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Virtuelles Kommunikationsforum für Gebärdensprachnutzer
Aktuelle Zeit: 18.11.2018, 05:43:40





 Hörende Eltern mit sh/gl Kind und Gebärdensprache


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Spitzenmitglied



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Das ist wie Armen und Reiche im Umlauf die sich gespalten, genauso sind die bei Gehörlosen gegen Hörenden. Das habe ich schon sehr sehr viel erlebt und langsam reicht mir auch. Immer noch die Älteren Gehörlosen sind neidischer geworden weil die Kleinen immer besser haben als wir hatten. Verstehen kann ich teilweise, aber aus beruflichen Gründen finde ich Älternen GL oder besonders vor allem nix normalen Schwerhörigen keine Akzeptabel. Langsam müssen die das begreifen dass die doch wohl an die jüngeren sehr schlecht da stehen die die aus beruflichen Situation keine Job bekommen können.

Ich bzw. wir (unser Kindheit) wurde damals von öffentlichen Hörenden angegriffen weil ich nicht gebärden soll (für Hörenden fanden uns affige Menschen) und in meinem Beruf muss ich sehr schwer einen Arbeitsplatz zu bekommen, warum?? Weil die Hörenden schlecht über Gehörlosen Verhalten denken, das finde ich zum kotzen was die Gehörlosen bzw. SH damals an die Hörenden getan haben (faulheit, krank schreiben, gefälschten Stundenangaben, Angriffe auf Hörenden, streiten...) Sowas muss ich leiden wegen diesen unbewusste Verganganheit, warum ich als Nachwuchs keine Job haben. Warum machen die uns alles kaputt??? Dürfen wir keine Job haben immer nur Abfall leben?? Das ist Schuld an die Älteren und dummen Hörgeschädigte die keinen Verstand haben und uns schlechte Situation gebracht haben. Das kann man beim Neider echt vergessen. So meine wahre Senf aussagen.

Ich bin so froh dass erco hier diesen Thema geöffnet hat. Damit wir dennen auch zeigen was für Möglichkeiten noch alles haben. Es geht auch um jüngere Berufler die solchen Chance haben wollen. Ich möchte nicht dass ich auch neidisch auf die Kleinen bin. Ich hörte viel gutes über Nachwuchs, was ich aber sehr sehr traurig finde warum wir sehr schwer haben als die Kleinen für die Zukunft besser haben.. Also bitte haben die Älteren GL gegenüber hier Verständnis was da abgeht. Ich möchte auch gerne helfen, denn Gemeinschaft sind wir stark, wo ist das Problem?? Ich hasse Politiker die sowas uns antut. Auch toll für die Eltern die mitleiden weil die GL Kind hat?? Langsam sollen viele Betroffenen auch gegenüber uns endlich erfahren dass wir viele Hilfe von den Hörenden brauchen. Das wäre hilfreich.

Es kann nicht sein dass alle nur CI leben sollen und ohne DGS zu bekommen oder ähnliches. Schon ich sah in NRW soviele CIs aber gebärden fast wie Gehörlosen, das ist echt merkwürdig zwischen oben und unten. Es kann auch nicht sein dass einige Gehörlosen zum Sprachunterricht gezwungen wird. Das erfahre ich heute noch. Unfassbar warum ein Ältere GL zum Sprachunterricht gehen soll, weil die Schwerhörigen oder Hörenden so haben wollen oder bessere Job Chance für die Firma? Krankhaft sind das. Auch Beratungstelle sollen sich mal zurückschalten und uns mehr helfen, wir brauchen auch noch mehr Personal für Hörgeschädigten, sonst machen die uns auch noch schlimmer. Diesen Neider oder Eifersucht sollen mal endlich aufhören. Ich möchte dass die andere Hörenden auch vor allem Firmen auch endlich aufhören an uns schlecht zu denken wegen keinen Job zu bekommen, wegen Vergangahenit sollen Hörenden auch mal verstehen wir sind anders als die doofen Betroffenen. Wir sind alle nicht gleich, das soll jeder verstehen und begreifen. Wir sind nicht alle gleich und stempel uns bei heute noch trotzdem ab aus Sicherheiten, das sollen was getan werden dass wir in die Zukunft noch mehr Chance haben wollen.

Ich bin dafür Inklusion und Integration. Abfall gibt es gar nicht mehr. Ich will keinen Krieg zwischen Älteren und Jüngeren mehr. Ich will keinen Krieg zwischen Deppen und Firmen mehr. Ich will keinen Krieg zwischen Gehörlosen und Hörenden bzw. Schwerhörigen mehr. Das habe ich genug angesehen und erlebt. Ich finde trotzdem schade als ich CI Freunde auch geholfen habe und die schissen mich trotzdem an und gingen einfach uns aus dem Weg. Wo ist das Problem?? Undankbar ist das. Die sollen auch froh sein dass wir gegenseitig helfen können, leider sind viele die gar nicht begreifen können oder haben kein Verständnis dafür. Es hat nichts mit klammern zu tun oder Zwanghaft, sonder wir zeigen die Mögliche für dennen Weg zu finden. Das sollen langsam in Frieden kommen. Anderen Eltern sollen auch mal mitdenken, Kinder besser zu verstehen und erziehen. Noch immer spalten viele gegeneinander. Das geht so nicht weiter.

Karin ich bin sehr stolz auf dich: Taubenschlag tolle Nachricht. Endlich können die anderen Hörenden Eltern mehr Mut fassen und weiter kämpfen. So dass alle Eltern keinen Zweifeln haben müssen.


Techno rulez



Spitzenmitglied



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Vielen Dank!
Karin



Rote Karte!
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Zitat:
Das ist Schuld an die Älteren und dummen Hörgeschädigte
die keinen Verstand haben und uns schlechte Situation gebracht haben.
Das kann man beim Neider echt vergessen.

???
Also die "Älteren und dummen Hörgeschädigte" - aha!!!

Überreden - Druck machen - Einschüchtern - Beschämen - Schuld zuweisen - schlecht machen -
von den PRIVAT-Personen aus "hoher Warte": "Gehörlosen müssen helfen".
Siehe UN-Konvention 16:
Es dürfen keine Behinderten ausgenutzt - missbraucht - ausgebeutet werden.

@vengaboys, es gibt sehr viele Hilfen für die GL und CI und Frühförderung im
staatl. Rahmen - dort sind viele sozialberuflich ausgebildete GL tätig.
Es gibt eine Psychologie-Therapie-Liste Hilfen für GL.
Es gibt die Seminare und Schulungen für Sozialarbeit ausgebildete GL
Es gibt vielen GL-Gebärdensprache-Dolmetscher / - Kommuassistent mit Zusatzausbildung.
Es gibt die viele Uni- / Institut Gebärdensprache-Beschäftigten und Studenten.
Es gibt die GL-Sozialarbeiter in Heimstätten für GL.

Die Älteren Gehörlosen sind sehr sehr froh, dass alles an professionelle Hilfen bereit steht.

Die "BerufsGL" sind angestellt / freischaffend ...
sie sind kranken-unfall-rechtschutz-versichert = d.h. gut geschützt.
Es ist ihr verantwortlich JOB im Hörgeschädigten-Umfeld.
@vengaboys, lass dich doch umschulen.

Damals, früher waren es die Taubstummenoberlehrer (Landesbeamte = geschützte Position)
und die ehrenamtlichen Gehörlosenvereinsmitarbeiter.
___



Spitzenmitglied



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Du hast leicht reden. Es gibt viele zur Verfügungen da trotzdem bekommen wir nichts weiter. Ich selbst kämpfe so hart weiter. Beruf ist ok. Aber immer wiederholen, das geht allem so weit. Ja wer zahlt Umschulung? Mir wurde abgelehnt und das soll ich solange als Asoziale warten und erst Hartz4 endlich eine Umschulung? Nee danke. Es gibt viele andere Wege. Das können nicht alle. Weiterbildung lohnt auch wenig. Trotzdem für alle nicht mehr leicht. Genau da irgendwo mangeln sich immer schlimmer als früher. Es ist so Sh ist gegen Gl und Gl will Gl in Firma arbeiten nur weil unterhalten wichtig oder warum hat Sh plm mit Gl gemeinsam? Gl haben oft Angst alleine im Hörenden Firma zu arbeiten gehen. Also das finde ich nix in Ordnung. Zuviele passive Sitation und zuviele agessives Situation. Muss das sein immer Probleme machen oder jammern? Genau da fangen Hörenden unsicherheiten gegenüber uns an. So nicht Leute. Nachwuchs könnten genauso unschuldig treffen wie wir. So nicht!


Techno rulez



Moderator & Einstein & "Tante Emma"´09
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Können wir denn nicht mal beim Thema bleiben? [roll]

Hier geht es darum, wie man Erco helfen kann - und nicht um unsere Gedanken, Meinungen, Erfahrungen und Ratschläge zum Gehörlosenalltag, und was die Politiker sagen und denken usw.

Davon hat Erco nichts, das bringt ihn auch nicht weiter, er hat ganz "irdische" Probleme. Was soll er mit dem abschweifenden "Smalltalk" anfangen? Er wird sich nun denken, dass es überflüssig ist, hier weiter darüber zu diskutieren. [nerv]

Das ist ist 14 Monate altes Kind - noch weit entfernt vom Erwachsenenalltag.


Dass mir der Hund das Liebste sei,
sagst du, o Mensch, sei Sünde?
Der Hund blieb mir im Sturme treu,
der Mensch nicht mal im Winde.



Rote Karte!
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@Ronco,
es gibt die "Mutter und Kind" - Gruppen / Abteilungen bei den Gehörlosen-Vereinen.
SsH zeigte mal Film über GL (hat Zusatzausbildung) im Einsatz für gl Kind (hat CI).
Es gibt die HCIG-Gruppe in Nürnberg mit der bekannten gl Lehrerin (sie könnte Tipps geben).

Die erco-Großfamilie macht es richtig - Gebärdenkurs - dann nach und nach weiter.
___



Spitzenmitglied



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Genau Ronco. Darum mein Senf und lass diesen Thema weiter bleiben.

Gerne würde ich erco helfen. Nordbayern liegt nicht weit von Hessen und Göttingen. Dort gibt auch was. Ich weiss eins dass in Hessen genau das Richtige für 14 Monat altes Kind wäre. Nachteil Wegbereitschaft für erco, ich weiss nicht wie bereit erco ist und es gut finde sein Kind ausserhalb fördern lässt falls man keine Möglichkeit gibt? Man findet ja schwer für eine private Betreuung, das braucht man viel Geduld. Erste Schritt DGS damit anzufangen. Kurse oder Schnupperkurse besuchen und erkundigen. Das wäre mein Tipp.


Techno rulez



Neuling



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Es gibt neue Entwicklungen: Am Donnerstag sind meine Frau und mein Sohn beim Miniclub der evangelischen Gehörlosen Gemeinde eingeladen und meine Frau hat auch die Möglichkeit sich mit einer Mitarbeiterin zu unterhalten wie man uns weiterhelfen kann. Ich werde versuchen, mir den halben Tag frei zu nehmen um auch dabei zu sein... ich hoffe das klappt. Es gibt dort mehrere Gruppen die sich regelmäßig treffen und Erfahrungen austauschen. Dort sind Gl Eltern mit hd Kindern Gl Eltern mit Gl Kindern und hd Eltern mit Gl Kindern in unterschiedlichen Zusammensetzungen in den Gruppen. Auch die Mitarbeiter sind teils Gl und teils Hd. So etwas haben wir gesucht...... eine bunte Mischung. [wink]
Ich hoffe, das sie uns dort eventuell auch Tipps geben können, wo es eine Frühfördermöglichkeit gibt die auch DGS verwendet.
Ich möchte mich noch einmal ganz herzlich bei Euch bedanken für die vielen Tipps und auch für die Angebote per mail mehr über die Gehörlosenkultur zu erfahren. Ich werde mich gewiss bald per mail melden. Auch bei dir Karin werde ich mich sicher in den nächsten Tagen telefonisch melden.... ich bin schon dabei mir die Fragen zusammen zu schreiben ;-)
Ich war in den letzten Tagen ziemlich stark beruflich und auch privat gefordert und hatte deshalb sehr wenig Zeit hier zu schreiben und mich zurück zu melden, aber wie gesagt in den nächsten Tagen wird das hoffentlich besser. Spätestens an den Faschingstagen habe ich frei und werde da etwas länger Zeit haben.
Ich werde Euch auf jeden Fall informieren, wie sich die bilinguale Erziehung weiter entwickelt. Wir werden nicht aufgeben und mit allen Mitteln versuchen unserem Sohn beide Sprachen anzubieten.


Mein Kind kann Alles, nur mit dem Hören hat es Probleme



Moderator & Einstein & "Tante Emma"´09
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Das freut uns alle!!!
Lass dir ruhig genug Zeit mit dem Schreiben hier. Macht alles erst mal in Ruhe.
Übrigens hat Karin auch eine supergute Gebärden-DVD auf den Markt gebracht (die ich auch habe), und die jeweils per Update aktualisiert wird.
http://www.kestner.de/n/verlag/produkte ... ehrung.htm
und hier ein Demovideo dazu:
http://www.kestner.de/n/verlag/produkte ... -video.htm


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Mein Wunsch ist auch, dass mein Kind bilingual aufwächst. Aber das gestaltet sich nicht so einfach... [confused]



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Zitat:
erco: Ich war in den letzten Tagen ziemlich stark beruflich und auch privat gefordert

Das ist der Alltag.
Und bei den Gehörlosen lastet alltäglich dauerhaft beruflich und privat immer hoher Druck!
Und dann wird auch noch der Druck von anderen Leuten und hier Usern verstärkt und auch erhöht.

Und Nürnberg ist mit Umland eine 2,5 Mio Einw. Frankenmetropole.
Es hat alle Hilfsangebote - viele Selbsthilfegruppen sind tätig.
Ein gut Glück dort zu leben.
Das München Mio-Stadt auch.

Wer suchet, der findet immer! :-)
___



Spitzenmitglied



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Prima erco, das freut mich. Gerne wollen wir auch für die anderen weiter informieren und gegenseitig helfen und Ausstauschmöglichkeiten. Vielleicht habt Ihr noch mehr Glück und bekommt was gutes für euer Kind. Je mehr öffentlich desto erleichtert dies für alle zweifelnden Eltern. Vielleicht kannst du auch bei Karins Homepage reinposten und eigen Homepage basteln so dass alle auch mitbekommen können. [wink]


Techno rulez



Neuling



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Ja danke ich hoffe auch, dass uns dort weitergeholfen werden kann.

Ich habe noch eine Frage an Euch: Wenn wir dort hingehen, sollen wir mit Ci dort hingehen, oder lieber ohne.... da ich gelesen habe, dass es doch auch viele Vorbehalte gegen Ci in der Gehörlosenkultur gibt möchte ich nicht gleich einen großen Fehler machen. Ich habe mir schon überlegt, die Cis mit zu nehmen, aber erst mal abzuwarten ob wir es dann in der Gruppe anlegen..... ich bin mir da wirklich unschlüssig. Diese Gedanken kommen euch vielleicht seltsam vor aber ich bin mir da wirklich unschlüssig.....

@vengaboys: Ich versuche auch andere Eltern für den bilingualen Weg zu begeistern, aber das ist nicht immer leicht. Aber ich gebe nicht auf. Ich habe kürzlich mit Eltern telefoniert, die erfahren haben, dass ihr Kind (10 Monate alt) gehörlos ist. ich habe ihnen empfohlen sich erst einmal seeeeehhhhr genau zu informieren und sich viel Zeit zu lassen mit der Entscheidung wie es weitergehen soll. Ob Ci oder Hg ist eine Entscheidung die sie treffen müssen, aber DGS ist Pflicht!! Das ist meine Meinung! :D
Ich habe mir schon überlegt, eine Selbsthilfegruppe zu gründen, deren Ziel ist Kindern und deren Eltern beide Sprachen zugänglich zu machen. Ob CODA; gehörlose Kinder mit Ci; schwerhörige Kinder mit Hg oder auch gehörlose Kinder ohne technische Hilfsmittel. Aber das ist noch Zukunftsmusik....

@Zigeunerin: Du trägst Ci, Richtig? Warum ist es schwierig dein Kind bilingual aufwachsen zu lassen? Ist das Problem die DGS oder die Lautsprache? Wo wohnst du denn? Wenn wir in der Nähe wohnen schreibe mir eine PN und wir können uns eventuell gegenseitig helfen ;-)


Mein Kind kann Alles, nur mit dem Hören hat es Probleme



Spitzenmitglied



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erco

schön von dir hier zu hören. Ja lieber mit CI mitbringen so dass man besser beides lernen kann. Sonst macht das Kind später Angst aus Zwangweise zu hören und sprechen zu müssen. Aufklärungen und beibringen sind das wichtigste für das Kind wie wichtig das ist ohne Angst zu bekommen. Ich bin trotz ohne HG gehörlos beides aber trage selber ein HG und weiss genau wie ich das erlebt habe was damals nicht OK war wie die mit mir gemacht haben.

Ich war spätertaubt und wurde auch sehr klein auf mit HG aufgezogen und dachte oft dass ich hören und sprechen musste..da war nicht sehr einfach für mich gewesen was ich tun soll wegen der Zukunft was besser sein sollte. Trotz mein ahnungslosen Ex Lehrer dachte es sei die beste für die Zukunft was aber Bedarf doch zulässig waren und hätte uns nicht Angst machen sollen. Tat aber gut uns beim Sprachunterricht geholfen zu haben. Das konnte nur er. Jedes CI Kinder sind 100% gehörlos, weil die eh gar nichts hören können ohne Gerät. Das ist wohl jedem klar.

Stimmt, nicht alle hörenden verstehen das. Ich hatte einen Fall das ein SH Kerl seine Eltern leiden musste da er nur hörenden Lebensweg nehmen musste und seine Weise aus dem Weg zu gehen. Dann hatte er so spät CI machen lassen und ging bergab mit seinem Leben. Dann wurde ihm durch mich klar wie ich dennen geholfen habe. Hält aber auch nicht lange. Deshalb alle gut Informieren lassen. Es geht auch um Schule und Beruf da müssen jeder verstehen und Respekt gegenüber uns haben.

Andere Fall hatte ich auch Familie aus Harz das Kind wurde von Großeltern verstoßen, dabei kämpfte die Mutter um aller Mittel das Kind zur Familie gehört..was aber nicht CI nötig sein sollte und das Kind muss hören+sprechen können verlangten die Großeltern. Grausame Geschichte. Ob die heute das Kind mit CI erfolgreich geschafft hat oder schiefe Bahn geraten war?? Ungewiss. Zu dennen hatte ich keinen Kontakt mehr bekommen, obwohl ich hatte Recht damit das Kind hätte gerettet werden können weil die Paukererguss hätte kein CI gebraucht sondern medikamentiös heilen können. Hätte dennen Ärger und Problem erspart. Die hatten auf mich nicht gehört was ich helfen konnte. Schade. Da genauso auch bitte an die zweifelnden Eltern aufklären und um Geduld zu nehmen. Kurze Zeit Paukererguss kann das Kind mit Gehör retten, das weiss ich von meinem HNO Ärztin.

Das gilt auch für Nachwuchs oder spätertaubten Kinder. Ob besser mit CI oder HG ist es egal, dafür haben wir Ansprüche, Bedarf usw..Gesetze haben wir auch Erfolgreich erhalten und das soll genutzt werden. Leider aus Angst oder aus Falschinformation machen viele hörenden Eltern aus Angst das das Kind nicht dumm sein sollte. Irgendwie sollten die Ärzten, Lehrer, Fachberatern usw.. nicht so hart zu dennen sein sollen. Sonst spalten später alles aus. Das ist zu schade sowas um Konkurrenz wer besser ist oder was besser sein sollte. Das wäre brutal wenn das Kind später erfährt und sich falsch verhält. Das kann gegen GL und CI kommen.

Aufjedenfall DGS ist Pflicht für alle. Darum ist es auch für spätertaubten sinnvoll keine Angst zu haben. Dafür ist es alles da was wir haben.


Techno rulez



Spitzenmitglied



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Hallo erco,

ja, ich trage CI oder auch nicht. Sprich, ich bin froh, dass ich beide Optionen habe. Taub und hören.
Wegen LS und DGS, da werde ich in der PN konkreter schreiben. Fakt ist, dass man schon als sie ein Baby war mir geraten hat, keineswegs zu gebärden, sondern nur zu sprechen. Ich habe es stur durchgezogen und habe mit der Kleine gebärdet.



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@erco: Deine Frage zu CI bei diesen Treffen: so tragen wie immer auch! Bloß nicht anders machen! Ihr werdet schon akzeptiert. Heute ist nicht mehr so krass wie vor 2 oder mehreren Jahren, und immer mehr gl Erwachsene lassen sich CI einsetzen, und das sagt wohl genug darüber aus.


Im Moment pennen 26 Mill. Leute, 28 Mill. essen, 13 Mill. verlieben sich und 29 Mill. sexeln! Aber nur 1 arme Sau liest vor Langeweile diese Message!



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Stimmt, auf gl Veranstaltungen trage ich mein CI auch. Zuhause trage ichs eher nicht, vorallem abends. Zum TV schauen brauch ich sowas nicht, da ziehe ich UT vor.



Neuling



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So nun waren meine Frau und mein Sohn das erste mal in der Kleinkindergruppe von EGG Bayern. Leider musste ich arbeiten und konnte nicht dabei sein. So kann ich nur aus den Erzählungen meiner Frau berichten.
Kurz gesagt: Es war ein voller Erfolg!!! Die Leute in der Gruppe sind fast alle Gl. Natürlich ist die Kommunikation nicht einfach, aber das wird mit der Zeit bestimmt besser...... wir lernen ja noch. Unser Sohn war sehr interessiert an den Menschen, die gebärden!! Vor allem die Kinder haben ihn faziniert. Wir werden nun regelmäßig (alle 2 Wochen) dort hingehen. Ich werde mit meiner Chefin reden, das ich dann auch frei bekomme und mitgehen kann.......
Sehr schön ist auch, dass wir schon am Dienstag einen ausführlichen Beratungstermin bekommen haben. Wenn alles gut verläuft können wir auch dort eine Frühförderung erhalten die vor allem die Gebärdensprache fördert.
Die Einrichtung betreut auch ein anderes Ehepaar, die für ihr Ci-Kind eine DGS-Frühförderung erkämpft haben. Sie mussten leider 3 Jahre dafür kämpfen, auch vor Gericht gehen [smash] , aber sie haben gewonnen!!! :D Das macht uns Mut. Ich würde gerne mit diesen Eltern Kontakt aufnehmen. Ich hoffe sie sind bereit dazu. Ich denke sie können uns gute Tipps geben.
Wir möchten uns noch einmal herzlich dafür bedanken, dass ihr uns geholfen habt. Es ist schön zu sehen, das man nicht alleine dasteht. [dankem]

@Ronco: Ich würde gerne weiterhin berichten wie sich die Situation entwickelt. Soll ich dafür wegen der Übersichtlichkeit einen neuen Thread eröffnen oder hier weiterschreiben?


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ach ,das ist schön..wenigsten ein Erfolg..ein eigener Thread ist immer schön..natürlich kannst du auch hier weiter schreiben..wie du möchtest...


Mein Hund jagte immer Leute auf dem Fahrrad, bis ich ihm das Fahrrad weg nahm!Bild



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Ich freue mich sehr für euch!!!!! :-)
LG
Karin



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Hallo Erco,

Ist doch wunderbar, wie es nun für euch läuft! Den größten Teil habt ihr aber selbst durch Eigeninitiative zusatnde gebracht. Wir im Gl-C@fe haben eher höchstens nur unseren Senf dazu beigetragen. Wir User vom Gl-C@fe sind ja bundesweit verstreut, können die Situation und Möglichkeiten am jeweiligen Ort nicht abschätzen.

Rechne aber damit, dass euch manche Zeitgenossen und Experten (Pädagogen o.a.) versuchen werden, euch einzuimpfen,, dass euer Sohn das mit den Gebärden unterlassen soll, weil er sich auf die Entwicklung seines Sprachvermögen konzentrieren soll.

Ich denke, es ist besser, wenn es bei diesem Thread bleibt. Wenn es plötzlich zwei Threads mit dem inhaltlich gleichen Thema gibt, könnte es zu Irritationen führen, weil dann manche User nicht wissen, wo sie welchen Beitrag nachlesen können.

Eventuell melden sich vielleicht im Laufe der Zeit noch so manche ratsuchende Neu-User, wo du ihnen dann mit deinen Erfahrungen vielleicht so manchen Hinweis oder Rat geben könntest.

Übrigens ist ein CI auch nicht für jeden geeignet. Es müssen noch intakte Hörnervenzellen vorhanden sein, soviel ich mitbekommen habe.


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Genau was ronco schrieb stimme ich zu

Nicht jeder sind CI geeignet, das kann man wohl sagen. Eine rmeine ex Klassenkameradin hatte auch solchen Fall damals ausprobiert und der Arzt sagte sie kann nicht CI bekommen weil das Hörnerv nicht akzeptieren können. Obwohl sie durch einen Gehirnerschütterung beim Schaukelunfall (Kigazeit) hatte und in 10 Jahren später um CI Neuerfindung nachgefragt hatte. Erfolglos. HG trägt sie bis heute noch beides und zufrieden genug damit zu leben.

Ich auch kann kein CI tragen und will es auch nicht, schon wegen 1 Ohr trage ich HG und die andere Seite ist Hörnerv schon lange kaputt. Da will der Arzt auch nicht dass ich 1 CI trage wegen 1 HG reicht aus. Nett. :D


Techno rulez



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dussy hat geschrieben:
Mühsam? Ich weiß es nicht so recht...


Offizielle DGS ist eine sehr schwere Sprache, da die Grammatik komplett anders ist als deutsche Schriftsprache. Viele Hörende tun es verdammt schwer, dieses Sprache zu beherrschen, besonders, wenn man nicht täglich mit gl-Menschen trifft.

Deshalb bin ich in der Meinung, dass die Eltern gl-Kind(er), die sonst niemand GL-Erwachsene trifft, die folgende Gebärdensprache LUG völlig ausreichen!

vengaboys hat geschrieben:
Es kann nicht sein dass alle nur CI leben sollen und ohne DGS zu bekommen oder ähnliches. Schon ich sah in NRW soviele CIs aber gebärden fast wie Gehörlosen, das ist echt merkwürdig zwischen oben und unten.


Auch mit CI´s ist Gebärdensprache nicht verboten! [wink]
z.B. zum Schwimmen gehen, im Bett, im Bad, ein Teil von bestimmten Sport usw. muss man CI´s ablegen. Dann ist man halt taub! Also, Gebärdensprache ist trotz CI´s nützlich!



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Genau, auch die hörenden müssen akzeptieren wenn die Eltern das Kind unbedingt CI nehmen soll und zwar durch Ablegung auf Grund Schwimmen oder Meer fahren usw müssen sie darauf einstellen. Da ist ja klar CI Kinder sind voll taub ohne CI Gerät. Logisch wie unterhalten? Ganz klar Gebärdensprache ist total wichtig, auch wenn die hörenden nicht das haben wollen ist das Kind zu schade. Das nenne ich auch schlechte bzw. verantwortlosen Eltern bzw. Ärzten wenn die Gebärdensprache ablehnen.

Deshalb ist es wichtig die Ärzten sollen das auch aufachten und nicht voreilig beeinflussen CI ist besser usw.., denk mal an das ohne Gerät wie das Kind mit ihren/ seinen Eltern Kommunikation in Kontakt bleiben sollen oder damit klar kommen soll. [wink] [ily]


Techno rulez



Neuling



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Leider habe ich in letzter Zeit keine Zeit gehabt hier zu schreiben aber wenn ihr die folgenden Zeilen lest werdet ihr sehen, dass wir nicht untätig waren ;-)

Ich war nun auch im Miniclub dabei und es war sehr schön. Die Leute dort sind sehr freundlich und helfen uns bei Kommunikationsproblemen mit vollem Einsatz. Unser Sohn hat inzwischen auch begriffen, das die Gebärdensprache eine Art der Kommunikation ist. Wenn ich etwas gebärde, lacht er oft :-) ich glaube er denkt ich mach Faxen. Aber als sich 2 Erwachsene Gl mit Hilfe von Gebärden unterhalten haben hat er (glaube ich) begriffen, das sie sich unterhalten. Genau das ist auch unser erstes Ziel, dass er versteht das die Gebärdensprache eine Kommunikationsform ist.

Zusätzlich können wir ab 21.03. 2013 alle 2 Wochen nach dem Miniclub eine Stunde Familienfrühförderung von einer Gl DGS-Dozentin erhalten. Das freut mich besonders, da wir dort dann als Familie hingehen können. Die Kosten von 25€ pro Stunde sind absolut in Ordnung und das können wir auch finanzieren. Die Dozentin ist übrigens auch meine Dozentin in der Volkshochschule.

Auch von der staatlichen Frühförderung gibt es gute Nachrichten. Ab September haben wir eine Gl Frühförderin, die dann aus der Elternzeit zurück kommt. Das wird dann auch staatlich finanziert. Das Nachfragen und fordern bei der Frühförderstelle hat zum Erfolg geführt. Bis September haben wir auch dort die Möglichkeit einige Einheiten bei einer gebärdensprachkompetenten Lehrerin der Gl-Schule Frühförderung zu bekommen. Ob das im Rahmen der Frühförderung finanziert wird müssen wir noch abklären.

Als Fazit kann ich nun sagen, das es möglich ist seinem Kind eine bilinguale Erziehung zukommen zu lassen. Man muss aber bereit sein sehr viel Zeit, Geduld und Einsatz einzubringen. Außerdem muss ich auch sagen, das wir Glück haben so nahe an einer größeren Stadt zu wohnen. Ich denke auf dem Land ist es noch viel schwieriger.

Übrigens Vorgestern hat er das erste mal gebärdet "Applaus!" Immer wenn er es schaft selbst mit der Gabel zu essen habe ich applaudiert(als Gebärde). Das hat ihm so gut gefallen, das er es auch gebärdet hat..... sein erstes Wort war also weder Mama noch Papa sondern Applaus [applaus] !! ;-)


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Zuletzt geändert von erco am 05.03.2013, 21:42:20, insgesamt 2-mal geändert.

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Hallo Erco, das freut mich - noch ein Tipp, ihr braucht den Kurs zuhause nicht selbst zu bezahlen - stellt einen Antrag beim Sozialamt (einkommensunabhängig!)
Antrag auf einen Haus-Sprachkurs in Deutscher Gebärdensprache nach § 53 Absatz 1 SGB XII - § 54 Absatz - 1 SGB XII – 55 SGBXII Abs. 1und 2 i.V.m. § 16 Nr. 2 EinglHVO über persönliches Budget nach 17 SGB IX


Leider musst ich heute diese Pressemitteilung herausgeben:
http://www.kestner.de/n/verschiedenes/p ... rnahme.pdf

Gruß Karin



Neuling



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Hallo Karin,
das haben wir auch vor. Sobald wir eine Aufstellung der genauen Kosten haben und auch wissen, was uns die Lehrerin eventuell kostet werden wir einen Antrag stellen. Wenn es möglich ist würde ich dich da gerne noch einmal zu Rate ziehen und dir den Antrag dann mal zur Durchsicht zukommen lassen ;-) Wäre schön wenn du dann mal drüber schauen könntest, ob wir irgendwelche groben Fehler drin haben.

Das mit Der TKK ist eine pure Frechheit.... Ich möchte nicht wissen was der Verwaltungsaufwand kostet.. da sind 255,00 € wohl eher peanuts..... Das wäre ja fast was für den Hammer der Woche.... Hmmm welche Sendung war das noch einmal??? Plusminus oder Monitor??? Nein ich habe nachgeschaut ZDF Länderspiegel ;-)


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Ich schaue gern drüber! Kein Problem!
LG
Karin



Neuling



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So nun ist auch geklärt, dass wir für die Förderung die uns die Gl-Schule anbieten kann nichts bezahlen müssen. Das nennt sich "mobiler sozialpädagogischerer Dienst". Ist aber meines Wissens nach eine Besonderheit in Oberfranken, das sie DGS- Förderung bezahlen.
Also wenn sich hier andere Eltern informieren wie man eine bilinguale Erziehung verwirklichen kann..... GEBT NICHT AUF!!!!! Es ist möglich und wichtig!! [super]


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Spitzenmitglied



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Hallo Erco,
das freut mich sehr, dass du mit der bilingualen Erziehung deines Sohnes schaffst.
Ich bin neugierig, wo du die Foerderung bekommst und und welche Stelle das bezahlt.


Hartmut



Neuling



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Bis jetzt ist nur die Familienförderung bei der ev. Gehörlosengemeinde mit 2 mal 25,00 € im Monat ungeklärt. Der Rest wird bezahlt. Sollten die 50,00 € im Monat nicht vom Sozialamt (Eingliederungshilfe) bezahlt werden, werden wir es aus eigener Tasche bezahlen. Wir freuen uns einfach, dass wir überhaupt eine Möglichkeit gefunden haben die bilinguale Erziehung zu verwirklichen. Übrigens seit ca. einer Woche "spricht" unser Sohn nun in der 2. Lallphase ( lalalalal, dadadad, hahababalaladadadede usw. ) Ich denke das ist ein gutes Zeichen. Also auch die Lautsprachentwicklung zeigt Fortschritte. Es geht vorran ;-)


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Ich hoffe das Solzialamt die Kosten übernimmt, sollte die Krankenkasse dies auch Kosten erstattet übernehmen, weil das ein Kind zur Frühförderung braucht.


Techno rulez



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@erco
Dein Bericht zu deinem Sohn und billingualer Erzierung finde ich total interessant. Und es freut mich total, dass es dabei vorwärts kommt. Dein Engagement lohnt sich. :)

Die Akzeptanz der Gebärdensprache kommt gut voran. Ich finde, es ist einfach absurd, dass hörender Kinder gehörloser Eltern mit mehr als 3 Stunden pro Woche in der Lautsprache bekommen, während es für gehörlose Kinder nicht selbstverständlich ist, dass sie genauso viel gefördert werden, in der Gebärdensprache und das obwohl sie meistens kein Umfeld haben, wo überwiegend von Muttersprachlern gebärdet werden. *kopfschüttel*

Eines bin ich mir sicher, dass wenn Kinder DGS angeboten bekommen, dann sie ziemlich viel Motivation bekommen werden, die Lautsprache gut beherrschen zu wollen.

Dir und deiner Familie alles, alles Gute!



Neuling



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Danke!!
Das die Förderung der DGS nicht selbstverständlich ist bei einem Gl Kind ist für mich auch unverständlich. Ob ci oder nicht sollte da erst einmal keine Rolle spielen. Dann wären auch mehr Eltern bereit selbst DGS zu lernen, da bin ich mir sicher.

Gestern haben wir einen Fragebogen zur Hörentwicklung unseres Sohnes ausgefüllt. Der Fragebogen war vom CI-Zentrum: Man sollte beurteilen welche Worte er schon versteht oder ob er bestimmte Worte schon versteht und spricht. Unser Sohn spricht natürlich noch nicht, aber er versteht schon einige Worte... ob er sie durch die CI versteht, oder ob er die Gebärden dazu versteht kann ich natürlich nicht beurteilen. Auf diesem Fragebogen gab es aber leider keine Antwortmöglichkeit: Versteht Wort mit Gebärde.... Wir haben das entsprechend abgeändert und dazugeschrieben. [biglaugh] An solchen kleinen Beispielen sieht man wie ungewöhnlich eine bilinguale Förderung ist. Leider.
Übrigens Wörter ohne Gebärden versteht er keine. (bei vielen Wörtern können wir die Gebärden dazu noch nicht) Das zeigt mir, das wir auf dem richtigen Weg sind.


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hallo Erco..deshalb der Antrag vom CI-Zentrum..scrolle runter bis zum" Kein Ersatz für die Gebärdensprache"
http://www.forumgesundheit.at/portal27/ ... bid=133822


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Neuling



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Schön, das auch einmal ein Mediziner sagt, dass das Cochlearimplantat kein Ersatz für die Gebärdensprache ist. Eine Meinung, die bei Medizinern eher selten ist.


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erco hat geschrieben:
Gestern haben wir einen Fragebogen zur Hörentwicklung unseres Sohnes ausgefüllt. Der Fragebogen war vom CI-Zentrum: Man sollte beurteilen welche Worte er schon versteht oder ob er bestimmte Worte schon versteht und spricht. Unser Sohn spricht natürlich noch nicht, aber er versteht schon einige Worte... ob er sie durch die CI versteht, oder ob er die Gebärden dazu versteht kann ich natürlich nicht beurteilen. Auf diesem Fragebogen gab es aber leider keine Antwortmöglichkeit: Versteht Wort mit Gebärde.... Wir haben das entsprechend abgeändert und dazugeschrieben. [biglaugh] An solchen kleinen Beispielen sieht man wie ungewöhnlich eine bilinguale Förderung ist. Leider.
Übrigens Wörter ohne Gebärden versteht er keine. (bei vielen Wörtern können wir die Gebärden dazu noch nicht) Das zeigt mir, das wir auf dem richtigen Weg sind.

Der Fragebogen zeigt genau, was Audismus bedeutet. Fuer sie ist Sprache immer Lautsprache und bewerkstelligt sich nur durchs Hoeren und Sprechen. Ein Leben mit Qualitaet kann nicht ohne Hoeren und Sprechen gehen, denken sie insgeheim. Sie zeigen ein sehr begrenztes Verstaendnis von Menschlichkeit, wenn sie taube Personen als Menschen minus Hoeren betrachten., statt als vollkommene oder gleichwertige Menschen.

Ist die Befragung von einem neutralen (von der CI Industrie unabhaengigen) Institut? Jede Forschung oder Befragung von einem CI-Institut ist immer suspekt. Erco, lobenswert ist, dass du zusaetzliche Kommentare hineingescchrieben hast. Schade nur, man weiss selten, wie sie auf der anderen Seite aufgenommen werden.


Hartmut



Spitzenmitglied



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erco hat geschrieben:
Gestern haben wir einen Fragebogen zur Hörentwicklung unseres Sohnes ausgefüllt. Der Fragebogen war vom CI-Zentrum: Man sollte beurteilen welche Worte er schon versteht oder ob er bestimmte Worte schon versteht und spricht. Unser Sohn spricht natürlich noch nicht, aber er versteht schon einige Worte... ob er sie durch die CI versteht, oder ob er die Gebärden dazu versteht kann ich natürlich nicht beurteilen. Auf diesem Fragebogen gab es aber leider keine Antwortmöglichkeit: Versteht Wort mit Gebärde.... Wir haben das entsprechend abgeändert und dazugeschrieben. [biglaugh] An solchen kleinen Beispielen sieht man wie ungewöhnlich eine bilinguale Förderung ist. Leider.
Übrigens Wörter ohne Gebärden versteht er keine. (bei vielen Wörtern können wir die Gebärden dazu noch nicht) Das zeigt mir, das wir auf dem richtigen Weg sind.

Der Fragebogen zeigt genau, was Audismus bedeutet. Fuer sie ist Sprache immer Lautsprache und bewerkstelligt sich nur durchs Hoeren und Sprechen. Ein Leben mit Qualitaet kann nicht ohne Hoeren und Sprechen gehen, denken sie insgeheim. Sie zeigen ein sehr begrenztes Verstaendnis von Menschlichkeit, wenn sie taube Personen als Menschen minus Hoeren betrachten, statt als vollkommene oder gleichwertige Menschen.

Ist die Befragung von einem neutralen (von der CI Industrie unabhaengigen) Institut? Jede Forschung oder Befragung von einem CI-Institut ist immer suspekt. Erco, lobenswert ist, dass du zusaetzliche Kommentare hineingescchrieben hast. Schade nur, man weiss selten, wie sie auf der anderen Seite aufgenommen werden.

Es sollte nicht allein argumentiert werden, dass Gebaerdensprache tauben Kindern, auch den CI-Traegern hilft. Das ist sowieso Tatsache! Es ist kriminell, dagegen zu argumentieren und Entscheidungen zu faellen. Wichtiger ist zu erkennen, dass die Gebaerdensprache einfach da ist, um gebraucht und gepflegt zu werden, vor allem von tauben Personen. Nicht dass taube Personen Gebaerdensprache brauchen, sondern Gebaerdensprahe braucht taube Personen.


Hartmut



Rote Karte!
Rote Karte!



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Die Familie User erco, - Hörende Eltern mit sh/gl Kind -
sie hat richtig sofort (frühzeitig) blitzschnell reagiert und gehandelt.
Sie hat nicht abgewartet.
Sie bauen das "Sprungbrett" (CI und Frühförderung und Gebärdensprache) aus -
damit ihr Kind in die sprachliche Welt der Hörenden kommt und
in der Hörenden-Welt weiterkommt (=nicht unter die Räder kommt).

Das ist genau die Methode, gl Schulkinder in den Regelschulen zu bringen,
damit sie in der Hörenden-Welt sicher bewegen können und die
Barrieren locker überspringen können.
____



Neuling



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Danke Yak!
Das wir uns so entschieden haben war für uns klar. Viele andere Eltern denken anders, leider. Am Samstag war die Lehrerin der Gl- Schule da und es war wirklich super!! Ich freue mich schon auf die Förderung!!
Sie hat gesagt das es sehr selten ist, das Eltern die ein Gehörloses Kind haben DGS lernen wollen. Ich selbst habe auch die Erfahrung gemacht. Woran das liegt kann ich mir nicht erklären.....
Immer wenn ich mich mit Menschen unterhalte, die nicht betroffen sind dann sagen mir diese Menschen, dass man DGS lernen sollte. Wenn ich mich aber mit betroffenen Menschen unterhalte, sagen die Meisten das sie keine Gebärden lernen wollen. Ich weiß nicht, woran das liegt. Ich denke oft wird auf eine "heilung" gehofft.....


Mein Kind kann Alles, nur mit dem Hören hat es Probleme



Spitzenmitglied



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Das zeigt gerade den Audismus, die Besessenheit des Hoerens und Sprechens! Man will nicht einsehen, dass ohne Hoervermoegen auch menschlich gehen kann und eine andersgeartete Menchlichkeit hervorbringt.

Die allgemeine Oeffentlichkeit ist nicht gegen die GS. Die Machhthabenden entscheiden trotzdem anders. Das macht das Anliegen wirklich politisch.


Hartmut



Moderator & Einstein & "Tante Emma"´09
Moderator & Einstein & "Tante Emma"´09
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Zitat:
...die Machthabenden...

Das trifft exakt auf den Punkt, wenn es um hörende Pädagogen, Ärzte etc. geht. Unsere Erfahrungen und Fähigkeiten finden bei denen leider kein Gehör, wir sind nur eine "ungebildete", umzuerziehende Minderheit, die man aus der Sicht der "Experten" aus der Isolationsglocke helfen und wie einen Hund "dressieren" muss, sich an die hörende Umwelt anzupassen.

Hörende Eltern sind den Ratschlägen und Anweisungen der hörenden Fachleute natürlich aufgeschlossener, als wenn diese von den betroffenen Gehörlosen selbst kommt. Die Welt und das Leben Gehörloser ist denen, die nie mit Hörbehinderte zu tun gehabt haben, ein Buch mit sieben Siegeln.
Wenn ein Arzt oder Pädagoge ihnen sagt, dass Gebärden schädlich für das Kind sind oder sich nicht gehören, werden die Eltern dies eben verinnerlichen. Aus Verzweiflung oder Unkenntnis, und weil sie das Beste für ihr Kind wollen, lassen sich viele hörende Eltern ihren Lebensablauf und das ihres Kindes leider eben von den Experten vorschreiben.


Dass mir der Hund das Liebste sei,
sagst du, o Mensch, sei Sünde?
Der Hund blieb mir im Sturme treu,
der Mensch nicht mal im Winde.



Neuling



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Wir haben uns nach der Diagnose auf vielen verschiedenen Internetseiten informiert. Auch in einigen Foren haben wir nachgelesen. Uns waren vor Allem Berichte von Betroffenen wichtig.... wer weiß besser Bescheid über Gehörlosigkeit als ein Gehörloser? Diese Seite fand ich sehr interessant:

http://www.wir-gehoerlosen.de/

Ich kann nur allen Eltern empfehlen sich nicht nur von Medizinern, Pädagogen und sogenannten Fachleuten informieren zu lassen. Sondern auch auf Erfahrungsberichte Betroffener zurück zu greifen.

Auch Frau Kestner macht hier eine sehr gute und wichtige Arbeit. Ohne ihre Internetseite und Bücher aus ihrem Verlag hätten wir uns vielleicht nicht für den bilingualen Weg entschieden. An dieser Stelle ein Dankeschön dafür.

Auch der DGB hat einige sehr interessante Broschüren veröffentlicht.


Mein Kind kann Alles, nur mit dem Hören hat es Probleme



Spitzenmitglied



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Gerne! :-)
Ich glaube, dass (wenn man so viele Menschen und deren Probleme kennengelernt hat) man gar nicht anders kann, als alles zu veröffentlichen, damit es viele zu lesen bekommen. Ich freue mich dann auch immer, wenn mal ein Dankeschön kommt. :-) Denn an den Berichten und Veröffentlichungen auf der Seite - auch den Kämpfen mit den Eltern für die Kinder, verdiene ich nichts. Es ist ein kostenloses Angebot, das ich so gut ich kann erfülle. Es kostet mich allerdings auch Nerven und Kräfte und ich kann in dieser Zeit dann eben kein Geld verdienen.

Auch diese Tagung zu organisieren, http://www.kestner.de/n/verschiedenes/p ... 013.htm#16 ohne Zuschüsse und Hilfe von außen, ...ist ein Angebot, dass ich nicht im eigenen Interesse durchführe, sondern für die Eltern und Kinder.

Viele Grüße
Karin



Rote Karte!
Rote Karte!



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Zitat:
von Hartmut: Das zeigt gerade den Audismus,
die Besessenheit des Hoerens und Sprechens!
Man will nicht einsehen, dass ohne Hoervermoegen auch menschlich gehen kann und
eine andersgeartete Menchlichkeit hervorbringt.
Die Machhthabenden entscheiden trotzdem anders.

Das ist total Taubismus - eine sehr enge Sichtweise - nur für Taubismus-Kultur.

Audismus, Besessenheit und Machthabende - wie lächerlich und albern!
das sagt gern User Hartmut aus USA.
Da ist er sehr widersprüchlich!
Er hat eine hörende Ehefrau (Dolmi) zur Seite!

Menschlich ist - alles dran setzen, dass die gehörlos geborenen Kinder
bestens gefördert werden und das SPRECHEN lernen.
Wenn das geht - ist es dann UNABDINGBAR!
Je früher desto besser!
In die Gebärden kommen die gehörlos Geborenen immer immer, weil natürlich -
und die Eltern (Familie erco) haben gelernt mit Gebärden das SPRECHEN zu unterstützen.
Das ist tausendmal besser als ohne Gebärdenunterstützung.

Manche Hörende Eltern gut willens würden Gebärden lernen -
wegen verschiedenste Umstände lassen sie es sein
und verlassen sich auf die pädagog. Fachleute.
Schlecht beraten sind sie da auch nicht.

Auch gehörlose Eltern wollen ihre gl Kinder in der HD-Welt weiter kommen sehen.
Gl Erwachsene müssen im Beruf mit Chefs und Meister sprechen können.
___



Spitzenmitglied



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@Ronco,
ja, die Macht ist leider wo der Schluessel liegt.

Man unterhaelt eine bestimmte Auffassung, was in einer freiheitlichen Demokratie in Ordnung ist.

Aber fuer eine Entscheidung braucht man Macht. Die ENT verneinen, sie uebten eine Macht aus, aber gaeben nur "Informationen" zur Entscheidungsfindung. Aber sie haben ja die Macht, nur eine bestimmte Information zu geben. Ihre audistische Einstellung verleitet sie, nur einseitige Information zu geben und dadurch die Entscheidung zu beeinflussen. Ihre Ausbildung hat ihnen keine Provision fuer das Kennenlernen des Taubseins als eine ebensogute Lebensform und fuer die Relativierung des Wertes des Hoerens bereitet.

Die Machthaber machen es schwer, unseren Einfluss geltend zu machen.


Hartmut



Spitzenmitglied



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@Hartmut,

immer nur den angeblichen "Machthabern" die Schuld an der einseitigen Beratung zu geben,
ist sehr bequem.
Wenn man von Machthabern spricht, dann gibt es auch Ohnmächtige auf der anderen Seite!
Warum gibt es von dieser anderen Seite, der "Taubengemeinschaft"
keine kompetenten Beratungsangebote für hörende Eltern mit hörbehinderten Kindern?

Was macht hier der DGB?

Gibt es in dieser Hinsicht Initiativen von den oft genannten Hochschulinstituten in Hamburg, Berlin und Magdeburg?

Von dort kommen sozusagen am laufenden Band Deaf Studies Absolventen (BA, MA).
Von ihrer Ausbildung her wären diese Leute sicher sehr gut geeignet, eine Elternberatung durchzuführen.

Warum kommt es nicht dazu?

Diese Fragen muss man sich heute zuerst stellen, bevor man immer nur der anderen Seite die Schuld an der Beratungs-Misere gibt.

Wer nicht im Mikro-Kosmos des Taubseinsdaseinslebens bleiben will, dem bleibt heute nur Eines -

CI plus GS!


Pyros



Spitzenmitglied



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Kofos oder RehaCare oder andere Veranstaltungen könnten noch mehr davon zeigen. Mehr Infos zur Mut fassen. Öffentlichkeit klar machen.


Techno rulez



Neuling



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@Pyros:

Hier bietet der DGB schon einiges an.
http://www.gehoerlosen-bund.de/dgb/inde ... 29&lang=de
Man muss natürlich viel lesen. Beratungsstellen wo man persönlich beraten wird gibt es weniger, aber wenn man will ist vieles Möglich. Es gibt auch wirklich gute Bücher.
Hartmut hat schon recht, wenn er sagt die üblichen Beratungsstellen (Frühförderstellen sind oft auch Beratungsstellen und die haben oft eine sehr dünne Personalausstattung) beraten eher nicht in Richtung Gebärdenspracherwerb. In den Krankenhäusern, in denen die Gehörlosigkeit diagnostiziert wird, wollen sie auch das CI "verkaufen".
Ich habe in der Entscheidungsphase für oder gegen das CI und für oder gegen die Gebärdensprache sehr, sehr viel Zeit damit verbracht mich zu informieren. Meine Frau natürlich auch. Manche Eltern wollen oder können diese Zeit nicht aufbringen und lassen sich dann eventuell nur von den "üblichen" Beratungsstellen informieren. Was dann oft zur Entscheidung pro Ci und contra DGS führt.
Ich muss aber auch ehrlicherweise sagen, uns hat weder in der Klinik noch in der Beratungsstelle jemand abgeraten den bilingualen Weg zu gehen. Aber wirklich geholfen wie wir das umsetzen können wurde uns auch nicht. Erst nachdem wir nachgehakt und uns selbst bemüht haben ging es vorran. Nun muss ich sagen unser Sohn ist unser erstes/einziges Kind, wenn man drei oder vier Kinder hat, hat man diese Zeit dann auch nicht unbedingt zur Verfügung.


Mein Kind kann Alles, nur mit dem Hören hat es Probleme



Rote Karte!
Rote Karte!



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@erco,
Zitat:
Wer nicht im Mikro-Kosmos des Taubseinsdaseinslebens bleiben will,
dem bleibt heute nur Eines -
CI plus GS!

Mikro-Kosmos des Taubseinsdaseinsleben - das ist der grösste Traum von Hartmut. :-)

Der Senior Hartmut aus USA hat einen hörenden Sohn!!!
Im Alters-Fall hilft dieser hörende Sohn ihn und seine hörende Mutter (ist Dolmi).
Ohne Sprechen geht es nicht!

Warum sollen die Gehörlosen das Sprechen nicht lernen???
Immer Abhängig sein von Dolmis/ Kommunikation-Assis/ TaubeDolmis/ GL-Vereine/
Gebärdenfilmer (GL können nicht lesen)/ und und ...
Wohl dem, dem es gut gefällt.

erco, viele Gehörlosen können sprechen - auch welche bis sehr gut!!!
Sie können gut Mundabsehen.
Sie können gut Deutsch schreiben - gut mit Hörenden verständigen
die Beispiele:
- die Bloggerinnen Julia Probst / Judith Göller / die Lehrerin Maike Stein (alle mit CI)
- Hewritesilentblogger
- und viele unbekannte GL

Einige User hoffen sehr, die Gl-Sprache / DGS sollt ihr zur "Muttersprache" für dein Bubele machen.
Für sie zählt allein das Taubseindaseinsleben. :-)
____




 Hörende Eltern mit sh/gl Kind und Gebärdensprache





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