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Aktuelle Zeit: 22.09.2018, 05:05:12





 Definition DGS


Spitzenmitglied



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Hola Leute,

ich suche für eine Arbeit eine offizielle Definition von DGS und ASL aus der Fachliteratur.
Habe zwar bereits einige Bücher gewälzt, bin aber noch nicht auf eine Definition gestossen,
sondern es ging in den Büchern immer gleich zur Sache...

Kennt hier jemand eine Definition von DGS und ASL? Ich würde mich auch nur über eine Definition von DGS freuen...
Bitte nicht auf Wikipedia und sonstige Internetquellen verweisen, das macht sich nicht gut als Literaturhinweis.

Ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen.... [please]


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Spitzenmitglied



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Hallo Calva, ich verstehe deine Frage nicht. Was meinst du mit Definition?

Deutsch ist Deutsch - Französisch ist Französisch - Deutsche Gebärdensprache ist Deutsche Gebärdensprache.

DGS ist eine visuell aufnehmbare und gebärdete Sprache mit eigener Grammatik und eigenen Syntax. Meinst du das?

Viele Grüße
Karin



Spitzenmitglied



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Zitat:
DGS ist eine visuell aufnehmbare und gebärdete Sprache mit eigener Grammatik und eigenen Syntax.

das wäre 'ne definition.



Spitzenmitglied
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@Karin,
vielleicht will Calva eine möglichst kurzgefasste und offizielle und vielleicht auch „unbedingt“ wissenschaftlich anerkannte Erklärung haben?

„… mit eigener Grammatik und eigenen Syntax. …“ ist vielleicht etwas zu lang und sogar fast eine Doppeldeutung … hm …


„Das Universum denkt mit der Hand.“ (Fise)



Spitzenmitglied



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@Calva,
Wie definiert man "Deutsch"?!!! Englisch?!!!

Aber weil es gebaerdetes Deutsch und Mischungen von DGS und gebaerdetem Deutsch gibt, genauso wie in Nordamerika mit ASL und verschiedenen Formen von signed Englisch und deren Mischungen, die in den USA verschiedene Bezeichnungen erhalten, wird es notwendig klarzustellen, was du unter DGS meinst. Was ich als "Definition" hier ueber ASL zu sehen bekomme ist schlicht, uebersetzt auf Deutsch aehnlich wie:

"ASL ist eine visuell-manuelle Sprache, gebraucht als Erstsprache oder als dominant gebrauchte Zweitsprache bei tauben und schwerhoerigen Menschen in den USA und Kanada ausserhalb der Quebec Provinz".

"Eigene Grammatik und Syntax" ist bereits in der Aussage enthalten, dass die GS eine Sprache sei. Wenn noetig, um sicher zu sein, kann man einen zweiten Satz dazugeben, dass das Vokabular (Wortschatzinventarium) und die Grammatik (Syntax ist damit bereits eingeschlossen) sich wesentlich von den Lautsprachen wegen visueller Modalitaet unterscheiden und den Raum vor dem Gebaerdenden grammatikalisch benutzt wird. Dialekte gibt es auch in DGS. Auch kann man betonen, dass DGS keine manuelle Form der deutschen Lautsprache sei und das Wort "Deutscher" in DGS nichts mit deutscher Sprache zu tun hat, sondern nur geographisch gemeint ist.

Fuer DGS, kannst du einfach die oben in kursiv genannte Definition verwenden. Ersetze natuerlich "ASL" mit "DGS" und "USA und Kanada ...." mit "Deutschland".

Calva, wenn du willst, kannst du auch sagen, dass DGS mehr Aehnlichkeiten mit ASL und anderen GSen aufweist als dem Deutschen. Ein Tipp noch: vermeide "LBG" in deinem Papier, weil die Bezeichnung unklar und ungenau ist.


Hartmut



gehörlosenfreak
gehörlosenfreak



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Hi, Calva,
einfach googeln ... ich finde diese Definitionen schon kurz, bündig und klar :)
Sonst finde ich Hartmuts Vorschlag gut.

Hi, Karin,
erlaube die Frage, was bedeutet für dich "eigener Grammatik und eigenen Syntax"? Ich finde auch wie Hans, dass die beiden zum gleichen Gebiet gehört.

Hi, Hartmut :)
Die Frage ist zwar ungewöhnlich aber berechtigt. Wenn man akustische Sprachen zum Thema macht ist es etwas anders als wenn man xGS (x=D,Ö,S...) anspricht. Denn in den Köpfen ist man vielmehr skeptisch dass es eine eigenständige Sprache ist. Weil die akustische Sprache in der Welt sehr dominiert ist es für die visuelle Sprache schwer selbstverständlich zu behaupten. Da braucht man wirklich viel Information, Aufklärung und sogar auch Selbstbeschäftigung (z.B. GS-Kurse) um die Gebärdensprache als eigenständige Sprache nachvollzuziehen.
Was ist deine Meinung dazu?

LG deafmax


---
Ich bin taub, ergo bin ich.



Rote Karte!
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Zitat:
Karin
Hallo Calva, ich verstehe deine Frage nicht. Was meinst du mit Definition?
Deutsch ist Deutsch - Französisch ist Französisch -
Deutsche Gebärdensprache ist Deutsche Gebärdensprache.
DGS ist eine visuell aufnehmbare und gebärdete Sprache mit eigener Grammatik und
eigenen Syntax.

So unübertreflich klar, wie die Hörenden es auch verstehen..

Eigentlich müssten die HH-Gebärdenprofessoren für klare Definitionen sorgen.

"Deutsche Gebärdensprache ist Deutsche Gebärdensprache.
DGS ist eine visuell aufnehmbare und gebärdete Sprache
mit eigener Grammatik und
eigenen Syntax."
Das reicht völlig aus, das verstehen die Leute.
Alles andere macht es nur sehr mißverständlich.

--
Schon wieder ist aus den Deaf-USA von Hartmut verwirrend große Belehrung gekommen.
In EU und Dtl sind die heimischen Gebärdensprachler maßgebend und
nicht die Deaf-USA-Sprachler.
--



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Yakamoz:
hast du vergessen, dass Hartmut ein Deutscher ist und auch ein DGS-Sprachler ist? Von der Einmischung und Belehrung kann keine Rede sein. Hartmut hat die Frage von Calva beantwortet und du machst einen Elefanten daraus. Dein Hass gegen die USA ist einfach laecherlich!



Rote Karte!
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Summer:
Du machst dich hier sehr lächerlich.
Hartmut, ist ein dt-ami-Deaf (lt Ssh zu 75%),
er hat einen erklärenden Elefanten daraus gemacht!
Er macht einen Umweg über die USA-Deaf-Sprache.

Erst die US-Deaf-Sprache erklären und dann die dt Gehörlosensprache daran stellen.
Das ist echt doof, dieser Umweg.

Was soll denn dieser große Umweg,
und wie sollen die deutschen Leute es verstehen?

Karin hat mit klaren Satz die DGS-Definition genau angegeben:
Zitat:
Hallo Calva, ich verstehe deine Frage nicht. Was meinst du mit Definition?
Deutsch ist Deutsch - Französisch ist Französisch -
Deutsche Gebärdensprache ist Deutsche Gebärdensprache.
DGS ist eine visuell aufnehmbare und gebärdete Sprache mit eigener Grammatik und
eigenen Syntax.

----
Zitat:
summer
Yakamoz:
hast du vergessen, dass Hartmut ein Deutscher ist und auch ein DGS-Sprachler ist?
Von der Einmischung und Belehrung kann keine Rede sein.
Hartmut hat die Frage von Calva beantwortet und du machst einen Elefanten daraus.
Dein Hass gegen die USA ist einfach laecherlich!


Amerika-USA hat schöne Natursehenswürdigkeiten.

Die USA-Deaf sind eine eigene Deaf-Kultur,
die Gehörlosen-Kulturen Eu und Dtl sind mit der USA-Deaf-Kultur nicht zu vergleichen!
--



Spitzenmitglied



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Ich suche eine wissenschaftliche Definition, wie sie z.B. in Fachbüchern stehen.
Eine eigene Definition kann ich mir natürlich auch selber zusammenschustern,
aber das will & darf ich ja nicht, auch wenn sie inhaltlich stimmen könnte.

Vielleicht sollte ich hier mal ein anderes Beispiel voranbringen:

Handstellung:
"Die Handstellung meint die Ausrichtung der Hand (Fingeransatzrichtung und Handflächenorientierung), also z.B. ob der Zeigefinger nach oben [...], oder ob dem Gesprächspartner der Handrücken oder die Handseite zugewandt ist."
(Papaspyrou, von Meyenn, Mathhai & Herrmann 2008, 10)

GENAU SO eine suche ich auch für die DGS und ASL.
Was Mr. Google anbelangt: Wikipedia kenne ich auch gut ^^.
Doch wie jeder Student inzwischen weiß, bedient man sich lieber nicht an Internetquellen....

Ich dachte mir, dass einige von hier auch Fachliteratur kennen und mir einige Tipps geben könnten.


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Spitzenmitglied



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Zitat:
"Doch wie jeder Student inzwischen weiß, bedient man sich lieber nicht an Internetquellen....".

Dann ist ja auch das Gl-Cafe so eine "Internetquelle"?
Man darf nicht das ganze Internet wegen Wikipedia und anderen zweifelhaften Sites
"in die Tonne kloppen".

Für objektive "wissenschaftliche" Antworten wäre das Istitut für DGS an der
Uni Hamburg zuständig. Oder ähnliche Institute an anderen Unis.
Aber dort hat man die letzten 25 Jahre viel "verpennt".
(Eine private hörende Verlegerin hat ein Wörterbuch gemacht, was eigentlich
Aufgabe der Uni-Leute gewesen wäre).



Spitzenmitglied



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Vielleicht ist dies Buch von Daniela Happ etwas für dich:
http://www.amazon.de/Deutsche-Geb%C3%A4 ... 925&sr=8-1

Viele Grüße
Karin



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Yakamoz:

Hartmut hat seinen Senf dazu gegeben. Es ist Calva's Entscheidung seine Meinung zu akzeptieren oder nicht. Hartmut hat seine Pistole nicht vor Calva's Brust gesetzt und ihn gedroht er solle seine Meinung akzeptieren.

Wenn einer aus Asien solche Meinung gesagt haette, haettest du dich sicherlich nicht beschwert. Immer was aus den USA kommt, egal ob gut oder schlecht, du beschwerst dich dauernd. Es ist an der Zeit, dich nach Siberien oder NK zu versetzen, dann weisste wie schlecht das Leben dort ist.

Dich kann man nicht mehr ernst nehmen, denn wie CharlyBrown in einem anderen Thread bereits sagte, du bist oft ironisch und mit ironischen Meinungen kann man nicht Diskussion anfangen.

Wie gesagt, du machst dich laecherlich!



Spitzenmitglied



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Summer, so geht das nicht!
Wenn Du HTeubner (oder USA) gegen Kritik von Yak verteidigen willst,
mach das ohne mich zu bemühen!
Als ich schrieb, das Yak oft ironisch schreibt, habe ich es NICHT negativ gemeint.
Im Gegenteil, ich denke Yak hat eine positive Funktion für das Gl-Cafe.
Ohne seine Beiträge wäre es langweiliger.
Es gibt zu viele Deutsche Deafy, die kritiklos alles bewundern was aus USA kommt.



Rote Karte!
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Summer,
Du bist total unterwürfig zu Hartmut Teuber.

Merke Dir, was immer aus dem USA kommt um die dt Gehörlosen in der Sprache zu belehren,
das ist so krass seltsam und voll lächerlich.
Die wissen wohl alles besser wie's die Definition zu lauten hat. :-)

Hier in Dtl sind viele Gehörlosen-Institute und das Rathmann-Institut mit der DGS befasst.

Das Deutsche Gebärdensprache Lexikon vom Verlag ist ein deutsches Produkt!!!
Sie ist aus der Deutschen Gehörlosensprache entstanden und für die Hörenden erlernbar gemacht.

Die USA haben eigene Deaf-Sprache-Systeme.
Es ist ja so die Deaf-USA treten überall die Türen ein um USA-Vorstellungen aufzuzwingen?

----------
Über USA:
TV-Info-Band: 10 Mio Arb.-lose; die NYT meldet real 17 Mio Al.
120 Banken Pleite.
Die Opel-Trick-Spiele.

Die Gally ist nicht mehr das was sie einmal war.

Warum sehr unterwürfig auf den Knien deine und Teuber-Belehrung-Postings bewundern?
--



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Yaka:

ich lache mich kaputt ueber deine Bemerkung. Ich bin keinem unterwuerfig. Ich habe einmal im politischen Rubrik geschrieben, dass ich keinem Land treu bin, auch nicht Deutschland, auch wenn ich dort geboren und aufgewachsen bin. Ich folge lediglich meinen Prinzipien.
Ich habe dir nichts auszusetzen, wie USA momentan geht. Du kannst schlechte Nachrichten aus den USA hier bombardieren so lange deine Finger noch fit sind. Wie man sehen kann biste sehr gebildet, also kannste nicht verkneifen, dass Deutschland heute nicht ist wie es einmal war. Auflisten schlechter Nachrichten aus Deutschland kann ich mir ersparen. Was Opel angeht kann GM nicht dafuer, dass die dt. Politiker (Ausnahme Guttenberg) so doof sind. Der Wettbewerb ist so hart, dass man nicht weich sein soll. Dass weisste ja selber.

Was Sprache angeht, sind ASL und DGS sich aehnlich sowie die meisten Sprachen aehnliche Systeme haben. Dass Hartmut die Definition von DGS mit der Defintion von ASL aufzwingt kann keine Rede sein, denn diese Sprachen haben aehnliche Definition.



Rote Karte!
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Summer, nee, wirklich stark unterwürfig, du wiederholst. :-)
Zitat:
Was Sprache angeht,
sind ASL und DGS sich aehnlich sowie die meisten Sprachen aehnliche Systeme haben.
Dass Hartmut die Definition von DGS mit der Defintion von ASL aufzwingt kann keine Rede sein,
denn diese Sprachen haben aehnliche Definition.


Das behauptest Du wieder ... übernommen von Hartmut.

Müssen deutsche Wörter und Definitionen immer einen Erklärung-Umweg über die USA-Deaf-Zeugs
von Hartmut machen?

--



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Yaka:

es ist gang und gaebe, dass die Linguisten eine Sprache recherchiert, um die andere Sprache besser verstehen zu koennen. Die Woerter, Phonologie und Morphologie, gehoeren der Lautsprache, jedoch beschwert sich keiner. Man kann nicht bestreiten, dass ASL und DGS sich aehneln. Franzoesich und italienische Sprache aehneln sich.

Anscheinend reden wir einander vorbei, wie Maenner und Frauen sich vorbei reden. ;)



Spitzenmitglied



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@deafmax,
na, du sprichst ja von sprachlichem Audismus, indem Leute unbedacht annehmen, dass nur Lautsprachen Sprache ist, mit der ein Mensch kommuniziert, und wir beweisen muessen, dass die Gebaerdensprache der tauben Menschen eine Sprache sei. Warum denn muessen nur wir eine Definition fuer GS oder irgendeine xGS aufbringen? Der sprachliche Audismus zeigt sich auch im Wort "stumm", indem (im Unterbewusstsein) angenommen wird, dass nur sprechend kommuniziert wird, und daher ein Wort schafft, um damit das Unvermoegen des Sprechens auszudruecken und dann mit der geistigen Beschraenktheit zu kuppeln. In keiner GS gibt es einen solchen einwoertigen Ausdruck, um die Gebaerdenunfaehigkeit anzuzeigen.

Was Stokoe getan hat, ist nur nachzuweisen, dass ASL auch Sprachstrukturen besitzt und stellte ein Inventar von Sprachbausteinen auf und wie sie auch Eigenschaften, welche eine Sprache unbedingt besitzen muss, aufweist.

@topic,
Wie zu ersehen ist, wird eine Lautsprache nicht oder gar nie definiert, nur bezeichnet wo sie gesprochen wird. Keine Sprachwissenschaftler machen das. Auch nicht William Stokoe fuer ASL.

Fuer GS im allgemeinen ist es nur wesentlich anzugeben, dass sie visuell und manuell ist und fuer eine xGS, wo und zu welchem Umstand sie gesprochen wird. Der Terminus "Sprache" besagt schon, dass sie Strukturen auf phonologischen, morphologischen und syntaktischen Ebenen beinhaltet. Ich habe aber in meiner Definition oben zusaetzlich angegeben, wie die xGS erworben und gebraucht wird (Erst- und Zweitsprache), weil nicht alle Sprachen natuerlich als Muttersprache erworben werden. So ist die von mir eingebrachte "Definition" oben nicht allein auf ASL zugeschnitten, aber gueltig fuer alle GSen, die von tauben Benutzern gebraucht werden.

Abhaengig, was man in einem Artikel zu sagen versucht, kann man Eigenheiten dieser Sprache zusaetzlich angeben, wie z.B. ueber Baltisch "definieren", dass sie keine Passivform besitzt (wie im Deutschen oder Englischen; Passivsatz: "Der Mann wurde (von den Partisanen) erschossen"), aber andere, naemlich ergative Mittel benutzt, um die Passivitaet des Satzsubjekts anzuzeigen. So sagt man, "Baltisch ist eine ergative Sprache".

Was Calva weiteres ueber DGS oder ASL im Papier sagen moechte, braucht natuerlich Fachwoerter, die richtig definiert werden muessen, z.B. sein Beispiel das Fachwort "Handstellung", definiert von Papaspyru et al.


Hartmut



Spitzenmitglied
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Vielleicht will Calva damit sagen, was die Hamburger mit Millionenbudget überhaupt machen? Sie wartet auf eine wissenschaftliche Definition in einem Satz oder nur wenigen Sätzen.

Calva, ich erinnere mich noch, vor etwa 20 Jahren las ich im Brockhaus eine sehr gut zusammengefasste Erklärung über unsere Gebärdensprache. Ja, in einer halblangen Spalte. Die Quelle ist zum großen Teil von Herrn Prof. Prilliwitz. Diese Erklärung würde mir schon recht genügen. Vielleicht kannst du, Calva, auch mal dort nachschauen?

Zu einer bisher unbeschriebenen Definition muss ich dazu sagen, dass unsere Gebärdensprache keine Schriftsprache besitzt wie bei Indianern. Ich meine hier „eine natürliche Schriftsprache“, nicht eine „technische“ (künstliche). Gell?

Eine bürgerliche Definition ist auch gut, nicht ganz unbedingt eine wissenschaftliche.
Die Karin’s Definition (siehe oben) ist in einem Satz auch gut. Wer kann sie besser machen?

Hartmut und deafmax, ja, ein uralter Audismus mit seiner Frage: „Kann man ohne Sprache denken?“ Diese Frage stellten alte Hörgeschädigtenpädagogen immer wieder. Diese Sprache war immer nur den Lautsprachen vorbehalten. Naja!

OT:
summer,
hier herrscht leider eine große Liebe von yakamoz zu Harmut, unserem verlorenen Granddaddy. Auch CharlyBrown (ein Amerikaner???) liebt den Ami-Hartmut. Ein Exfreund war auch Pyros. Auffallend ist es, dass alle diese drei „Hate-Lovers“ die Senioren sind, ja, im gleichen Alter von Hartmut, unserem weltweit berühmten Urgestein. Ja, leider diese drei alten Neiderköpfe.


„Das Universum denkt mit der Hand.“ (Fise)



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Hans Busch:

aha. es klaert die Sache. Die Hass-Liebe kann schoen bezaubernd sein. ;)



gehörlosenfreak
gehörlosenfreak



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@Calva,
i gebe zu ich habe deinen Hinweis übersehen
Zitat:
Bitte nicht auf Wikipedia und sonstige Internetquellen verweisen, das macht sich nicht gut als Literaturhinweis.


Wenn du eine wissenschaftliche Definition suchst, dass hilft nur eines wirklich: Selbst in den Fachliteratur suchen. Denn eine wissenschaftliche Definition bleibt eine Definition die man beliebig interpretieren kann, sogar auch zustimmen oder ablehnen. Wissenschaftlich definiere ist erst einmal zitieren von bekannten Autoren oder Fachleuten und dann eigene Zusammenfassung stellen die dann auch als Definition gelten kann. Damit machst du dir Namen :)

Ansonsten kann ich nur raten in englischem Literatur danach zu suchen, laut meiner Erfahrung ist Fachliteratur für Gebärdensprache noch jung und daher dünn. Neben Stokoe ist mir neulich Tervoort vor Augen gelandet. Letztere hat auch beim holländische GS eine sprachliche Status entdeckt (Schrieb ne Dissertation in einem Universität von Amsterdam), allerdings liegts mit 1953 schon länger zurück. Nur soviel weiss ich. Habe auch noch zu dünne Wissen auf diesem Gebiet [wink]

@ll ich bin entscheiden nicht der Meinung, dass Wikipedia eine "zweifelhaften Site" ist. Gerade in Linguistik stellt sich Wikipedia für mich als sehr informativ heraus. Und es ist klar, wenn man Student ist, muss man sich mit Artikeln und Quellen befassen, die selbst von Fachleuten geschrieben sind. Aber Wikipedia bietet gute Hinweise und ist weiterführend.

@Hartmut
:) Ich denke, wir haben gleiche Sichtweise, aber nehme Abstand von dem "sprachlichem Audismus". Ich habe neulich in einem Lehrveranstaltung auch erklärt, dass eine reine visuelle Sprachwahrnehmung für nichttaube Menschen (vor allem am Anfang) schwer nachvollzuziehen ist, weil die akustische Sprache einfach die dominierende und gewöhnliche Sprache ist. Aber das als Audismus zu bezeichnen halte ich für überzogen. Schliesslich ist es keine absichtliche Unterdrückung sondern einfach Unwissen. Sprachliche Audismus kann man bei Pädagogen in Gehörlosenschulen oder bei Mediziner feststellen, nicht aber im Allgemeinen. (Selbst wenn ich weiss, dass du Audismus nicht unbedingt auch als Unterdrückung definierst ist es vom ganzen her trotzdem eine solche Form, daher verwende ich den Begriff nur dort wo auch eine absichtliche Form von Diskriminierung vorhanden ist)

Zitat:
Warum denn muessen nur wir eine Definition fuer GS oder irgendeine xGS aufbringen?
Eine Sprache muss bis in den wissenschaftlichen Sinn eine Definition haben um ihren Existenz zu erklären. Ich finde Definition von xGS ist wichtig.
Ich bin dran interessiert, bei der Etablierung xGS in der Sprache sowohl wissenschaftlich als auch für den Allgemeinbildung aktiv zu werden.

LG deafmax


---
Ich bin taub, ergo bin ich.



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Summer,
es ist eine Antwort von Yak auf Hartmuts-Posting,
dass er der deaf (gl) Expauker einen Umweg über die USA-Sprache macht.
Mit sehr ausgesuchter Freundlichkeit ist das aufgezeigt worden.

Hartmut ist ein deutscher oralistisch gehörlos Schüler der freiwillig in die USA ging,
dort auf US-Deaf umgepolt.
Zurück meldet er sich als "USA-Deaf-Sprache-Offizier",
der die Dt nach USA-Deaf umformen will.

Es hat mit Dir, Summer, gar nichts zu tun!

Karin hat klipp und klar, ohne Umschweife, ohne Umweg die Definition erklärt.
Das kann der gl Expauker aus USA nicht!

Ein "Urgestein", das ist er überhaupt nicht, seine Wurzeln (oralistisch) hat er bei
Sehen statt hören (Ssh) offenbart!
Als gl US-geformter Sprache-Offizier ist er beim deutschen Gl Schuldirektor abgeblitzt,
diese Verwundung hat er nicht überwunden.
Seine seit 90-er Jahren Schriften sind voll davon.

Der Taubenhauptmeister von der bayer. Taubenpraxis, der liebe Hans Busch,
hat starke oralistische Wurzeln.
Der Yak hat oralistische gl-Schule-Basis -hd muttersprachlich - gl lautsprachbegl. Gebärden und Mischgebärden mit Gehörlosen (Teilgebiet der DGS)
--
Die Definition DGS, die hat der schwerhörige Lehrer Taubenschläger eingebracht.
Der hörende gl Schullehrer Prillwitz -Gebärdensprache-Institutsmeister hat seine
schärfste Waffe, den gebärdenden Heiko Zienert eingesetzt.
--
Also, die Definition DGS, die haben die Gl überhaupt nicht aufgestellt.
Es waren die Nichtgehörlosen (sh und hd Lehrer)
Und den Dt. Gebärdenprache-Atlas hat KEIN Gl oder Deaf,
schon gar nicht der "hochheilige Dt-US-Deaf" Hartmut herausgegeben!
--



Spitzenmitglied



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@Deafmax,
wenn niemand eine Lautsprache, wie Deutsch, Mandarin, Bantu, usw., definiert, warum denn sollte man fuer eine xGS eine "offizielle" oder "wissenschaftliche" Definition einbringen?! Auch wenn eine Lautsprache ungewoehnlich oder extrem selten ist, wird sie nicht definiert, sondern nur angegeben, wo oder von wem sie gesprochen wird. Mehr nicht, ausgenommen je nach Autor wird Sprachtyp zusaetzlich angegeben. Ist nicht das Verlangen nach "offizieller Definition" fuer xGS Audismus? Was Dominanz (= Vorherrschaft) hat, hat dennoch keine Berechtigung, nicht zu tun (z.B. keine Definition fuer was sie tun zu liefern), aber jedoch das gleiche von der nicht dominierenden Seite zu verlangen. Wohl verstaendlich wenn eine dominierende Schicht das tut, aber gerecht ist sie schlicht nicht. Diese Tatsache muss zum Bewusstsein gebracht werden.

Frueher wurden die diskriminierenden Ismen nur auf wissentliche Diskriminierungen beschraenkt aufgefasst. Heutzutage hat sich deren Auffassung auf unbewusste Formen ausgeweitet, siehe den Begriff "Alltagsrassismus"! Es wurde oft manches getan oder geredet, ohne Boeses beabsichtigt zu haben, weil es in der Kultur gang und gaebe ist. Man redet auch von "unterschwelligem Antisemitismus", der zuerst vorhanden sein muss, wenn er sich zu Pogromen und Judenverfolgungen ausartet. Die Behindertenbewegung beklagt oft von geistigen Einstellungen, die die gleichberechtigte Eingliederung der Behinderten in die Gesellschaft erschweren. Sprache liefert ein Fenster in solche unbewusste Einstellungen, wie der Titel eines Buches von Carol Padden und Tom Humphries treffend wiederbringt: "Eine Kultur bringt sich zur Sprache". Gerade im Bereich von Audismus und Ableismus muss das Unbewusste oder Unbeabsichtigte besonders zur Sprache gebracht werden, um zu verstehen, woher solche Diskriminierungen kommen. Niemand wollte ja Boeses gegen taube Menschen tun, aber warum haben sie dennoch Schwierigkeiten oder Konflikte in der Gesellschaft?! Unwissen ist nicht genug, um das zu erklaeren. Waren die Leute auf der Insel Martha Vineyard, das Beduinenvolk oder die Einwohner eines Dorfes in Ghana wissender als die Deutschen oder Amerikaner? Waren Samuel Heinicke oder Johann Amann, der sagte, dass Sprechen waere das Hauchen Gottes also die Seele des Menschen, unwissend im Vergleich zu Abbe de l'Epee bevor sie sich an die Arbeit mit tauben Menschen herantraten?
Zitat:
Eine Sprache muss bis in den wissenschaftlichen Sinn eine Definition haben um ihren Existenz zu erklären. Ich finde Definition von xGS ist wichtig.

Keine Definition erklaert oder gerechtfertigt die Existenz von etwas. Sie grenzt nur etwas von anderem Aehnlichem ab, um Verwechslung zu vermeiden. Was wichtig aufzuzeigen ist, ist dass erstens xGS eine Sprache sei und gleichwertig einer menschlichen Sprache sei und zweitens zu beschreiben, wie sie aufgebaut ist. Das ist ueberhaupt nicht "definieren". Ich habe in einem frueheren Thread erlaeutert, was W. Stokoe fuer ASL gemacht hat. Er benuetzte die 16 Design Features fuer Sprache von Hockett und zeigte auf, dass ASL die sprachlichen Design Features erfuellt hat. Ich erinnere mich, du hast mir eine "Hausaufgabe" darueber geschickt und ich dir dann deine Darlegungen kommentiert habe.
Siehe: Hocketts 16 Konstruktionsmerkmale der Sprache


Hartmut



Neuling



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Hallo Calva,

Deine Frage passt zum Bereich "Gebärdensprach-Linguistik".

Es gibt die Fachzeitschrift "DAS ZEICHEN" der Gesellschaft der Kultur und Gebärdensprache Gehörloser. In dieser Fachzeitschrift werden immer wieder auch mal Aufsätze präsentiert, die sich mit Themen der Gebärdensprachlinguistik befassen. Vielleicht wirst Du in solchen Aufsätzen fündig.

Bei diesem Verlag gibt es ein Online-Archiv des Zeitschrift "DAS ZEICHEN": www.signum-verlag.de

Beim Signum-Verlag kann man darüber hinaus auch sehr viel Literatur zur Gebärdensprach-Linguistik beziehen.

lg von biene63



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Moderator & Einstein & "Tante Emma"´09
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Es gibt auch viele Bücher u.a., in denen man vielleicht eventuell etwas finden könnte:
viewtopic.php?f=106&t=26147


Dass mir der Hund das Liebste sei,
sagst du, o Mensch, sei Sünde?
Der Hund blieb mir im Sturme treu,
der Mensch nicht mal im Winde.



gehörlosenfreak
gehörlosenfreak



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@hartmut,

natürlich ist jede Sprache definiert und hat eine Erklärung
was sie für ein Begriff sind. Ich möchte wirklich nicht näher
auf Audismus eingehen, aber die Sprachen werden generell als
akustive Sprache wahrgenommen. Das macht die Gebärdensprache
einzigartig und damit es nicht zu einer falschen Vorstellung
kommt ist es wichtig dass diese visuelle Sprache gut erklärt
wird. Alles hat hunderte Jahre gebraucht um sich zu entwickeln
und zu festigen. In diesem Prozess wirkten viele Menschen
mit dass die Sprachen heute einen Status haben wie sie
geworden sind.

Zitat:
Was wichtig aufzuzeigen ist, ist dass erstens xGS eine Sprache
sei und gleichwertig einer menschlichen Sprache sei und zweitens
zu beschreiben, wie sie aufgebaut ist. Das ist ueberhaupt nicht
"definieren".

Damit haben wir ähnliche Haltung, trotzdem ist für mich eine
Definition eines Begriffes notwendig. Wie du schreibst, grenzt es
etwas von anderem ab. Und die SPRACHE ist in den Köpfen viele
Menschen etwas, das in ihrem logischen Denken eine akustische
Form von Kommunikation ist. Daher finde ich "Gebärdensprache
ist eine "Sprache" nicht ausreichend genug um auch wirklich zu
verstehen was die Gebärdensprache ist und welche Funktion
es hat.
Das meine ich mit "Erklärung ihrer Existenz". Es geht nicht um
die Gerechtfertigung, dass es Gebärdensprache existent ist,
sondern ums Verstehen was "Gebärdensprache" ist.

lg deafmax


---
Ich bin taub, ergo bin ich.




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