkte, Wettangebote mit Geldeinsätze, u.a.
Dies ist ganz einfach nur ein Kommunikationsforum zum Austausch von Meinungen und Erfahrungen.


Ganz verstanden habe ich jetzt nicht, was Sie damit genau meinen:
Ich habe eben mal ganz kurz einen Blick in den Bereich Technik hier im Forum geworfen. Es werden viele kommerzielle Produkte beschrieben, und es sind sogar direkte Links zu Bestellmöglichkeiten, z. B. Online-Shops, erlaubt.

In vielen Foren ist man auch sehr glücklich darüber, wenn Mitarbeiter eines Herstellers der gerade diskutierten Geräte oder Software sich mit einschalten, um aus erster Hand zu informieren oder Verbesserungsvorschläge entgegen zu nehmen (z. B. ist mir das in Navi-Foren, Android-Forum etc. aufgefallen). Das zeigt dann auch, dass das Forum von der Industrie oder den Meinungsbildnern ernstgenommen wird.

Unser Startbeitrag geht, nach meinem Empfinden, nicht über die übliche Praxis im Bereich Technik hier im Forum hinaus. Vielleicht verschieben Sie unseren Beitrag mit samt der Diskussion darüber einfach dort hin? Vielleicht sind wir dann alle zufrieden [smile]

Zitat:
Wohingegen von unserer Seite nichts dagegen einzuwenden wäre, wenn unsere Lebensumstände durch selbstlosen (!) Einsatz Einsatz von der Seite der hörenden Mitbürger erleichtert werden können. Sicher, umsonst ist nur der Tod, wie man so schön sagt. Aber es darf nicht angehen, dass wir Gehörlose für Dinge zur Kasse gebeten würden, die für die hörenden Mitbürger kostenfrei und selbstverständlich sind. Das würde dann heißen, mit zweierlei Maß zu messen.



Engelschutz und seine Mitarbeiter arbeiten im selbstlosen Einsatz (Satzung!). Trotzdem müssen wir für Strom, Gas, Miete, Internet, Entwicklungskosten usw. natürlich bezahlen, wie jeder andere auch. Und so können nicht alle Leistungen kostenfrei angeboten werden. Siehe das Beispiel weiter oben (Hausnotruf von DRK, Caritas etc. ist auch nicht kostenlos), was ein gutes Beispiel ist.

Der Notruf 112, also der Anruf selbst und die Hilfeleistung, ist auch für Gehörlose genauso kostenlos, wie für hörende Mitbürger. Da gibt es keinen Unterschied. Aber die Gerätschaften für die Nutzung (Handys) müssen in der Regel von jedem Bürger selbst bezahlt werden. Hier haben Gehörlose andere/höhere Anforderungen auf Grund der Behinderung als Hörende.

Das ist aber auch bei anderen Behinderungen/Einschränkungen der Fall. Wenn ich z. B. nicht gut lesen kann ohne Lesebrille, muss ich mir, meist auf eigene Kosten, ein Hilfsmittel besorgen. Das wird der Herausgeber einer Zeitung nicht für mich bezahlen, nur weil ich die Zeitung ohne Hilfsmittel nicht lesen kann. Sorry, ein besseres Beispiel ist mir nicht eingefallen, und ich weiß, dass alle Beispiele irgendwie hinken ...

Nun kann ich warten, bis eines Tages Lesebrillen umsonst sind (weil die Politik das vielleicht mal so beschließt), oder ich ergreife die Initiative und nutze jede Chance sofort, um wieder lesen zu können. Das kostet dann vielleicht etwas. Aber ich mache mich damit nicht Abhängig von der Politik, sondern handele in eigener Verantwortung.

In unserem diskutierten Fall ist es aber schon etwas anders, weil es ja eine Art Grundrecht jedes EU-Bürgers auf barrierefreien 112-Notruf gibt. Das hat man in Deutschland leider bisher versäumt. Wer warten will wartet, wer auf Nummer sicher gehen will, investiert. Die Möglichkeiten sind jedenfalls gegeben.

Apropos "professionelle" Art:
Es geht hier um ein wichtiges, oft lebensrettendes Thema. Da müssen wir uns bemühen, unsere Aussagen möglichst genau zu treffen. Im Bereich Hausnotruf bestehen wir z. B. deshalb auf einen hörenden Ansprechpartner, damit bei der Einrichtung/Beantragung keine Missverständnisse passieren können. Auch kleine Fehler können tödlich enden. Bitte entschuldigen Sie, dass wir deshalb in diesem Bereich sehr genau auf unsere Wortwahl achten. Vielleicht kommt das dann auch mal "reserviert" rüber. Das tut uns leid, und ist nicht beabsichtigt. Können Sie darüber hinwegsehen, bitte?



Spitzenmitglied



offline
neu ab 2015

Notrufsystem für Neuwagen

"eCall wird europaweit Pflicht", erklärt Verkehrskommissar Siim Kallas den Vorschlag der EU-Kommission. Ab Oktober 2015 werden demnach alle Neuwagen über den Notruf 112 mit E-call-System ausgestattet. "Das alarmiert die Notrufzentren, selbst wenn der Autofahrer bewusstlos ist. Die Zentren werden in der Lage sein, solche Notrufe effizient zu bearbeiten. Sie schicken den Krankenwagen viel schneller los, als das heute möglich ist."

http://www.tagesschau.de/ausland/notruf104.html



Spitzenmitglied



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Wer GL leisten kann hat gut. Wer aber nicht kann wie wird dann noch ersetzten können? Immer nur Neuwagen? Alternative wo? Zu schade.


Techno rulez



Spitzenmitglied



offline
vom DGB gibt es eine neue Pressemeldung zum mobilen Notruf.

Hier mehr zur „Notruf-App".

Wenn man sich die vielen Teilnehmer und Dienststellen in der Meldung ansieht,
können leichte Zweifel an der schnellen Einführung der Notruf-App kommen.

Eine alte Erfahrung sagt, "viele Köche verderben den Brei".

In Pressemeldung steht auch:
"Die Geschäftsführung der Expertengruppe Notrufe liegt im Bundeskriminalamt."

Dort findet man die Abhörspezialisten... [biglaugh]


Pyros



Spitzenmitglied



offline
Pyros das kann ich bestätiigen

Zweifel an Abhörsache ist etwas übertreibend, weil kann zu strafbare Missbrauch schnell kommen, daswegen sucht man bei Innenministerium ein Weg!!!!!



Spitzenmitglied



offline
http://www.focus.de/digital/handy/notru ... 75588.html



Spitzenmitglied



offline
Der TS bringt heute (24.9.) eine neue Meldung zur Notruf-App.

http://www.taubenschlag.de/Smartphones
und weiter
http://www.notfall-telefax112.de/aktion-notfall-telefax-112/notruf-app-kommt/index.html

So neu ist diese Meldung nicht.
Das Gleiche konnte man schon vor 3 Monaten beim DGB lesen.


Zitat:
Testphase beginnt
Das Institut für Künstliche Inteligenz in Kaiserslautern hat zwischenzeitlich eine erste
Vorabversion der Notruf-App entwickelt. Diese soll im Oktober 2013 im Verlauf von zwei
Studien von Mitgliedern der beiden großen Hörgeschädigtenorganisationen getestet werden.


Ist ein User von hier bei der Testphase dabei?


Pyros



Rote Karte!
Rote Karte!



offline
Zitat:
von Pyros: So neu ist diese Meldung nicht.
Das Gleiche konnte man schon vor 3 Monaten beim DGB lesen.

Zitat:
Testphase beginnt
Das Institut für Künstliche Inteligenz in Kaiserslautern hat zwischenzeitlich eine erste
Vorabversion der Notruf-App entwickelt. Diese soll im Oktober 2013 im Verlauf von zwei
Studien von Mitgliedern der beiden großen Hörgeschädigtenorganisationen getestet werden.

Ist ein User von hier bei der Testphase dabei?

Warum nicht Pyros selbst?
Er verfasst einen guten Bericht für die interessierten User.
___



Spitzenmitglied



offline
yakamoz hat geschrieben:
Warum nicht Pyros selbst?
Er verfasst einen guten Bericht für die interessierten User.


So lange ein Smartphone beinahe noch jeden Abend an die Stromtanke muss,
ist diese Notruf App insgesamt gesehen kein so großer Sicherheitsgewinn für GL.

Denn bei leerem Akku hilft sie nichts. Notwendig dazu sind Smartphones,
die im Dauerbetrieb mit einer Akkuladung mindestens eine Woche lang funktionieren.
Gibt es die?

Mein Backstein-Handy hält mit eine Akkuladung gut drei Wochen durch.
Das kann aber nur SMS.


Pyros



Rote Karte!
Rote Karte!



offline
Vorschnell!
Die Tests abwarten - dann im Oktober berichten - das hilft weiter!
Zitat:
Testphase beginnt
Das Institut für Künstliche Inteligenz in Kaiserslautern hat zwischenzeitlich
eine erste Vorabversion der Notruf-App entwickelt.
Diese soll
im Oktober 2013
im Verlauf von zwei Studien von Mitgliedern der beiden
großen Hörgeschädigtenorganisationen getestet werden.

Zitat:
Denn bei leerem Akku hilft sie nichts.

Das wissen doch alle - Akku leer -
also muss man ihn stets aufladen - eine Selbstverständlichkeit - ?

Mein Handy-Akku war zweimal leer - selbst schuld, keine SMS - hab so kostenpflicht.-Termine versäumt.
Yak war schusselig.
Immer immer nachschauen - wenn man SMS-Benachrichtigung vereinbart hat
___



Spitzenmitglied



offline
Notfall-App -wer braucht sie?
Eine Feuerwehr sorgt für klare Worte:

http://www.feuerwehr-staden.de/notfall-app.htm

Google findet mit dem Stichwort "Notruf App" 440.000 Treffer!
Viel Auswahl also.


Pyros



Spitzenmitglied



offline
Neuer Notruf-App für Auswahlshilfe des Notfall-Apps! [british]


BOOOOOOOOORN TOOOOOOOOO SIGN!!!!!!!!



Spitzenmitglied



offline
Iyascia hat geschrieben:
Neuer Notruf-App für Auswahlshilfe des Notfall-Apps! [british]

Wer hat Sendung AZ xy gesehen? Alarm bei Schmuckgeschäft Polizei steckt im Stau
Frau an der Kreuzung überfallen: Eine Kreuzung von hundert in der Stadt.
Zufallsglück: Neuer Notruf von einem Zeuge an Zentrale und Frau lebt noch...


BOOOOOOOOORN TOOOOOOOOO SIGN!!!!!!!!



Spitzenmitglied
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offline
sorry, aber ... die benutzten keine Notfall-Apps im Smartphone.

- Schmuck-überfall: Eine Frau löste notruftaste aus - dadurch war die Stelle informiert

- Die Frau rief die Rettungsstelle an. Sie wusste nicht wo sie war, 2 andere Personen fanden die.


****~cat



Spitzenmitglied



offline
Diese Diskussion hier um den Notruf ist bald 6 Jahre alt, aber immer noch aktuell.

Am Dienstag, 29. November 2016 veranstaltete der Deutsche Gehörlosen-Bund in Berlin
die Fachtagung "Barrierefreier Notruf" in Kooperation mit dem Bundesministerium
für Arbeit und Soziales.

Dazu gab es die SSH Sendung vom 14.01.2017 um 09:00 Uhr im BR Fernsehen.
In der Mediathek findet man diese Sendung unter diesem Link

Der Bericht über den barrierefreien Notruf kommt ab der 10. Sendeminute-Minute.

Wie geht es weiter mit dem barrierefreien Notruf?


Pyros



Spitzenmitglied



offline
Ehrlich gesagt, was ich Bericht Sehen statt Hören gesehen habe. Ich finde in Ordnung, aber im Kreis Facebook kam gefährliche Hinweis mit Notruf via Notrf.de, jedoch kenne ich diese Betreiber persönlich, wobei habe ich mehrmals Nutzung mit SMS gewarnt, weil SMS Gateway kein Vorrangbeschaltung direkt zu Notrufdienstleister verbinden kann. Ausserdem kommt SMS Text oft mit grosse Verzögerung an Empfänger kam. Diese Betreiber glaubt, dass ich spinne! Ich kann ein Hinweis liefern, dass Projekt SMS stirbt sowieso!!!!



Spitzenmitglied



offline
Hi Fritzl,

im Telekommunikationsgesetz §45 (TGK) steht immer noch, dass Hörbehinderte nur über FAX einen Notruf senden können.
Das ist aus heutiger Sicht IT-Steinzeit. Innenministerium und Wirtschaftsministerium schieben sich bei diesem
Thema gegenseitig den Schwarzen Peter zu.
Aber offensichtlich niemand aus diesen Ministerien war bisher bereit, hier eine Änderung vorzunehmen.
Es gibt eine sehr schöne Resolution zum barrierefreien Notruf von der DG:

http://www.bhsa.de/nachrichten/resolution-zum-barrierefreien-notruf/
Wann werden diese Forderungen umgesetzt?

Ein kleiner Vergleich:

SMS-Nachrichten sind heute im täglichen Gebrauch praktisch tot.
-Vorteil: SMS funktioniert derzeit weltweit, auch mit alten Handys.
-Nachteile: Keine Rettungsleitstelle in Deutschland nimmt bisher SMS-Nachrichten direkt an.
Verzögerungen sind sehr selten, können aber vorkommen.

Notruf mit App:
-Vorteil: Einfache Alarmierung nur mit Knopfdruck.
-Nachteile:
Keine Rettungsleitstelle in Deutschland nimmt Notrufe mit App direkt an.
Geht bisher nur über eine Vermittlungsstelle mit Hörenden.
Notruf-App kommt von privaten Anbietern. Nicht kostenfrei.
24-Stundenbetrieb bisher eher selten.

Videotelefon-Anruf:
-Vorteil:Technisch machbar, ideale Kommunikation für Hörbehinderte mit GS,
-Nachteil:
- keine Rettungsleitstelle in Deutschland nimmt Notrufe mit Videotelefon bisher direkt an.
- Wer versteht in einer Notrufzentrale Gebärdensprache?


Pyros



Spitzenmitglied



offline
Pyros, Genau! Ich wusste seit 10 Jahren bereit.

ZU Videotelefon steht TESS nur 8 Uhr bis 23 Uhr bereit. Siehe: http://www.tess-relay-dienste.de/notruf-ueber-tess

APP Hand Help gibt es Leitzentral, aber wo weiss ich nicht. Dafür 24 Uhr bereitschaft. Sogar mit Videoübertragung. Pro Jahr Vollservice kostet 20 Euro. Es gibt Teilservice, sogar billiger.



Mitglied



offline
es ist nicht einfach ---> als "Notrufkunde registrieren"

hier klick


______________________
Bild von Hallo



Spitzenmitglied



offline
Ab Sendeminute 19:30 kommt bei SSH ein sehr interessanter App-Check von Thomas Zeidler.
http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/sehen-statt-hoeren/wochenmagazin-fuer-hoergeschaedigte-258.html

Nicht alle App sind gut.

Der größte Nachteil bei allen Anbietern ist, dass es keinen 24-Stundenbetrieb gibt.

Auch die vorher notwenige Anmeldung als "Notrufkunde" passt nicht zum freien Notruf.
Als GL ist man damit an eine bestimmte Firma gebunden.

Link von @Hallo:
http://www.tess-relay-dienste.de/faq/08-notrufe/warum-muss-ich-mich-als-Notrufkunde-registrieren

Hier steht in der dritten Zeile:

Zitat:
Sollten Sie nicht mehr in der Lage sein, ihren Standort zu übermitteln,
können wir die Rettungskräfte an Ihre registrierte Adresse schicken.


Wenn jemand z.B. allein mit dem Fahrrad im Wald unterwegs ist und einen Unfall hat,
dann ist es nutzlos, wenn die Rettungskräfte zur registrierten Wohn-Adresse fahren.


Pyros



Neuling
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offline
seit heute mittag in Basel-Stadt

heute um 13.30 uhr test Alarm!!

Alles Gehörlos eigentlich mega stark mutig zeigen

hier ist url: http://www.blick.ch/news/schweiz/nationaler-sirenentest-gehoerlose-warnen-vor-alarm-toten-id6147278.html

Gruss


Herzlich Willkommen Deaf GoPro Forum



Spitzenmitglied



offline
@gsvbbasel,

in dem verlinkten Artikel steht:

Zitat:
Besser dran sind Gehörlose in Basel. Dort hat die Fachstelle für Gehörlose in Zusammenarbeit
mit der Polizei eine regionale Lösung umgesetzt, bei der bereits heute gehörlose Einwohnerinnen
und Einwohner per SMS alarmiert werden.


Sehr schön. Das gute, alte SMS ist dabei besser geeignet als die vielen Äpp-chen :D


Pyros



Neuling
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offline
ja ich weiss das du meinst .....

Aber mein Freundin hat schon sms bekommen von Polizei test-Alarm


Pyros hat geschrieben:
@gsvbbasel,

in dem verlinkten Artikel steht:

Zitat:
Besser dran sind Gehörlose in Basel. Dort hat die Fachstelle für Gehörlose in Zusammenarbeit
mit der Polizei eine regionale Lösung umgesetzt, bei der bereits heute gehörlose Einwohnerinnen
und Einwohner per SMS alarmiert werden.


Sehr schön. Das gute, alte SMS ist dabei besser geeignet als die vielen Äpp-chen :D


Herzlich Willkommen Deaf GoPro Forum



Spitzenmitglied
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Pyros hat geschrieben:
Wenn jemand z.B. allein mit dem Fahrrad im Wald unterwegs ist und einen Unfall hat,
dann ist es nutzlos, wenn die Rettungskräfte zur registrierten Wohn-Adresse fahren.

Es ist nicht ganz richtig, dass der Rettungsdienst oder die Polizei direkt zur registrierten Adresse fahren sollen.
Wenn der registrierte Tess-/Telesign-Kunde oder Notrufkunde den Unfall/Einbruch usw. bei Tess melden, fragt der Dolmi den Kunden zuerst, wo der Kunde sich gerade befindet. Falls der Kunde woanders ist, ändert der Dolmi den Ort ab, zu dem der Rettungsdienst/die Polizei fahren sollen.


ッ Humor ist ansteckend und Lachen ist infektiös, aber beide sind gut für die Gesundheit. ッ



Spitzenmitglied



offline
@speedmaus,

Auf dieser Webseite steht unter anderem:
http://www.tess-relay-dienste.de/notruf-ueber-tess

Zitat:
Infos auf einen Blick
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Zeiten Mo-So 08.00-23.00 Uhr

Von 23:01 bis 7:59 Uhr gilt dann das Gleiche, wie in einem bekannten
Action-Film mit dem Titel "Stirb langsam". [betezumhimmel]

Es wäre noch einiges zu tun von TESS und anderen Anbietern.


Pyros



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Es ist ja problematisch mit diesen Zeiten, aber die Kunden (Tess/Telesign/Notruf) wissen schon von diesen Zeiten... [unhappy]
Und es wurde ja über die Resolution durch Forderung vom DGB, DSB und DG berichtet:
http://www.tess-relay-dienste.de/aktuel ... 2016-11-02


ッ Humor ist ansteckend und Lachen ist infektiös, aber beide sind gut für die Gesundheit. ッ



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@Speedmaus,

Auf diese Petition habe ich vor ein paar Tagen auch schon aufmerksam gemacht,

hier: viewtopic.php?p=1302343#p1302343

So lange es beim § 8 und § 45 des Telekommunikationsgesetzes (TKG) keine Änderung gibt,
wird jede Leitstelle in Deutschland nur Sprach- und FAX-Notrufe annehmen.

Die Leitstellen tun nur das, was der Gesetzgeber von ihnen verlangt.
Notrufe über App, Video oder SMS müssen sie derzeit nicht annehmen.
Technisch wäre das schon möglich. Aber die Auf-und Umrüstung dazu kostet Geld.
Ohne gesetzliche Vorgaben macht das keine Leitstelle.

Je nach Bundesland sind die Landkreise oder Kommunen die Kostenträger einer Leitstelle.
Wer täglich Zeitung liest, weiß ganz gut, dass fast alle Städte und Gemeinden Finanzprobleme haben.

Deshalb geben die Träger nur dafür Geld aus, wozu sie gesetzlich verpflichtet sind und was
aus kommunaler Sicht unbedingt notwendig ist.

Die Einrichtung von Notrufen über App und Videotelefon/ Dolmetscher gehört derzeit nicht dazu.

Es wird dem freien Markt überlassen, diese Lücke zu schließen.


Pyros



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Heute, am 11. Februar, ist der Europäische Tag des Notrufes mit 112

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries hat dazu Hilfen für hörbehinderte Menschen angekündigt.

Telefonanbieter sollen verpflichtet werden, Notrufdiensten für hör- und sprachbehinderte Menschen rund um die Uhr anzubieten.

Zitat:
„Eine entsprechende Verpflichtung für die Telefonanbieter werden wir nun gesetzlich verankern.“
Sie will dazu das Telekommunikationsgesetz ändern.


Zitat:
Der Vermittlungsdienst hilft Hör- oder Sprachbehinderten laut Ministerium nicht nur bei Notrufen,
sondern auch bei allen anderen Gesprächen mit hörenden Gesprächspartnern.
Über Videotelefonie per Computer, Smartphone oder Tablet übersetzt dabei ein
Gebärdensprachdolmetscher für beide Telefonteilnehmer gleichzeitig.
Auch Hörende können anrufen


Den ganzen Artikel kann man hier lesen:

http://rollingplanet.net/ministerin-zypries-will-notruf-fuer-hoer-und-sprachbehinderte-menschen-verbessern/


Pyros



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Alle Artikel haben den meisten gleichen Textinhalt am Europäischen Tag des Notrufs:
https://www.google.de/search?q=zypries+ ... F2017&tbm=


ッ Humor ist ansteckend und Lachen ist infektiös, aber beide sind gut für die Gesundheit. ッ



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@Speedmaus,

ist doch toll, dass so viele Artikel das Gleiche sagen.
Damit werden die Hörenden endlich auf ein großes Problem der Hörbehinderten aufmerksam gemacht.

Hoffentlich wird auch bald ein 24/7-Betrieb für den Notruf von Hörbehinderten eingeführt.
(24/7 = 24 Stunden an 7 Tagen in der Woche)


Pyros



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Was meint ihr zu dieser Veröffentlichung des Deutschen Gehörlosenbundes?

https://www.youtube.com/watch?v=OS8VGdwQ3U0

Aus meiner Sicht ist es der kleinstmögliche Fortschritt beim Notruf für Gehörlose.
Und für den Staat die kostengünstigste Lösung. [nerv]
Mal abwarten, wie gut das in der Praxis funktioniert.

Schon bisher bot die Firma TESS einen privat finanzierten, kostenlosen Notruf an.
Allerdings nicht im 24-Stundenbetrieb.

Jetzt bezahlt der Staat einen 24-Sundenbetrieb von mehreren Vermittlungsdiensten.
Diese neuen Vermittlungsdienste müssen z. Teil erst noch aufgebaut werden.
Das dauert mindestens noch bis 2018.

Eines steht jetzt schon fest:

Einen Notruf unter Nummer 112 wird es für Hörbehinderte in den nächsten Jahren nicht geben.

Auch die DGZ berichtet online darüber:
http://gehoerlosenzeitung.de/telefonvermittlungsdienst-tess-rund-um-die-uhr-erreichbar/

Der 3. Kommentar von "Franzi" ist lesenswert.
Über ihre Fragen sollten alle Beteiligten einmal nachdenken.


Pyros



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Ich habe immer wieder mitbekommen. Seit es Handys bis Smartphone gibt kommt es immer wieder vor, die in der Ortsnähe 110 oder 112 wählen, bei den falschen Funkzentrale bzw. Einsatzleitstellen landen. Für Tess-Notruf würde ich gerne wissen, wie sie wegen der Örtlichkeit vermittelt werden. z.B. Einer wohnt in Bielefeld (setzt den Notruf via Tess ab) und der Dolmetscher wohnt es laut Tess-Angaben in dieser Umgebung in Münster. Wohin soll diese Leitung führen? Gleiche Leitung oder über Umweg?


"Denk ich an Deutschland in der Nacht......." (H. Heine)



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TW1 hat geschrieben:
... Wohin soll diese Leitung führen? ...

Siehe Punkt 2: http://www.tess-relay-dienste.de/faq/08-notrufe

Es spielt keine Rolle, wo die Tess-Dolmis sitzen.

FAQ über Tess-Notruf:
http://www.tess-relay-dienste.de/faq/08-notrufe

Ablauf eines abgesetzten Tess-Notrufs:
http://www.tess-relay-dienste.de/notruf-ueber-tess


ッ Humor ist ansteckend und Lachen ist infektiös, aber beide sind gut für die Gesundheit. ッ



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Speedmaus hat geschrieben:
Siehe Punkt 2: http://www.tess-relay-dienste.de/faq/08-notrufe

Es spielt keine Rolle, wo die Tess-Dolmis sitzen.


Ja, woher wissen die Dolmis, von wo aus ich anrufe? Das interessiert mich schon. Auch wenn ich meine Account bei Tess habe, ich muss aber trotzdem nicht von meinem Wohnort aus anrufen, es kann auch ein anderer Ort sein wie z.B. zuhause meiner Eltern und der Ort liegt woanders als mein Wohnort.


Im Moment pennen 26 Mill. Leute, 28 Mill. essen, 13 Mill. verlieben sich und 29 Mill. sexeln! Aber nur 1 arme Sau liest vor Langeweile diese Message!



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joergmarc hat geschrieben:
Ja, woher wissen die Dolmis, von wo aus ich anrufe? Das interessiert mich schon. Auch wenn ich meine Account bei Tess habe, ich muss aber trotzdem nicht von meinem Wohnort aus anrufen, es kann auch ein anderer Ort sein wie z.B. zuhause meiner Eltern und der Ort liegt woanders als mein Wohnort.


Wer als Notruf- oder Tess-Kunde (privat oder Beruf) sich bei Tess registriert hat, sehen die Daten so aus:
http://www.tess-relay-dienste.de/files/ ... nden-v.pdf (Seite 9)

Und siehe Video:
http://www.tess-relay-dienste.de/notruf-ueber-tess

Wenn du in einem anderen Ort bist, sollst du dem/der Dolmi den Ort nennen, damit die Leitstelle aus der Nähe, wo du bist, zu dir kommt. Aber es hat Nachteil:
Wenn man nicht weißt, wo er bspw. beim Unfall gerade steht, muss man die GPS-Koordinaten per App herausfinden und dem/der Tess-Dolmi den ungefähren Unfallsort mitteilen. Echt doof!


ッ Humor ist ansteckend und Lachen ist infektiös, aber beide sind gut für die Gesundheit. ッ



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Speedmaus hat geschrieben:
Wenn man nicht weißt, wo er bspw. beim Unfall gerade steht,
muss man die GPS-Koordinaten per App herausfinden und dem/der Tess-Dolmi
den ungefähren Unfallsort mitteilen. Echt doof!

Klare Worte von einer Fachfrau, die sich auskennt! [super]

TESS ist in Deutschland bisher der einziger Anbieter des Gehörlosennotrufes.
Die Firma hat eine Art Monopolstellung darin wie früher die Bundespost fürs Telefon.


Pyros



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Pyros hat geschrieben:
Klare Worte von einer Fachfrau, die sich auskennt! [super]


[azzangel] danke-schööön...


ッ Humor ist ansteckend und Lachen ist infektiös, aber beide sind gut für die Gesundheit. ッ



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Ein mögliches Beispiel zum neuen GL-Notruf:

Man ist allein unterwegs und beim Radfahren im Wald gestürzt.

Jetzt einfach wie Hörende die Nummer 112 wählen und den Rettungsdienst alarmieren,
das geht nicht! Für Gehörlose gibt es keinen Notruf unter Nummer 112 zur nächsten Leitstelle!

Man/frau liegt vielleicht mit einer Verletzung am Arm im Wald und weiß nicht wo.

[Ironie ON]
Also jetzt schnell mit vielleicht gebrochenem Arm über das Smartphone und Google Maps die
Koordinaten feststellen: 47.464464, 10.974721 (Beispiel). Geht doch ganz einfach. [roll]
[Ironie OFF]

Dann bei TESS oder einem anderen Notrufdienst mit der Telefonnummer 49 30 186156141 (Beispiel)
anrufen und gebärden, dass man dringend Hilfe braucht.

Die vorher ermittelten Koordinaten 47.464464, 10.974721 vom Unfallort mitteilen bzw. übertragen.

Der GL-Notruf in Flensburg oder sonst wo in Deutschland erkennt aus den Koordinaten, dass man in der Nähe vom
Eibsee bei der Zugspitze verunglückt ist.

Der GL-Notruf muss nun die zuständige Leitstelle alarmieren und die Koordinaten durchgeben,
damit man gefunden wird.
Rückfragen zu Verletzungen kann der Rettungsdienst nur über den GL-Notruf machen.

In der Theorie sieht dieser Vorgang ja ganz nett aus. Wie so ein Notruf in der Praxis funktioniert, muss sich erst noch zeigen.


Pyros



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Kürzlich brachte DIE WELT online einen Bericht, wie ein Smartphone Leben retten kann.

Hier findet man mehr dazu:

https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article175068995/Diese-Notfall-Funktionen-des-Smartphones-sollten-Sie-kennen.html

Eine Notfallmeldung ohne Sprache funktioniert aber leider noch nicht richtig.
Die Leitstellen können immer noch nicht zuverlässig die GPS-Position erkennen.

Zitat:
Eigentlich könnte so gut wie jedes aktuelle Android-Smartphone seine Position automatisch
an die Rettungsstelle übertragen. Die Technik namens „Advanced Mobile Location (AML)“ nutzen
aber erst wenige Rettungsleitstellen. iOS-Geräte sollen mit der nächsten Version 11.3 des
Betriebssystems AML unterstützen.


Der/die für die Telekomunikation zuständige Minister/in hat gerade gewechselt. Bis er/sie kapiert,
warum es beim Gehörlosen-Notruf geht, vergehen wahrscheinlich 1-2 Jahre. [nerv]

In einem neuen Auto gibt es seit 31. März 2018 jedoch ein automatisches Notrufsystem.

Es heißt: eCall: Elektronischer Schutzengel im Auto

https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/u ... pps/ecall/


Pyros




 kein Notruf mit SMS





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