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 Gleichstellungsgesetz - bilinguale Ausbildung wie einfordern


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Neuling



offline
Hallo Yakamoz, :D

Zitat:
das ist Neuland, das was dir beruflich vorschwebt.
Du muss es selbst mit den Verbandspolitisch-Erfahrenen und den
Taubsein-Ideengebern von der Hamburger Uni erarbeiten und durchkämpfen!
Du muss deinen Erfolg selbst schmieden!

Irgendwas versteh ich hier nicht. Was?

Ich hab Euch GL immer so verstanden:
Eine Eurer Forderungen ist, dass die Ausbilder DGS-kompetent sein müssen. Stimmt?
Als 2002 im Gleichstellungsgesetz die DGS anerkannt wurde, wurde auch ein Zeitrahmen gesetzt, bis wann diese DGS-Kompetenz von den Lehrern / Ausbildern erreicht werden sollte: 2008.
2008 ist aber JETZT - dieses Jahr. hmm

Meine Fragen weiter oben im Thread waren ausschliesslich: Was habt IHR (du und die anderen GL) bisher getan / schon erreicht, damit diese Forderung von den Hörenden Beamten / Regierung usw ernst genommen wird?

Ich bin nur hier - und will ausbilden. Aber ich gelte als Hörende. Ich hab hier gar nix zu fordern. Denn ich werde hier nicht diskriminiert.

Meine Folgerung: Wenn IHR (die GL-Gemeinschaft) nicht gemeinsam Euer Recht einfordert auf bilinguale Erziehung - Schule - Ausbildung - Weiterbildung ...usw, dann wird die hörende Regierung (Politik, Verwaltung, Beamte usw) nichts machen.

Wenn Ihr (die GL-Gemeinschaft insgesamt) den Einsatz von DGS-kompetenten Lehrern / Ausbildern ernsthaft wollt, müsst Ihr das auch ernsthaft und deutlich vernehmbar.....oft-oft wiederholt einfordern.

Andererseits: Wenn Ihr (die GL-Gemeinschaft insgesamt) solche Forderung nicht stellt, wird sich nichts ändern.

Die Hörenden haben ein Sprichwort: "Wo kein Kläger ist, da ist auch kein Richter!"....
Hier auf diese Situation bezogen heisst das: Auch wenn ein sinnvolles Gesetz da ist, muss der diskrimierte Mensch die Einhaltung des Gesetzes einklagen. Kläger kann in dieser Situation aber nur ein (oder viiiiele !!) gl Menschen sein. Denn nur die GL als Gemeinschaft und der einzelne gl Schüler / Auszubildener wird hier diskriminiert.


Sicherlich ist es hilfreich, wenn der Deutsche Gehörlosenbund sich dazu äussert.
Aber ich frage mich: Wo sind die vielen Demonstrationen vorm Berliner Roten Rathaus, dass GL die bilinguale Ausbildung einfordern? In Berlin gibt es 6000 GL - das wäre eine grosse-laute Demo, die viel Platz braucht. Wo sind die vielen Beschwerdebriefe an die gesamt-deutsche Zeitungs-Presse und die bundesdeutschen Politiker, dass Ihr GL die bilinguale Ausbildung einfordert? 6.000 Berliner Beschwerdebriefe würden die Posteingänge der Redakteure und Politik-Beamten ziemlich verstopfen - aber wenn alle 80.000 deutschen GL sich öffentlich beschwerden, hat der bundesdeutsche Verwaltungs-Apparat noch viel mehr zu tun! Schickt doch pro Person so täglich ca ein bis 2 Faxe an eine Regierungsstelle Eurer Wahl - dann haben die Verwaltungs-Beamten schön was zu tun. [wink]
Wo sind die vielen Eingaben in den Petitionsausschuss? Wer von Euch hat grosse Anfragen in den regionalen Regierungsebenen gestellt? (In Berlin müssen "grosse Anfragen" öffentlich beantwortet werden, die Fragenden können bei der Bezirksversammlung / Abgeordnetenhaus usw teilnehmen).

Darum war meine Frage: Was tut Ihr in den allgemeinen GL-Treffen Eurer Region? Habt Ihr KOFO´s zum Thema? Habt Ihr Interesse, solche Beschwerdebriefe zu schreiben? Wollt Ihr die Anliegen des Deutschen GL-Bundes unterstützen? Würdet Ihr zu ner Demo kommen? Welche Art von Initative würdet Ihr am meisten unterstützen?

Ich selbst kann nur: Hier sein. Ich kann auf meine Beobachtungen aufmerksam machen, Fallbeispiel geben, ja. Aber ich habe keine Rechte, etwas einzufordern. Denn nicht ich werde hier diskriminiert.

Mit meinen Möglichkeiten habe ich versucht, die früher erdachte Forderung nach DGS-kompetenten Ausbildern zu erfüllen. Das scheint etwas zu sein, was die GL-Gemeinschaft aber offenbar doch nicht so sehr will, wie sie immer behauptet hat. Oder irre ich mich?

lg von biene63



Spitzenmitglied



offline
6000 Taubstummen? Davon 5980 verstehen über dieses G-Gesetz nichts!
Das ist berlinerisches Bier (Problem)!

Einst hat eine Ministerin gesagt: "Wir brauchen das Gleichstellungsgesetz nicht!"
Das habe ich per Dolmetscherin mitbekommen!



Spitzenmitglied



offline
@biene63,
es ist sehr schwierig fuer taube "Verbandspolitiker" in Berlin (und auch anderswo) politisch wirkungsvoll zu erreichen, da sie keine oder wenig Erfahrung sowie Kenntnisse in politischen Verhaeltnissen haben. Alle Macht haben Hoerende inne und sie schirmen sich recht wirkungsvoll gegen alle Einmischungen und Attacken von der Taubseinsgemeinschaft ab. Z.B. die Schuldirektoren wuerden nie mit tauben Verbandspolitikern ueber die personellen Einstellungen und alle anderen Schulsachen reden. Diese lassen sich auch selten in der Taqubseinsgemeinschaft sehen. Keine tauben Vertretern sind in den Aufsichtsgremien der Schulen oder in den Ministerien vertreten. Ausserdem haben taube Menschen wenig Zugang zur Media, um wirkungsvoll Einfluss auf die Oeffentlichkeit ausueben zu koennen.


Hartmut



Rote Karte!
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biene63 hat geschrieben:
ich hab Euch GL immer so verstanden:
Eine Eurer Forderungen ist, dass die Ausbilder DGS-kompetent sein müssen. Stimmt?
Als 2002 im Gleichstellungsgesetz die DGS anerkannt wurde, wurde auch ein Zeitrahmen gesetzt,
bis wann diese DGS-Kompetenz von den Lehrern / Ausbildern erreicht werden sollte: 2008.
2008 ist aber JETZT - dieses Jahr. hmm


Du hast es sehr gut erfasst und die richtigen Fragen gestellt!

Hier gibt die "TAUBEN-ELITE" die Marschrichtung,
die Forderungen und die die Klagen zum Besten.

Die "Tauben-Elite", was macht sie?

Sie versteckt sich hinter wortreiche Erklärungen.

Sie scheint total fixiert am "AUDISMUS".

Die Gallaudet-Hörigkeit und die Ratschläge von Hartmut aus Amerika
haben zur Abgrenzungs-Mentalität sehr gute Arbeit geleistet.

Siehe auch das Thema: Taube von tauber Eltern vs (versus=gegen)...


Eine schulpolitische Sache wie in deiner Angelegenheit obliegt den qualifizierten Verbands-Tauben.
Da sind der Dt. Gl. Bund, Berl. Gl.-Verband, die Uni-Tauben, etc. ... zuständig. lg //yz
--



Neuling



offline
Hallo Hartmut,

danke für Deinen Beitrag. :D

Zitat:
es ist sehr schwierig fuer taube "Verbandspolitiker" in Berlin (und auch anderswo) politisch wirkungsvoll zu erreichen, da sie keine oder wenig Erfahrung sowie Kenntnisse in politischen Verhaeltnissen haben. Alle Macht haben Hoerende inne und sie schirmen sich recht wirkungsvoll gegen alle Einmischungen und Attacken von der Taubseinsgemeinschaft ab. Z.B. die Schuldirektoren wuerden nie mit tauben Verbandspolitikern ueber die personellen Einstellungen und alle anderen Schulsachen reden. Diese lassen sich auch selten in der Taqubseinsgemeinschaft sehen. Keine tauben Vertretern sind in den Aufsichtsgremien der Schulen oder in den Ministerien vertreten. Ausserdem haben taube Menschen wenig Zugang zur Media, um wirkungsvoll Einfluss auf die Oeffentlichkeit ausueben zu koennen.

Ich erahne aus Deinem Posting diverse Wünsche. Bitte lass mich wissen, ob ich richtig verstanden hab. Was?

- Ist es richtig, dass GL zwar gerne ihre Rechte ausüben möchten, aber nicht wissen, wie das geht? Weil diese Rechte so formuliert sind, dass nur Hörende den Inhalt verstehen?
- Ist es richtig, dass GL sich Begleitung / Patenschaft durch DGS-kompetente Hörende wünschen, damit solche Rechte wie "Gleichstellungsgesetz" den GL erklärt werden, die GL sinnvolle Info in DGS erhalten?
- Ist es richtig, dass GL sich von den DGS-kompetenten Hörenden wünschen, gute Infos zu erhalten - aber danach sollen sich die gleichen Hörenden wieder zurückziehen, damit die GL alleine entscheiden können?

@All: Sollten diese Wünsche so zutreffen, hab ich hier erste Ideen. Bitte sagt mir Bescheid, ob Ihr Euch vorstellen könnt, von solchen Vorschlägen etwas umzusetzen:
- KOFO Thema "Gleichstellungsgesetz - wie einfordern?" Begleit-Themen: Welche Möglichkeiten gibt es? Wer ist zuständig?
- KOFO Thema "Gleichstellungsgesetz - Welche alltäglichen Rechte können damit eingefordert werden?" ...also: Wofür ist dieses Gesetz dienlich, wenn man es anwendet und einfordert?
- KOFO Thema "Regierung - Politik - Verwaltung - Bürgerrechte" Wie kann ein Bürger die eigenen Rechte einfordern. Welche Möglichkeiten gibt es: Auf Wahlkreis-Ebene, auf Landesebene, auf Bundesebene? Was bedeutet "Petitionsausschuss?"
- KOFO Thema "Gebärdensprachler engagieren sich für die Gesellschaft" Wie kann Presse und TV unterstützen? Zusammenarbeit mit Journalisten - welche Möglichkeiten gibt es?
- KOFO Thema "Gebärdensprach-Gemeinschaft - was bedeutet das?" Unterthemen: Welche Wünsche haben GL an DGS-kompetente Hörende? Welche Grenzen / Höflichkeiten soll es geben?

Nach den diversen KOFO´s Aufbau von Arbeitsgruppen, zum Beispiel:
- Entwickeln von sinnvollen Textvorlagen, die wegen Beschwerde bei der Regierung gut passend sind. Könnte man in Taubenschlag und in die regionalen GL-Clubheime geben. Dann kann jeder GL sich das mitnehmen / runterladen und braucht nur mit Name-Adresse ausfüllen und FAX schicken.
- Entwckeln von Ideen, die für DEMO´s geeignet sind....Wenn GL als Menge gebärdend durch die Gegend laufen und ein bisschen Krach machen, dann ist das für Hörende schon ziemlich verblüffend! Viele Hörende wissen ja bis heute nicht, was "Gebärdensprache" überhaupt bedeutet. Mir sagen Hörende oft von sich selbst: "Ja, also ich mache viele Gesten, da mach ich ja auch Gebärdensprache!"
- Gibt es schon eine Art "Gelbe Seiten" wegen DGS-kompetenter Hörender, die in bestimmten Bereich qualifiziert sind und entsprechend ansprechbar? Wenn nicht: Arbeitsgruppe gründen, um solchen Erfahrungspool zu sammeln und gezielt abrufen zu machen! Solche Leute wie: Erzieher, Lehrer, Therapeuten, Ärzte, Verwaltungsbeamte, Politiker, Rechtsanwälte, Sporttrainer, Sozialarbeiter, Verkäufer, Pfarrer, Handwerker, Krankenschwester, Grafiker. hmm, die Hörenden Teilnehmer in den DGS-Kursen haben in der Regel irgendwie nen Beruf. Seid Ihr interessiert am Kontakt zu diesen hörenden Leuten? Habt Ihr Kontakte zu den DGS-Schulen, damit die Dozenten Euch sagen können, welche Branchen und Qualifikationen im aktuellen Kurs vertreten sind? Wenn nicht: Arbeitsgruppe gründen! Ach so: Deafbase.de meine ich übrigens nicht. Ich meine einen Qualifikations-Pool DGS-kompetenter Hörender, die gezielt ansprechbar sind. Bei deafbase.de erlebe ich alles hörend-gl-sh vermischt.
- Arbeitsgruppe "Rechte aufgrund des LGG ableiten und einfordern"

Ich schlage vor: Ein gl Mensch und ein hd Mensch tun sich als Mini-Team zusammen, erarbeiten Texte usw. Und in regelmässigen Abständen (ca monatlich oder so) treffen sich diese Mini-Teams zur grösseren Arbeitsgruppe um ihre verabredeteten Ziele neu abzustecken, auch um sich über erreichte Erfolge zu freuen.

Aus meiner Sicht ist wegen solcher Arbeits-Teams auch diese Frage zu klären: Welche Wünsche haben GL an DGS-kompetente Hörende, wie sie sich im Beisein von anderen hörenden Lautsprachlern verhalten sollen? Ist der GL dennoch in der Pflicht sich einen Dolmi organisiert zu haben oder soll der "eigentlich Hörende" mal eben auf die Schnelle übersetzen? Soll der DGS-kompetente Hörende sich im Kontakt mit Lautsprachlern als ebenfalls gl ausgeben, damit diese Lautsprachler nicht mitkriegen, was los ist? Fazit - Welche Wünsche haben die GL: Wann sollen DGS-kompetente Hörende "hörend" wirken und wann sollen sie "gl" wirken? ...und warum?

Was haltet Ihr von solchen Ideen? Sind sie gut - warum? Sind sie schlecht - warum? Was kann an den Vorschlägen wie verbessert werden?

lg von biene63



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Hartmut,
es hat sich schon in Berlin bewegt! An der Humboldt-Uni wird das Studienfach Gebärdensprachpädagogik angeboten, in dem die Kenntnisse der Gebärdensprachen nachgewiesen werden müssen, im Vergleich zu früher. In der Gl-Schule ist bilingualer Unterricht vorhanden, die Macht gehört nicht überall den gebärdensprachunkundigen Hörenden. Es gibt auch am 4./5. April ein Treffen der bilingualen Arbeitsgruppe an der Humboldt-Universität. Es ist eine positive Entwicklung nach dem Gleichstellungsgesetz für Berlin aus dem Jahr 1999! Auch wenn es da nicht ganz goldig ist. Das ist aber das einzige Gleichstellungsgesetz bundesweit, wo die Schulpolitik auch behandelt worden ist.

All, in allen anderen LGG und BGG ist vielmehr der Zugang zu Informationen, öffentlichen Stellen und die Teilhabe/Barrierefreiheit das Thema. Hier ist die Schulsache als Thema in diesen Gesetzen ausgeklammert worden.

Vielleicht müssen sich die Diskriminierten auf das Benachteiligungsverbot im Grundgesetz und AGG berufen, das würde zum Fall von Biene63 passen, wenn es kein Interesse an der Anstellung bei der OTA gibt und es den Verdacht gibt, dass es hier evtl. eine Benachteiligung gibt. Aber das müsste man ja dokumentieren können und zum Anwalt gehen. Für das AGG gibt es keine Verbandsklagerecht.

Hingegen ja in den LGG! Ich weiss nicht, ob es im LGG von Berlin auch Verbandsklagerecht gibt. Im Falle des Beispiels Biene63 könnte der Landesverband Berlin die OTA verklagen, wenn es immer noch nicht mit Gebärdensprache zugeht und die gebärdensprachkompetenten Bewerber nicht aufgenommen werden. Das heisst, die OTA würde die Kommunikationsbarrieren, sprich Diskriminierungen, an gehörlosen Schülern zulassen. Diese Schulen gehören ja zu den Trägern öffentlicher Gewalt. Ich hoffe es, mit kleinen und konkreten Schritten geholfen zu haben.



Neuling



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Hallo,
ich hab keine der Antworten gelesen, möchte nur kurz auf die Frage eingehen. Ich weis nicht wie es in anderen Bundesländern aussieht und kann nur von hier berichten.
Wenn man in München an der LMU Gehörlosenpädagogik studiert und hinterher als Lehrer arbeitet, sind NUR drei Gebärdensprachkurse vorgeschrieben. Studiert man Schwerhörigenpädagogik, dann ist nur EIN LBG-Kurs vorgeschrieben. Diese 'Lehrer' werden dann auf die Schüler losgelassen, aber natürlich ist alles korrekt und sie bestens ausgebildet [roll]


Nobody is perfect~



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@Pebbles: Hallo. Mein Vorschlag: Diskutiere mit Frau Prof. Dr. Annette Leonhardt über diese Missstände [british]



Spitzenmitglied



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Zitat:
Wenn man in M�nchen an der LMU Geh�rlosenp�dagogik studiert und hinterher als Lehrer arbeitet, sind NUR drei Geb�rdensprachkurse vorgeschrieben. Studiert man Schwerh�rigenp�dagogik, dann ist nur EIN LBG-Kurs vorgeschrieben. Diese 'Lehrer' werden dann auf die Sch�ler losgelassen, aber nat�rlich ist alles korrekt und sie bestens ausgebildet rolleyes.gif


[biglaugh] Wem sagst du das? Im September l�sst man mich so auf die
Sch�lerlein los, aber ich habe gar keine Zweifel an meinem Studium,
denn die LMU ist doch eine herausragende Elite-Uni, auch wenn ich nur einen einzgen DGS-Kurs besucht habe... [british]



Zuletzt geändert von Calva am 28.02.2008, 22:09:19, insgesamt 1-mal geändert.

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Hartmut,
Zitat:
es ist sehr schwierig fuer taube "Verbandspolitiker" in Berlin
(und auch anderswo) politisch wirkungsvoll zu erreichen,
da sie keine oder wenig Erfahrung sowie Kenntnisse in
politischen Verhaeltnissen haben.


???????
???????
???????

... taube "Verbandspolitiker" in Berlin und auch anderswo ...
die sind nach dieser Lesart also
nicht kompetent/ überfordert/ schwach/ evtl. nicht klug genug/
finden im Paragrafenirrgarten keinen Ausgang ... ???

Und Ulrich Hase, Gerlinde Gerkens, Alex. Meyenn, und die vielen anderen
seligen und lebenden Gehörlosen-verbandspolitisch-Tätigen haben keine Ziele erreicht???

Auf wen setzt der Hartmut seine großen Hoffnungen
auf einen perfekten Deafhood-Taubenschlag?
Auf bengie (Frontrunner-Mittelstürmer) und berenice (Cheerleaderin)???

Es mag bequem sein sich ihn zum Mentor zu haben und
dafür dessen Ratschlägen nicht zu widersetzen?

Wir hier sind hier und hier jetzt!
Amerikanisches, das ist Pudel und Microwelle/ Hollywood/ Las Vegas/
die Route 66/ Subprime-Krise/ Geierfonds -eben reine ami-Spielart. ;-)) --- //yz
--



Neuling



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@ Calva
Dir dann erst mal ab September viel Spaß mit den kleinen Monstern :D
Natürlich ist die LMU super und ab dem nächsten Semester wird der Studiengang auch ein Modellstudiengang und du hast hinterher nen Master mit 300 ECTS.
Das Studium ist toll und man kann viel rausholen, allerdings finde ich das zu wenig Gebärdensprache, nicht zu wenig um womöglich gut Unterrichten zu können, aber zu wenig um die Kinder optimal fördern zu können.
Ich kenn nur zwei Dozentinnen aus dieser 'Abteilung' und beide hatten meiner Meinung nach ne komische Einstellung. Die eine super kompetent im theoretischen Bereich, ist wohl aber schon länger nicht mehr aus der Uni raus gekommen. Die Andere ist mir viel zu überheblich und die hat früher Unterrichtet (absolut unsympathischer Mensch!!!)
Naja aber das tut jetzt hier nichts zur Sache.
Es geht ja nur darum, dass jeder meckert über die Unterrichtsformen für groß und klein, nur das sind meiner Meinung nach einfach ein paar Gründe für die Beschwerden! Ganz außen vor gelassen, ob es wirklich für alle besser wäre, wenn sich etwas ändern würde, oder nicht, für die Zukunft gesehen.

Ahja weist du schon wo du hinkommst?


Nobody is perfect~



Spitzenmitglied



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@Pebbies: Ne, du irrst dich ganz sicher nicht, dass man da schon mehr
rausholen könnte, wie z.B. eine ordentliche Anzahl von DGS-Kurse, mehr
kulturelle Bildung im Bereich der Gl-Kultur, etc.
Wow, im nächsten Semester schon ein Masterstudiengang?? Das ging schnell!
Naja, was die Dozenten an der Uni angeht: Naja, solange der Lehrstuhl sich
nicht verändert, wird es wohl noch eine Weile so bleiben und nicht einfach
werden, für Bayern zumindest mehr DGS im Unterricht einzufordern...

Und ja, ich werde erst im August einer Schule zugeteilt.



Spitzenmitglied



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@biene63,
zu allen deinen Punkten stimme ich zu. Alle deine Vorschlaege verdienen Umsetzung. Deine drei ersten Fragen sind mit ja zu beaantworten. Genaueres ergibt sich spaeter im Laufe der Dinge. Keine Frage, dass wir hoerende Allies brauchen. Meistens als Informationsbringer, weil wir selten erfahren koennen, was sich hinter der hoerenden Mauer vorgeht. Jedoch muessen die Allies sich zurueck zu halten wissen, wenn zeitweilig notwendig. Die KOFO-Veranstaltungen und danach Arbeitsgruppen mit den Themen, wie du angibst, sind alle notwendig. Nicht nur diese Vortragsveranstaltungen, sondern auch mehrtaegige Lehrgaenge. Aber nicht zu viele Arbeitsgruppen. Man kann sich in den Arbeitsgruppen zermuerben.

Das Dolmetschen von Nichtdolmetschern kann manchmal notwendig sein. Dies muss begrenzt sein. Die hoerenden und tauben Teilnehmer sollen vorher aussprechen, wie weit der Hoerende dolmetschen kann, damit man nicht in weitere Schwierigkeiten kommt. Man muss die Kommunikationsdynamik gut einschaetzen koennen, um z.B. zu vermeiden, dass der hoerende Gespraechspartner nicht nur mit dem Hoerenden spricht, weil es schneller geht. Der hoerende Gespraechspartner muss auch lernen, wie man mit tauben Aktivisten via Dolmetscher kommuniziert. Die angesprochenen Aemter muessen auch lernen, die noetigen Geldmittel fuer Dolmetscher bereitzustellen, als Teil ihrer gesetzlichen Verpflichtung durch AGG.

Im Grossen und Ganzen sind alle deine Ideen gut. Genaueres wird sich entwickeln.

Dass Dinge sich zum Besseren laufen wird, sehe ich aus dem Beitrag von Voghel. Es gibt ausserdem eine Komitee in Aachen, die eine Grossdemo in Koeln organisiert. Man bekommt gleichzeitig Gelegenheit, Erfahrungen fuer die zukuenftige politische Arbeit zu sammeln.


Hartmut



Mitglied



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Hartmut, wir haben hier moderne Gesetze, es sind unsere Bürgerrechte, die der Staat uns gegeben hat! Es ist das eine, über Audismus zu forschen und zu schreiben, das andere, die Gesetze in der Hand zu wissen und damit zu kämpfen! Das hilft gemein viel weiter und ist auch dem Ziel förderlich, den gesellschaftlichen Audismus zu verringern! Die Behindertenbewegung ist in Deutschland ein geachteter Partner der Regierungen und Behörden, es müsste noch mit der Umsetzung besser klappen! Schliesslich haben wir noch die UN-Konvention, die in Deutschland ratifiziert werden muss.

Biene63, es wäre gut, wenn du das Wissen auch aufzeigst, wie wir rechtlich vorgehen können. Viele tauben Menschen kennen sich wirklich nicht gut aus, wie sollen sie auch, wenn sie die Gesetze nicht in DGS übersetzt bekommen?! Unsere Landesverbände haben wirklich sehr viel zu tun, als sich mit den Gesetzen zu befassen und immer wieder über die Gesetze aufzuklären, die Ministerien haben eigentlich die Verpflichtung, weil es zum Staat gehört, und nicht zu den Interessenvertretungen, klaro?! Daher könnte sich auch die Frage nach der Diskriminierung in diesem Punkt stellen!

Ich weise nochmals auf meine Feststellungen aus 12 Punkten vom 18.2., habe so viel da aufgeschrieben. Vielleicht könnten wir erstmal alle Punkte und andere wichtige Gedanken auflisten. So können wir gemeinsam einen Artikel veröffentlichen! Ich favorisiere die kleinen Schritte, es kann sich als eine gute Perspektive für die anderen aufbieten, an den Verbesserungen mit zu kämpfen! Wenn sie wissen, wie die Diskriminierungen im konkreten aussehen und wie sie sich wehren können! Auch deine Ideen und die von Hartmut sollen miteinfliessen! Übrigens lässt sich das Wort "Aliens" auf Deutsch in "Verbundete" oder "Partner" übersetzen?!



Neuling



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Hallo Voghel,

Zitat:
Biene63, es wäre gut, wenn du das Wissen auch aufzeigst, wie wir rechtlich vorgehen können. Viele tauben Menschen kennen sich wirklich nicht gut aus, wie sollen sie auch, wenn sie die Gesetze nicht in DGS übersetzt bekommen?!

Okay, kann ich versuchen - aber WEM soll ich dieses Wissen aufzeigen - und WO / innerhalb welcher Situation?

Beispiel: Soll ich dem Berliner GL-Verband den Link diesen Threads hier zusenden und fragen, ob sie KOFO´s zum Thema machen wollen, mit der Unterstützung durch mich?

hmm, ich hab den Berliner GL-Verband bereits am 12. Februar 2008 angeschrieben. Bisher hat von dort niemand reagiert. Soll ich weiter abwarten?

Ebenfalls: Am 13.Februar habe ich den Deutschen GL-Bund angeschrieben (A v. Meyenn persoenlich). Es kam noch keine Antwort. Soll ich weiter abwarten - worauf?

Meine Erfahrungen zum Thema:
- ich bin in keiner Weise juristisch qualifiziert!
- Darum kann ich lediglich eine Schmaspur-Version zum Thema als Info weitergeben. Was?

- Während der Kitazeiten meiner Söhne war ich im Vorstand des Kita-Fördervereins. Habe für diesen Förderverein die Anerkennung der Gemeinnützigkeit erkämpft. Briefliche und persönliche Schlachten mit dem Grundbuchamt, Finanzamt. Habe Fundraising betrieben, um für den Verein Spenden reinzukriegen.
- Mein jüngerer Sohn ist sh. Ca 1996 sollten in der Beratungsstelle für Hörbehinderte Kinder etliche Stellen wegfallen (Therapeuten und Sozialarbeiter). Zusammen mit anderen Eltern konnten wir innerhalb kurzer Zeit sowohl eine Eingabe im Petitionsausschuss des Abgeordnetenhauses erreichen. Als auch eine "grosse Anfrage" in der Neuköllner Bezirksversammlung. Neukölln ist ein Berliner Stadtbezirk, dort befindet sich auch diese Beratungsstelle. Um genügend Druck zu erreichen hatten wir Eltern etliche Kontakte zur Berliner Presse und TV aufgebaut und damit Öffentlichkeit erreicht.
- Ca 1998 Integrationsschule von Patrick: 2 Wochen vor Beginn der Sommerferien erhalten wir Eltern durch "Zufall" die Info, dass im neuen Schuljahr die Stellen der Pädagogischen Mitarbeiter gestrichen werden sollten. Wäre das umgesetzt worden, hätten die Integrationsklassen nicht mehr fortbestehen können, denn die behinderten Schüler wären ohne binnendifferenzierte Förderung gewesen. Zum Glück hatten wir Eltern genügend Kraft, eben noch vor Beginn dieser Sommerferien, genügend Kontakte zur Presse aufzubauen. Dadurch konnte eine "grosse Anfrage" in der Neuköllner Bezirksversammlung durchgesetzt werden, eine Eingabe im Petitionsausschuss wurde erreicht. Der damalige Berliner Schulsenator Böger wurde gezwungen sich im TV zum Sachverhalt der Schliessung der Integrationsklassen zu äussern...angeblich wusste er von dem Prozess überhaupt nichts. Fazit: Die Stellen der Pädagogischen Mitarbeiter blieben erhalten. Ach so: Auch diese Schule befindet sich im Berliner Bezirk Neukölln.

Ich kann also Erfahrungen nachweisen im Kontakt mit:
- Presse und TV (Berlin-regional, Bezirksblättchen, Berliner Morgenpost, TV Berliner Abendschau, TV-Kontakte zu SAT1, Radio-Kontakte zu Radio-Paradiso)
- Eingaben in den Petititonsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. (Berliner Landesebene)
- Eingaben zwecks "grosser Anfragen" für die Berlin-Neuköllner Bezirksverordneten-Versammlung. (Berliner Stadt-Ebene)
- Kontakte zum Wahlkreis-Abgeordneten....jeglicher beliebiger Partei....
- eine mir bekannte Person (ist in meinem Wahlkreis) ist ebenfalls Abgeordnete des Berliner Abgeordnetenhauses.

Wenn die GL meine Mitarbeit wünschen, dann sagt mir bitte Bescheid, in welcher Weise das wo geschehen soll. Ich kann Information geben, wie sie meinen Erfahrungen entsprechen. Aber ich kann und werde nicht "Motor dieses Prozesses" sein.
Bedeutet: Wenn die GL selbst wünschen, dass sich etwas bewegt UND meine Mitarbeit wünschen, werde ich dazu kommen.
Wenn die GL sich nicht bewegen, wird gar nix passieren.
Wenn GL mich zuerst dazu holen und dann abwarten, dass bitte ich mich bewege, werde auch ich stehenbleiben und nichts tun. Ach so, sorry: Na klar würde ich was tun: Ich würde aus diesem Prozess selbstverständlich wieder aussteigen!

Also bitte - was ist von wem zu welcher Zeit gewünscht?

lg von biene63



Rote Karte!
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biene63 hat geschrieben:
Wenn die GL meine Mitarbeit wünschen, dann sagt mir bitte Bescheid,
in welcher Weise das wo geschehen soll.
Ich kann Information geben, wie sie meinen Erfahrungen entsprechen.

Aber ich kann und werde nicht "Motor dieses Prozesses" sein.
Bedeutet: Wenn die GL selbst wünschen, dass sich etwas bewegt

UND meine Mitarbeit wünschen, werde ich dazu kommen.

Wenn die GL sich nicht bewegen, wird gar nix passieren.

Wenn GL mich zuerst dazu holen und dann abwarten,
dass bitte ich mich bewege, werde auch ich stehenbleiben und
nichts tun.
Ach so, sorry: Na klar würde ich was tun:
Ich würde aus diesem Prozess selbstverständlich wieder aussteigen!

Also bitte - was ist von wem zu welcher Zeit gewünscht?


Hallo biene63,
so ist es richtig!
Allerdings typisch bei den Tauben ist "selbst der Motor muss man sein".
Diese Erfahrung mussten viele hör. Unterstützer machen!
Das ist die Realität! // Lg yz
--



Rote Karte!
Rote Karte!



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Hallo biene63,
Zitat:
Aber ich kann und werde nicht
„Motor dieses Prozesses" sein
Oder irre ich mich?


Deine gute Frage schwebt im Taubenraum.

Um die Forderung nach nach DGS-kompetenten Ausbildern zu erfüllen,
müsste Jemand - „den Motor“ - selbst machen,
und passend dazu die „Helfer“ zur Seite haben.


Hier das Beispiel:
Die hörenden Förderer,
Herr Prof. Prillwitz (Uni Hamburg), Frau Prof. Leuninger (Uni Frankfurt)
und einige weiteren Persönlichkeiten,

diese „Hauptmotoren“,

haben die „Hilfsmotoren“ (gehörlose / taube Uni Mitarbeiter)
in den „Motorwerken“ (Taubi-Uni-institute) entwickelt (ausgebildet), und
flügge gemacht für die Fächer im Taubenwesen.

Vielleicht, plötzlich ist doch ein „Motor“ zur Stelle? //Lg yz
--



Spitzenmitglied



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Leider legen viele Tauben Eier im Taubenschlag ab!
Weisse Halbgötter oder ä. tauschen Eier gegen eiförmigen Steine aus!



Rote Karte!
Rote Karte!



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:-))
Zitat:
Leider legen viele Tauben Eier im Taubenschlag ab!
Weisse Halbgötter oder ä. tauschen Eier gegen eiförmigen Steine aus!


Du meinst vielleicht so?
Leider tauschen weisse Halbgötter oder ä. tauschen Eier gegen eiförmigen Steine aus!

Frage: Wie kommen die "Weisse Halbgötter" so leicht in den Taubenschlag rein?

Vielleicht sind die Taubenschlag-Pförtnertauben immer auf Freizeit-Taubentreffs? ;-)
--



Neuling



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hej biene63

mit interesse (und auch hoffnung) habe ich dieses thread von dir gelesen, wenngleich ich (noch) nicht alles geschafft habe.

da das letzte posting schon länger her ist - wie ist der aktuelle stand, hast du schon einen job, den du dir so vorgestellt hast, bekommen, ebenso, ob sich schon ernsthafte "rechte-einforder-interessierte" bei dir gemeldet haben (bisher habe ich fast nur stichler oder hilflose postings gelesen ... ). umgekehrt: bist du noch daran interessiert, darüber zu reden, und kampfgeist walten zu lassen?

ich selbst recherchiere und sammle "behinderten"relevante gesetze, links und texte, und wollte sie in ein schema einordnen, je nach gesetze, träger, verantwortungsbereiche, "grenzen", ansprechpartner etc. merke aber, dass ich es allein nicht schaffe - daher sammle ich "nur". würde mich aber sehr freuen, wenn es gleichgesinnte gibt (vor allem auch gerne aspies, bin auch eine ;) )

sonnige grüße
aristo



Neuling



offline
Hallo aristo,

Zitat:
da das letzte posting schon länger her ist - wie ist der aktuelle stand, hast du schon einen job, den du dir so vorgestellt hast, bekommen, ebenso,

Ja, ich hatte 4 Monate die tolle Gelegenheit mit Gehörlosen zu arbeiten. Das war eine schöne Zeit. Jetzt bin in einer anderen Funktion - nur mit Lautsprachlern zusammen.

Zitat:
ob sich schon ernsthafte "rechte-einforder-interessierte" bei dir gemeldet haben (bisher habe ich fast nur stichler oder hilflose postings gelesen ... ). umgekehrt: bist du noch daran interessiert, darüber zu reden, und kampfgeist walten zu lassen?

Ja, ich hatte längere Zeit intensiven Kontakt zu Helmut Vogel, wir hatten viele interessante Postings und Mails ausgetauscht.
Einige Male hatte ich auch sehr angenehmen Kontakt zu Hartmut Teubert.

Zitat:
ich selbst recherchiere und sammle "behinderten"relevante gesetze, links und texte, und wollte sie in ein schema einordnen, je nach gesetze, träger, verantwortungsbereiche, "grenzen", ansprechpartner etc. merke aber, dass ich es allein nicht schaffe - daher sammle ich "nur". würde mich aber sehr freuen, wenn es gleichgesinnte gibt (vor allem auch gerne aspies, bin auch eine )

Wenn Dich dieser Bereich interessiert, dann schau auch mal auf die Seite von Karin Kestner www.kestner.de

In Berlin gibt es die Studiengänge der Humboldt-Uni: Rehabilitationspädagogik und DEAF Studies. Innerhalb beider Studiengänge wird in unterschiedlichen Aspekten auch in gewisser Weise die Gesetzgebung bezüglich Leben mit bestimmten Barieren besprochen.

lg biene63



Rote Karte!
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aristo,
"ich selbst recherchiere und sammle "behinderten"relevante gesetze,
links und texte, und wollte sie in ein schema einordnen,
je nach gesetze, träger, verantwortungsbereiche, "grenzen", ansprechpartner etc."


Hinweis: die Gehörlosen (nicht "tauben") haben eine eigene politische Vertretung,
ein Verband, der sie vertritt: "Deutscher Gehörlosen Bund" (DGB).

ob sich schon ernsthafte "rechte-einforder-interessierte" bei dir gemeldet haben
(bisher habe ich fast nur stichler oder hilflose postings gelesen ... ).
umgekehrt: bist du noch daran interessiert, darüber zu reden, und kampfgeist walten zu lassen?


Den Kampfgeist von Gehörlosen politisch zu kanalisieren ist der DGB allein zuständig!

Die vielen Deaf-Power-Aufrufungen (mach dies / mach das) von Nichtgehörlosen,
Berufsgehörlosen, Kulturgehörlosen und Auslandsgehörlosen (aus USA) haben vielmehr Unterhaltungswert.

aristo, für Hörende wie du (Aspies) muss du bei den Gehörlosen-Gemeinschaften sehr aktiv werden.
--



Neuling



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aber hallo hallo yakamoz


frag mich lieber erst mal, wieso ich das mache, bevor du diesen ... schreibst.

natürlich habe ich (u.a.!) auf der DGB-homepage recherchiert, und angefragt. die antworten reichen mir ganz und gar nicht. meinst du jetzt immer noch, dass ich warten warten warten soll, bis der DGB etwas vernünftiges in diesem geordneten format rausbringt? tolle einstellung von dir ...

ebenso, dass nicht die tauben / gehörlosen für sich selbst verantwortlich seien, sondern nur die oberen instanzen. durch dieses dein posting willst du uns tauben / gehörlosen (übrigens, auch ich bin taub, von geburt an. unglaublich, dass ich auch so gut deutsch kann, und aktiv sein will, was?! gar nicht so (yakamoz-definitorisch-) typisch taub / gehörlos, hm? )

*offtopic* wieso hast du was gegen den begriff "taub", und befürwortest "gehörlos". würde mich schon interessieren - oder doch lieber nicht, bei deinem ganzen gezänk und gestichel, so negativ, wie du drauf bist! *offtopic*


mir gefällt, dass du gut deutsch kannst (auf welchem hörstand bist du? ;) ) und dass du kopf hast - dies aber leider aggressiv ausdrückst. muss das sein?



Neuling



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hej biene63,

danke fürs schnelle posting :) ebenso für die tipps, an wen ich mich wenden könnte. hoffe, dass ich hier auch antworten auf meine fragen bekommen werde.

Zitat:
Ja, ich hatte längere Zeit intensiven Kontakt zu Helmut Vogel, wir hatten viele interessante Postings und Mails ausgetauscht.
Einige Male hatte ich auch sehr angenehmen Kontakt zu Hartmut Teubert.


Wenn Dich dieser Bereich interessiert, dann schau auch mal auf die Seite von Karin Kestner www.kestner.de

In Berlin gibt es die Studiengänge der Humboldt-Uni: Rehabilitationspädagogik und DEAF Studies. Innerhalb beider Studiengänge wird in unterschiedlichen Aspekten auch in gewisser Weise die Gesetzgebung bezüglich Leben mit bestimmten Barieren besprochen.


heißt das, dass deine frage "gleichstellungsgesetz - bilinguale ausbildung wie einfordern?" schon beantwortet wurde?
würde mich (vielleicht auch ein paar anderen) sehr freuen, wenn du die antwort reinpostest, vielleicht gibt's uns ja lichtblitze und lichtblicke, um barrieren einstürzen lassen, und weiterkommen zu können.
wäre schön, auch hier im gl-cafe solche austausche zu ermöglichen, um ggf. etwas bewegen zu können.



Rote Karte!
Rote Karte!



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aristo: aber hallo hallo yakamoz

frag mich lieber erst mal, wieso ich das mache, bevor du diesen ... schreibst.

natürlich habe ich (u.a.!) auf der DGB-homepage recherchiert, und angefragt.
die antworten reichen mir ganz und gar nicht.
meinst du jetzt immer noch, dass ich warten warten warten soll,
bis der DGB etwas vernünftiges in diesem geordneten format rausbringt?
tolle einstellung von dir ...


aristo, ich frag lieber gar nicht, ich weiss's sofort ... :-)
Für den DGB sind Power-Deaf-Kampfgeist-Ideen nichts Neues.

Der DGB musste kürzlich den überbordenden "100%-UT-Verlangen"-Kampfgeist stoppen.
Der DGB ist bei UT dabei und hat genug viel viel zu tun.
Die Gehörlosen sind beruflich und freizeitlich voll ausgelastet.

Aristo, du muss ein Kampfgeist-Konzept entwickeln und führen
und was sehr wichtig ist vom DGB absegnen lassen!
Alles andere ist hyperaktives Treiben und das schwächt sehr den Gehörlosenbund.

taub / gehörlos ja, die Gehörlosen sind keine Tauben!

Mein Hörstand? Einen Hörstand hab ich nur als Kindchen gehabt, danach supertaub (volltaub),
und abgeschoben in die Gehörlosenschule (nicht Taubenschule) mit Internat.

mir gefällt, dass du gut deutsch kannst,
aber leider aggressiv ausdrückst. muss das sein?


aggressiv? Das ist es nicht!
Hauptsache ist dass mein Deutsch dir gefällt. :-)

--



Neuling



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ok, yakamoz

ich MUSS gar nichts, lasse mir von niemandem was vorschreiben, und schon gar nichts von dir, ok


meinen tipp an dich, erst mal nachzufragen, lass ich lieber liegen, weil ich weiß, dass ich damit auf gehörlose ohren stoße

deine einstellung, deine meinung ist einfach zu radikal-stur-chinesische-mauer-anno der ming-dynastie (phase, in der die mauer am stabilsten war), anscheinend unverrückbar. es ist schön, diese zu lesen, doch auf dauer anstrengend, da zu aggressiv und v.a. rücksichtslos geschrieben. andere meinungen scheinen dich gar nicht zu interessieren, anscheinend lässt du niemanden an dich ran ... was ich sehr schade finde - aber ist ok so, wenn es das beste für dich ist.



Rote Karte!
Rote Karte!



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aristo,

es sind immer Ideen und Aufrufe gemacht worden.

Ohne den DGB, der Gehörlosen politischen Vertretung geht nicht.

Darum muss du mit dem DGB zusammenarbeiten,
dich selbst stark einbringen!

deine einstellung, deine meinung ist einfach zu radikal-stur

Du hast keine Argumente mehr. :-)
Nur mit dem DGB geht es schrittweise weiter, so wie's war und weiter besser wird.

Die Gehörlosen müssen in der hörenden Berufswelt zurecht kommen und
um ihre Familie kümmern usw.

chinesische-mauer-anno der ming-dynastie (phase, in der die mauer am stabilsten war)

Ja, so muss sein, da konnte China sich stabil und weit entwickeln!
Ein guter Schutz vor fremde Einflüsse war diese chin.-Mauer. :-)

--



Neuling



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Hallo aristo,


Zitat:
heißt das, dass deine frage "gleichstellungsgesetz - bilinguale ausbildung wie einfordern?" schon beantwortet wurde?
Zitat:

Mir selbst wurden von vielen Personen sehr sinnvolle und weitreichende Antworten gegeben....ja

Jedoch: Helmut Vogel und Hartmut Teubert erscheinen mir zur Gruppe der GL zu gehören, die recht gerne auch mal längere Texte lesen und schriftlich kommentieren.

Es gibt andere GL, die längere Texte eher meiden und ihre Meinung lieber per DGS zum Ausdruck bringen. Ich hatte viele Gespräche per DGS, unter anderem mehrere angenehme, inhaltlich sehr informative DGS-Gespräche mit Thomas Zander.

Zitat:
würde mich (vielleicht auch ein paar anderen) sehr freuen, wenn du die antwort reinpostest, vielleicht gibt's uns ja lichtblitze und lichtblicke, um barrieren einstürzen lassen, und weiterkommen zu können.

Der Mail-Austausch mit Helmut Vogel umfasst seeeeeehr viele Seiten. Lieber wäre mir, wenn Du Dich bitte selbst mit Helmut Vogel Hartmut Teubert in Verbindung setzt. Beide haben hier im Thread ja schon öfter ihre Postings gesendet.

Thomas Zander erreichst Du über den Gehörlosenverband Berlin. www.deaf-berlin.de

Ebenfalls ausgesprochen engagiert in der GL-Szene ist eine Hörende: Katja Beltz, Mutter einer gl Tochter. Katja ist Präsidentin des Bundeselternverbands hörgeschädigter Kinder. Link bitte googeln. Danke

Kilian Knoerzer ist in er Europäischen GL-Jugend engagiert...und war lange für VIBELLE am RTWH Aachen.

lg von biene63



Neuling



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Ergänzung:
Zitat:
heißt das, dass deine frage "gleichstellungsgesetz - bilinguale ausbildung wie einfordern?" schon beantwortet wurde?


Mir haben Helmut Vogel, Hartmut Teubert, Thomas Zander und einige andere Leute recht gut erklärt, wie die noch bestehenden Barrieren zwischen GL-Welt und Hörend-Welt bezüglich Gesetzeslage, Bildungspolitik und so weiter beschaffen ist.

Meint: Ich kann aktuell davon ablassen, solches Gleichstellungsgesetz einfordern zu wollen, sofern die Gehörlosen selbst offenbar nur einen geringen Teil ihres Lebens in solche Aktivitäten investieren.

Sofern ich bemerke, dass die GL selbst wieder mehr zielgerichtete Aktivität zum Thema entwickeln, so werde ich mich möglicherweise beim gleichen Thema für die Interessen der GL einsetzen.....

lg biene63



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aristo, lass yakamoz einfach so, er schreibt gerne wie ein recht- oder staatsanwalt.



Moderator & Einstein & "Tante Emma"´09
Moderator & Einstein & "Tante Emma"´09
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Yak,
nun laß es bitte gut sein.

Vergraule uns bitte nicht zu viele User aus dem Gl-Cafe. Viele wollen sich gerade deinetwegen hier nicht mehr sehen lassen und bleiben nur noch Schwarzleser. Wäre doch schade, wenn unser Gl-Cafe mangels User vor die Hunde gehen würde.

Die meisten kommen leider mit deinem ungewohnten Stil nicht zurecht. Viele fühlen sich von dir gemaßregelt, und sind es leid, sich immer nur verteidigen zu müssen. Sie möchten hier lieber einen Meinungsaustausch bzw. zwangslose Diskussion führen.

Ich weiß, du meinst es oft nicht so, wie es scheinbar rüberkommt. Sicher werden manche Postings von dir auch falsch verstanden. Ich weiß noch, wie ich seinerzeit als Neuling hier mit deinem Stil nicht zurecht kam, und das Gefühl hatte, von dir angegriffen zu werden. Schriftlich weiß man nie, wie es rüberkommt. Es hängt je nach der Auffassung des Lesers ab.

Auch gab es leider schon einige Beschwerden der User per PN an uns Mods.

Auch ich trete manchmal, selbst als Mod, hier gelegentlich ins Fettnäpfchen. Dann muß auch ich mir berechtigte Kritik von den anderen im Team anhören lassen. Damit muß und kann ich leben. Nobody is perfect.

Fühle dich von meinem Posting bitte nicht "auf den Schlips getreten". Es soll nur ein kleiner Hinweis sein, keine Kritik. Im Gegensatz zu früher bist du inzwischen auch schon viel umgänglicher geworden.


Und nun wieder zurück zum Thema, bevor es wieder mal aus dem Ruder läuft.


Dass mir der Hund das Liebste sei,
sagst du, o Mensch, sei Sünde?
Der Hund blieb mir im Sturme treu,
der Mensch nicht mal im Winde.



Rote Karte!
Rote Karte!



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Ronco,
"aristo: ... Kampfgeist"

Was genau meint aristo damit?

Der LINKE-Kampfgeist, ist erst eine Bu-tag-Anfrage.

Nur mit dem DGB geht es schrittweise mit dem Barriereabbau weiter.
Er ist DIE Gehörlosen-Organisation.

Ideen und Vorschläge hat biene63 (hd) bereits gemacht.

aristo muss weitergehen, sie ist gehörlos, passend, sie hat gute Chancen beim DGB
anzukommen.
Den Schritt muss sie machen!

--



Spitzenmitglied



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biene63 hat geschrieben:

Meint: Ich kann aktuell davon ablassen, solches Gleichstellungsgesetz einfordern zu wollen,
sofern die Gehörlosen selbst offenbar nur einen geringen Teil ihres Lebens in solche Aktivitäten investieren.

Sofern ich bemerke, dass die GL selbst wieder mehr zielgerichtete Aktivität zum Thema entwickeln,
so werde ich mich möglicherweise beim gleichen Thema für die Interessen der GL einsetzen.....



Wer meint so etwas?

Nur so zur Erinnerung, ein Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz gibt es schon seit 14. August 2006.

http://www.gesetze-im-internet.de/agg/BJNR189710006.html



Wie bitte? - "es gibt aktuell keine zielgerichteten Aktivitäten"?

Diese Behauptung ist doch ein Schlag ins Gesicht des Deutschen Gehörlosenbundes!

http://www.gehoerlosen-bund.de/dgb/


Pyros




 Gleichstellungsgesetz - bilinguale Ausbildung wie einfordern





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