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Virtuelles Kommunikationsforum für Gebärdensprachnutzer
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 Skandal in Bayern - Aufruf zur Hilfe


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Ich möchte hier betonen, jede Schüler/innen haben unterschiedliche schulische Erlebnisse und Erfahrungen, was gut oder schlecht ist. Eins möchte ich hier anmerken: Ich wurde damals aufgrund der Diagnose IQ von der 5. direkt in die 6. Klasse versetzt und ermöglichte mir ein Schuljahr-Ersparniss. Wäre ich auf der Regelschule gelandet, hätte ich damals "ein Schul-Ferienjahr" nichts geschenkt bekommen. :)

@Ulla:
Zitat:
Ohne Dolmi oder Hörhilfe bist du sowieso immer danaeben als Schaupuppe.


Ich, als Schaupuppe, bin leider betroffen trotz GS-Dolmi und Hörhilfe! Schon mal an globalisierten Unternehmen gedacht? Ich habe leider erlebt.


"Denk ich an Deutschland in der Nacht......." (H. Heine)



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Zitat:
Hi Yak, vielleicht hätte es dir gut getan, wenn deine Kollegen ihr Wissen mir dir geteilt hätten ;-) und nicht nur ein paar Wörter buchstabiert hätten...
Gut Nacht
Karin

Hi Karin,
Du weiss es besser? ho ho ho ... :-))
Der Kollege kommuniziert ... spricht Sätze ... ein Wort? ... er wiedrholt ... dann fingerbuchstabiert ...
Das war nur dieser eine Kollege.
Die andern schreiben nicht-verstehen-Wort auf ...

Zitat:
ihr Wissen mir dir geteilt hätten

Ich war nicht ausgeschlossen unter Mitarbeiter!
Zitat:
Ronco: Der Vorteil der Regelschule ist doch auch,
dass die gl Kinder später im Erwachsenenalter viel selbstbewusster und unverkrampfter
im Umgang mit den Hörenden sind.

Viele Hörende sind im Erwachsenenalter beim Umgang nicht selbstbewusster und nicht unverkrampfter!
Sonst gäbe es nicht die vielen vielen Hilfe-Ratgeber-für den Umgang und Verhalten für die Hörenden.

http://www.spiegel.de/karriere/berufsle ... 51,00.html
Zitat:
Arbeit ist das halbe Leben, plusminus. Sie könnte gleich viel flotter von der Hand gehen,
wären da nicht diese
Teebeutel, Plapperschlangen, Zweckautisten, kurz: Kollegen.
... und die lieben Kollegen sind eine noch größere Nervquelle.
Die Hölle, das sind die anderen. Man kann sich ja nicht klonen,
in der Zwangsgemeinschaft einer Firma muss man mit ihnen auskommen.
Und braucht gelegentlich ein Druckventil - durch Spott über die Spleens der Belegschaft,
ganz marottenfrei ist schließlich niemand.

Genau, voll-mittendrin in dieser Zwangsgemeinschaft-Bürokosmos war der gehörlose yak.;-)
Gut Nacht - yak
____
"wie Schaupuppe daneben" oder "Zweckautist" ... das wäre gar nicht schlecht - leider stehen einige Mitarbeiter auf der Liste für nächste Projektbearbeitung - in der Zwangsgemeinschaft Büro hat die Firma,
Mitarbeiter vorzeitig freigestellt - ich wurde absichtlich übersehen.
____



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Zitat Karin:
Hallo Petra, nimm es mir bitte nicht übel, aber was sollen die Kinder, die gl geboren sind denn machen? Sich erschießen, damit die Kollegen sie nicht mobben?

Na, das wäre wohl reichlich drastisch.
Ich bin übrigens im Berufsleben bewusst nie gemobbt worden. Meine berufliche Qualifikation und auch der Mensch Petra wurden durchaus positiv anerkannt. Damals wie heute.
Ich habe nur gesehen, dass die Kommunikation ausschliesslich lautsprachlich erfolgte. Und ich sehe, dass ich auch heute als Selbständige ohne lautsprachliche Kommunikation nicht weit komme.

Zitat Ronco:
Der Vorteil der Regelschule ist doch auch, dass die gl Kinder später im Erwachsenenalter viel selbstbewusster und unverkrampfter im Umgang mit den Hörenden sind.

Durchaus möglich, da kann ich nicht mitreden, denn ich kenne nur meine Situation als einzige Gl in einer hörenden Familie und als jemand, der erst sehr spät von der Förderschule auf die Regelschule wechselte und da waren bei mir die Voraussetzungen doch anders.
Ich denke, da spielen aber auch noch andere Dinge, wie soziales Umfeld, Charakter eine Rolle. Deshalb ist es wahrscheinlich bei jedem etwas anders.

Zitat Ronco:
Man sieht doch, dass Gehörlose, die bis zum Eintritt ins Berufsleben nur unter ihresgleichen waren, sich dann viel gehemmter gegenüber den hörenden Kollegen benehmen - wel sie so etwas nicht kennen und nicht gewohnt sind, nun auf einmal wie bei einem "Sprung ins kalte Wasser" hörende "Bezugspersonen" zu haben.

Vielleicht ist auch viel Mißtrauen dabei und/oder schlechte Erfahrungen.
Natürlich sollte man immer irgendwie Kontakt mit Hörenden gehabt haben, stimmt. Ist manchmal ein gutes Training.


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Hallo,

nehmen wir an, die Mitschüler lernen DGS in der Schule aufgrund gl Mitschüler, ist das immer noch eine Fremdsprache für sie. Auch wenn hörende Schüler bereits früh Englisch oder Französisch (ab Grundschule) lernen, sprechen sie nicht mit der Fremdsprache über ihre Seele. Gerade ab Teenageralter wird nicht mehr miteinander gespielt, sondern immer mehr von Jahr zu Jahr tiefgründigere Gespräche geführt. Und das findet nicht mit einer Fremdsprache so flüssig statt, weil eben die Wörter die dafür benötigt werden, im englischen und französischen Unterricht nicht im Schulplan gelehrt werden. Und hier ist die deutsche Lautsprache ein wichtiges Element. Können die hörenden Mitschüler mit ihren DGS-Kenntnisse tiefgründigere Gespräche führen? Zudem gibt es Themen, da würde ein hörender Mitschüler sich nicht an den gehörlosen Mitschüler wenden und umgekehrt. Eben weil da Punkte gibt, wo die Erfahrungswelt sich sehr unterscheiden kann. Gerade Teenager orientieren sich schon an gewissene Interessensgemeinsamkeiten. Da ist Musik, Telefonieren ganz vorne dabei. Ok, vielleicht heute Chatten? Facebook? [british]



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Aber das sind doch alles keine Gründe, dass ein gl Kind nicht, wie alle anderen Kinder auch, Bildung erwerben sollte.
Es gibt doch auch für Gespräche, der schwierigen Art, nachmittags Gelegenheit andere GL zu treffen, wenn es noch Gehörlose gibt.

Ich habe ja über viele Jahre auch gewartet, dass sich etwas an den GL-Schulen ändert. Nur leider hat sich da überhaupt nichts getan. Weiter darauf zu warten ist sinnlos.

Ein Satz im Sehen statt Hören - Film in der GL-Schule in Augsburg war: Die Kinder haben im Chor gesprochen und LBG gezeigt: ICH KANN HÖREN" Kann mir einer erklären, warum gehörlose und CI Kinder so was gebärden müssen (üben müssen)???

Na auf solche Späße kann man doch wirklich verzichten....
Karin



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@CharlyBrown
Zitat:
Ulla, Du schreibst von netten hörenden Kollegen, die DGS lernen usw. Woher hast Du solche Erfahrungen? Du bist doch noch recht jung, …

Ich bin in einem Gehörlosenverein, wo überwiegend die Alten sind. Ich erfahre viel durch Erzählungen von solchen Leuten. Deaf Studies sind auch eine gute Lehre.

Wohnst du im NRW? Gerupfter Wulff-Bundesadler mit dem entblößten Stöckchen nach oben auf der offenen Straße? Und Kinder schauen zu? Das ist das ALLERALLERletzte. Wünsche dir trotzdem einen "anständigen" Narrentag.
Zitat:
Je nach dem, wie es grade passt, sind Hörende "böse Audisten" und dann wieder "nette Menschen"

Im TV fand ich NULL Dolmis für Taube in den Narrenstrassen. Böse Narrenautisten.


@yakamoz
Zitat:
ich wurde absichtlich übersehen.

Ich frage dich narrenfrei: Warst du als Gl weggemobbt?


@Karin
Zitat:
ICH KANN HÖREN

In deiner Homepage und im Taubenschlag und heute in der DGZ: Papageideutsch (Hans Busch). Das trifft zu.


I Love Julia Probst.
Hier URL: http://meinaugenschmaus.blogspot.de/



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@Ulla
Zitat:
Ich frage dich narrenfrei: Warst du als Gl weggemobbt?

Ich antworte Dich sehr gern narrenfrei:
Zitat:
... ich wurde absichtlich übersehen....

Auf gut leichte deutsche Sprache,
bei der Firma-Freistellungaktion (ist nicht Mobbing) war ich nicht dabei
(=absichtlich übersehen - muss bleiben in der Zwangsgemeinschaft-Bürokosmos)
Den freigestellten Mitarbeitern ging es sehr gut.

-----

@Karin,
warum spielst Du privat überhaupt als Hörende in der Angelegenheit für die Gehörlosen?
Der Deutsche Gehörlosen Bund - hat selbst die Spitzenspieler R.Sailer-Sabine Fries-Chri. Linnarz.

Warum wollte der gl-sh Spitzenspieler Ulrich Hase als DGB-Präsident nicht weiter machen?

Nur Jesus Christus war uneigennützig.
Die "Armen-Mutter" Theresa war in der Kat.-Kirche sicher eingebunden.
Alles andere ist nicht frei von Vorteile.
Zitat:
Ich habe ja über viele Jahre auch gewartet, dass sich etwas an den GL-Schulen ändert.
Nur leider hat sich da überhaupt nichts getan.
Weiter darauf zu warten ist sinnlos.

Du brauchst gar nicht warten oder Du müsstest in die GL-Schule gehen und in die Politik gehen -
warum hast Du es nicht gemacht?
In den GL-Schulen hat sich viel geändert - es ist heute ganz anders (viel besser) als früher.
Zitat:
"ICH KANN HÖREN" - Na auf solche Späße kann man doch wirklich verzichten....

Das muss Du GL-Schule in Augsburg direkt ansprechen!

In Bildungsangelegenheiten gehörlose Kinder - hat der DGB Aktionen (Saarbrücken und Präsident R.S.-Neujahrsansprache) angekündigt.
Das reicht aus - denn der DGB hat das Fach-Personal.
______



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@yakamoz
Zitat:
… hat der DGB Aktionen (Saarbrücken …) angekündigt. Das reicht aus …

Nein, das reicht gar nicht. Von Saarbrücken bekomme ich bis jetzt noch keine Wirkung zu spüren. Du auch nicht.


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yak,
Dein Kritik an Karin kann ich nicht ganz nachvollziehen. Auch wenn die DGB gibt. [neutral]

Auch wenn ich stellenweise deine Post nachvollziehen kann, und in manchen deiner
und anderen hier derselben Meinung bin, z.b.

Wie viele andere die nicht täglich mit hd arbeiten müssen,
hat die Karin so vermutlich auch nicht viel Ahnung vom Alltag des Berufsleben.

Die wissen nicht, wie in der freien Wirtschaft ein Meeting nach dem anderen gibt.
Manche Firmen lehnen GSD-Einsätze sogar ab. Da ist dann Durchsetzungsvermögen gefragt.
Das wissen und kennen GL, die in solchen Firmen arbeiten, nur zu gut!

Warum nicht ein anderes, neues Konzept auf die Beine stellen, dass gl, sh sowie CI Kindern auch
bessere Bildung an Sonderschulen mit gleichwertigen Abschlüsse wie andere hd Schulen bekommen?
Davon können alle nur profitieren - die Schüler, die Eltern, die Studis, die Berufstätigen uvm.

Denn so bleibt auch ein wenig mehr GSD für Berufstätigen übrig - denn die Berufstätigen brauchen und meist auch kurzfristig die Dolmis

Demnächst wird bestimmt zu wenig Dolmis sein, da GL - Kids an Regelschule, Studis an Uni,
GL im Ausbildung alles für sich selbst beanspruchen, die wissen ja halbes Jahr im voraus wo
und wann die die brauchen, somit gehen Berufstätigen leer aus - das ist eigentlich nicht fair.

Für alles andere kann Karin nichts dafür ebenso die miserable Situation in der Augsburger Schule ...
Und auf Karin würde die Lehrerinnen ebenso wenig hören.
Die meisten sind nur zu bequem einen neuen Weg einzuschlagen, und GS zu lernen (!)

Ausserdem, die Karin tut viel mehr für GL als jede andere Privatperson.


****~cat



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Zitat Snowcat:

Warum nicht ein anderes, neues Konzept auf die Beine stellen, dass gl, sh sowie CI Kindern auch
bessere Bildung an Sonderschulen mit gleichwertigen Abschlüsse wie andere hd Schulen bekommen?
Davon können alle nur profitieren - die Schüler, die Eltern, die Studis, die Berufstätigen uvm.

Ganz genau da sollte man ansetzen und es auch energisch voran treiben.


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@Petra Susanne: Im Antwortkasten findest Du das Code "Quote", das ist Zitat.
Bitte zukünftig das verwenden, wenn Du ein Zitat einfügen möchtest. Sonst sieht die Antwort etwas verwirrt aus.



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Sorry Deaftina!


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Hallo Snowcat, wie lange fordern die GL Verbände schon ein Umdenken in den GL-Schulen? Woher sollen die DGS kompetenten Lehrer herkommen?
Ich weiß, wie es an den Arbeitsplätzen in den Firmen aussieht, ich habe über 12 Jahre auch in den Firmen gearbeitet.

Eure Angst, dass Dolmis ausgebucht sind, ist das Hauptmotiv die GL Schule zu erhalten - glaube ich langsam.
Das ist egoistisch - aber verständlich. Mehr Dolmetscher wären die Löäsung. Mehr Studiengänge - vielleicht auch in Bayern?!

@Yak, Uli Hase hat gar nichts gemacht in Bayern, also kann er auch nicht weiter machen.
Und warum ich etwas mache, wirst du nie verstehen. Ich erkläre es also nicht nochmal.
Gruß
Karin



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Karin,

pff, was war das jetzt für Fragen? Und egoismus? *lol ...


****~cat



Zuletzt geändert von snowcat am 21.02.2012, 15:01:43, insgesamt 1-mal geändert.

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Snowcat, es war nicht gegen dich.

Ich habe mir nur überlegt, woher all der Segen in den GL -Schulen kommen soll.

Aber das Argument, es sind zu wenige Dolmetscher da, geht mir einfach auf den Keks. Sorry - ist gar nicht persönlich :-)
Karin



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Karin,

das Arbeitsleben vor 10, 20 Jahre kann man nicht mit dem heutigen Arbeitsleben in der freien Wirtschaft vergleichen.
Die Jobs sind kommunikationsintensiver geworden, die Anforderungen sind gestiegen und komplexer geworden.
Eine Firma hat andere Schulungsinteresse als ihre eigene Mitarbeiter in DGS zu bilden. Ein normaler Mitarbeiter hat
nicht wirklich die Ressourcen dafür, DGS neben seiner eigentlichen Jobaufgabe zu lernen.



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Zitat:
@Yak, Uli Hase hat gar nichts gemacht in Bayern, also kann er auch nicht weiter machen.
Und warum ich etwas mache, wirst du nie verstehen.
Ich erkläre es also nicht nochmal.

Mir brauchst Du es nicht direkt erklären!
Du muss es der Öffentlichkeit und den Gehörlosen erklären.

Auch Wulff wollte nicht erklären ... ;-)
Jetzt muss auch Gauck erklären ... wilde Ehe als Pfarrer und Bundpräser ... ;-)

Der ganze Rummel mit der DGS (Dt Gebärdensprache) ist ein Geschäftsmodell.

Damals die hörenden Lautsprache-Methodiker - heute die hörenden DGS-Methodiker
= vom Regen in die Traufe.
Zitat:
Eure Angst, dass Dolmis ausgebucht sind,
ist das Hauptmotiv die GL Schule zu erhalten - glaube ich langsam.
Das ist egoistisch - aber verständlich.

Aha, egoistisch ... o ho ho, so so ... so und schlau argumentieren die sehr ambitionierte hörende "Helfer".

Damals haben die hörenden Oral-Methodiker die Gl rhetorisch platt gehauen,
heute ist es auch nicht anders - die DGS-Methodiker und das DGS-Geschäftsmodell.

Nochmals, warum wollte der gl-sh Dr. Uli Hase als DGB-Präsident nicht weiter machen?
Er hat für die Gehörlosen genug Fische geangelt und den Gl das Angeln auch beigebracht.:-)
_____



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Ulla, Zitat
Zitat:
Wohnst du im NRW? Gerupfter Wulff-Bundesadler mit dem entblößten Stöckchen nach oben auf der offenen Straße? Und Kinder schauen zu? Das ist das ALLERALLERletzte. Wünsche dir trotzdem einen "anständigen" Narrentag

Nein ich wohne nicht in NRW.
Heutzutage gibt es in allen Ländern unanständiges.

Off Topic zum Narrentag zwei Beispiele über Schulbildung:
Lehrer an einer Grundschule will den Kindern Inflation erklären.
„Vor zehn Jahren bin ich mit zwanzig Euro in der Tasche einkaufen.
Brot, Wurst, Fleisch, Gemüse, Milch, Obst und Getränke für
eine ganze Woche habe ich nach Hause gebracht und noch etwas
Geld in Tasche gehabt.
Warum ist das heute nicht mehr möglich?“
Schüler antwortet:“ Wegen der Technik“ .
Lehrer: “wie meinst Du das?“
Schüler: “zuviel Überwachungskameras“.
--
Im Fach Erdkunde heftet der Lehrer eine Weltkarte an die Wand
und fragt: “Wer kann Amerika zeigen?“
Achmed hebt die Hand und geht zur Weltkarte.
Er zeigt auf Amerika.
Lehrer: “richtig, Du bist ein kluger Junge“.
Dann fragt der Lehrer:
„wisst ihr, wer Amerika entdeckt hat?“
Die halbe Klasse ruft: “Achmed, Achmed, Achmed“.

Karin fragt: “warum sollen Gehörlose nicht gute Bildung bekommen?“
Antwort: „Es wäre ungerecht, wenn Gehörlose etwas bekommen, was
die Mehrheit der Hörenden nicht hat“.



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[biglaugh] das läßt mich an das Buch erinnern, ich weiß leider nicht mehr, welches Buch, aber drin steht: Gott hat manchen Leute Gehör weggenommen, damit sie nicht zu schlau werden - so hat die gl Mutter zu ihrer hd Tochter erzählt! (aus 60-er Jahren)

@zigeunerin: sicher, aber alles läßt sich machen, mit persönlichen Assistentin z.B., über Tess, Mail. Solange es sich allein um Arbeit geht, ist es schon alles okay. Man muß halts hartnäckig auf eigenes Recht bestehen. Bei freizeitlichen Veranstaltung wie z.B. Weiberfastnacht oder so - da stolpere ich schon drüber und muß passen.


Im Moment pennen 26 Mill. Leute, 28 Mill. essen, 13 Mill. verlieben sich und 29 Mill. sexeln! Aber nur 1 arme Sau liest vor Langeweile diese Message!



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Ja, das stimmt, TESS ist eine Option, die ich ganz bestimmt ausloten werde. Arbeitsassistenz ist auch so eine Sache die auch sinnvoll erscheint, aber man sollte schon in der Lage sein, gegenüber dem Arbeitsassistenzen eine gewissene Vorgesetzenfunktion zu erfüllen. Ich gebs zu, ich bin skeptisch, was ist, wenn ich mit dem Assistenten nicht so grün bin und dieser aber von meinem Vorgesetzen oder Kollegen mitausgewählt wird und diese Mehrheit kommt mit dem klar und ich aber nicht. Mir fehlen ehrlich gesagt positive Erfahrungsberichte mit einem Arbeitsassistenten in einem Unternehmen mit einem größeren Team. Hast du eine Idee, wie ich an diese komme?



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Nein, leider nicht. Ich bekomme zwar meine eigene, aber erst demnächst! Ich darf aber selbst bestimmen, wer es wird!


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Ulla hat geschrieben:
Empfindest du das auch in deinem angeblich erfolgreichen Beruf?
Deine Antwort mit deiner Erfahrung als Oldi wäre mir hilfreich.
Ohne Dolmi oder Hörhilfe bist du sowieso immer danaeben als Schaupuppe

hi,
in einer Meierei für Tauben (deaf studies) hat man meist herzlich wenig Ahnung davon,
wie es Hörbehinderten (SH-CI-Trägern-GL) im Berufsleben unter Hörenden tatsächlich ergeht.

Jeder hat da seine individuellen Probleme, die abhängig sind von der eigenen Aufgeschlossenheit
gegenüber Hörenden, der Einstellung zum Job, dem Vorgesetzten, den Kollegen, dem Berufszweig,
der Firma. Diese Auflistung lässt sich sicher noch erweitern.

Die Beurteilung, ob mein Berufsleben nur "angeblich" erfolgreich ist, kannst du getrost mir überlassen. :D

Problematisch können Meetings sein, wo ein Dutzend Personen bei schlechten Lichtverhältnissen kreuz
und quer diskutieren. Als Schaupuppe fühle ich mich deshalb aber nicht unbedingt,
die Situation ist allerdings suboptimal, wie andere es ausdrückten.

Bei fachlichen Diskussionen im kleinen Kollegenkreis kann ich durchaus mitreden.
Ein Dolmi würde an den Fachtermini wahrscheinlich verzweifeln.
Natürlich ist es kommunikativ viel einfacher, wenn man bei einer Gebärdenfirma oder so arbeitet,
wo die Sprache sozusagen in der Luft liegt. [biglaugh]

Deshalb studiert ja auch die Mehrzahl der Generationen-Tauben das Taubseinsdaseinsleben und
hofft, dermaleinst auf einer A13-Stelle das Taubenvolk betüteln zu dürfen.

Den netten Arbeitskollegen gibt´s dann nicht mehr, wenn er den Hörbi als Konkurrenten sieht.
Deine paternalistischen Vorstellungen solltest du deshalb revidieren.

Ich kann auch die Ausführungen von @Petra Susanne in etwa bestätigen,
dass in der Kommunikation wenig bis gar keine Rücksicht genommen wird.
Wer telefonisch nicht erreichbar ist, der existiert für viele Leute nicht.
Das Internet und Email sind nur ein unzureichender Ersatz für´s Telefon.
Daran ändert vorläufig auch die so gern zitierte UN-Behindertenrechtskonvention nichts.


Pyros



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Ich denke, so in dieser Form geschieht es eher in einer großen Firma, wo man als Hörbehinderte kaum hohe Posten haben kann - da muß ich euch schon Recht geben! Habe selbst beobachtet, daß die Leute mit hohen Posten fast stündlich angesprochen, angerufen werden, dauernd in irgendwelcher Sitzung sind.... Da kann nicht einmal Dolmi mithalten, auch wenn der durchgehend anwesend wäre.
Aber die Hörbehinderten können schon Karriere-Leiter erklimmen, nur halts bis zur gewissen Grenze, wenn es sich nicht um Gl-Welt handelt. Bin im öffentlichen Dienst mit über 1000 Angestellten und habe nicht gerade den kleinen Posten, arbeite aber mit den Kollegen zusammen, die man leicht an den Händen abzählen kann, und dann mit den Leuten / Ämtern außerhalb meines Dezernats, aber auch überschaubar und es klappt wunderbar mit Dolmi und TESS.
Habe auch hörbinderten älteren Kollegen dort, und sie wollen nicht hocharbeiten und sind zufrieden, wenn sie dem bestimmten Kollegen untergestellt sind und dessen Aufträge entgegennehmen. Kommt also auf Hörbehinderten an, wie hochmotiviert sie sind.


Im Moment pennen 26 Mill. Leute, 28 Mill. essen, 13 Mill. verlieben sich und 29 Mill. sexeln! Aber nur 1 arme Sau liest vor Langeweile diese Message!



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Karin hat geschrieben:
Ich habe mir nur überlegt, woher all der Segen in den GL -Schulen kommen soll.


Tja, ich hab ein wenig den Eindruck, du vermutest hier Egoismus ... [roll]

Wie wäre es mit einer anderen Erklärung, ich lese von anderen eher das heraus:
weil einige von GL hier wissen wie es sich anfühlt,
wenn die von hd ausgegrenzt werden - und die das für GL-Kids nicht wünschen?

Ich denke, Hd Schule mit Dolmi schafft nur ein gl Kind, wenn es intelligent sowie wissbegierig ist.

Und ich seh es ähnlich wie Petra Susanne Ausführung,
und ich kann auch Zigeunerin Bericht zum Arbeitsleben zustimmen.

@ll,
mich würde interessieren, wer von hier GSD bei Meeting etc. bekommen?
Wie lang die vorher zu bestellen sind - sowie wo bzw. in welchem Bundesland?
Und womit es dann erklärt wird, warum ihr keine GSD bekommt?

PN ist auch ok, denn mich interessiert das,
auf Anfrage warum, eine Erklärung gebe ich dann gerne per PN ab


****~cat



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Karin hat geschrieben:
Zitat:
Ich habe mir nur überlegt, woher all der Segen in den GL -Schulen kommen soll.

Der Segen ist in den Gl-Schulen gekommen - die Gründung Gl-Schulen - ein Segen!
Die damaligen Taubstummenlehrer/ -pädagonen - die gut waren - ein Segen!
Die Taubstummen lernen Lautsprache - ein Segen!
Der Mailänder-Kongress 1888 - war für die lautsprachlich-fähigen Gl ein Segen!
Viele Taubstumme / Gehörlosen erfolgreich in den Berufen (Geselle / Meister / Ingenieur /Selbstständige) - ein Segen!
Taubstummenvereine - Gehörlosenvereine - Gehörlosen-Freizeiten - SsH - Untertitel - Fax /SMS - ein Segen!
Für die damaligen Taubstummen / Gehörlosen ist es halt so gelaufen!

Für die Beladenen (Mühsamen / Behinderte) werden weiter gern segensreiche Gesetze gemacht.
Diese Gesetze kostet halt Geld - die öffentlichen Haushalte hoffen auf Landes-/Bundeszuschüsse.
Und beim Geld und Einfluss (Verband - Privat) hört die Gemütlichkeit auf.
____



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Aha! Das ist der Segen....
Karin



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Zitat:
Aha! Das ist der Segen....
Karin

Ist Betüteln der Segen?

Lt. Jahrespressekonferenz DGB
Zitat:
Neben älteren Gehörlosen seien
v.a. gehörlose AbsolventInnen
in hohem Maße von
Arbeitslosigkeit betroffen, berichtete Rudolf Sailer.
Die Arbeitslosenquote unter
Gehörlosen ist in Deutschland sehr hoch.
Dr. Liisa Kauppinen bestätigte diese
alarmierende Tatsache auch für andere Länder.

Zitat:
Pyros:Deshalb studiert ja auch die Mehrzahl der Generationen-Tauben das Taubseinsdaseinsleben und
hofft, dermaleinst auf einer A13-Stelle das Taubenvolk betüteln zu dürfen.
Den netten Arbeitskollegen gibt´s dann nicht mehr, wenn er den Hörbi als Konkurrenten sieht.
Deine paternalistischen Vorstellungen solltest du deshalb revidieren.

Der Segen ist schön wie Rosen und hat Dornen.
Das Dasein ist ein Haifischbecken - die Hörbis sind immer dabei.
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http://www.hcig.de/index.php?option=com ... mid=100007

eben zufällig gefunden. interessant dass einige ci für förderschule sind. respekt!



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auch interessant: http://www.gehoerlosblog.de/inklusion-w ... daniel-ly/



Moderator & Einstein & "Tante Emma"´09
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In Niedersachsen können Eltern die Schule bald frei wählen:
http://www.weser-kurier.de/Artikel/Regi ... ehlen.html


Dass mir der Hund das Liebste sei,
sagst du, o Mensch, sei Sünde?
Der Hund blieb mir im Sturme treu,
der Mensch nicht mal im Winde.



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http://www.augsburger-allgemeine.de/bay ... 35111.html

Gerade was neues aus Bayern! Scheint nahezu beschlossene Sache zu sein.


"Denk ich an Deutschland in der Nacht......." (H. Heine)



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@TW1,

der letzte Satz in diesem Artikel der Augsburger Allgemeinen lautet:

Und der schwäbische Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert fasst zusammen:
„Es ist an der Zeit, klar zu definieren, wie man mit dem Thema Inklusion an
Regelschulen umgeht.“


Soll heißen, die UN-Charta verlangt zwar die Inklusion,
die Regelschulen wissen aber nicht, wie sie diese umsetzen sollen.


Ein interessanter Artikel zum Umgang mit der Inklusion findet sich hier.


Pyros



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http://www.augsburger-allgemeine.de/bay ... 60071.html
Die Eltern brauchen endlich etwas schriftlich - immer hin und her.... das macht ja wahnsinnig.
Karin



Spitzenmitglied
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Lest hier:
http://www.sueddeutsche.de/p5n38X/49958 ... scher.html
Ja, leider immer noch nur vertrösten …

Auch interessant zum Lesen hier:
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/beh ... -1.1299755
(auch weiter klicken auf die 2. Seite)

Die SZ-Artikel "Da muss sich noch viel tun" (Bayer. Landesbeauftragte für Behinderte Frau Badura) und "Trotzdem Kind" sind auch interessant, aber zum Lesen leider nur durch SZ-Login möglich. (Vielleicht kann Ronco hier durch und die Kopie hier einposten?)

Lest auch hier den Offenen Brief von Karin Kestner und weitere Leserbriefe:
http://www.kestner.de/n/verschiedenes/p ... 012.htm#13


„Das Universum denkt mit der Hand.“ (Fise)



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Hans Busch hat geschrieben:
[...]aber zum Lesen leider nur durch SZ-Login möglich.
(Vielleicht kann Ronco hier durch und die Kopie hier einposten?)


copy and paste.... [nonono]

Es wäre also nett wenn du eine kurze Inhaltswiedergabe schreiben würdest,
die keine Urheberrechte verletzt.


Pyros



Zuletzt geändert von Pyros am 05.03.2012, 13:15:45, insgesamt 1-mal geändert.

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PRESSEMITTEILUNG des Bayerischen Kultusministeriums 04.03.2012

"Wir wollen den beiden hörgeschädigten Mädchen in Schwaben helfen - Freistaat Bayern finanziert Kosten für Gebärdendolmetscher vor"
Kultusstaatssekretär Bernd Sibler und Sozialstaatssekretär Markus Sackmann treffen Vereinbarung - Gerichtsverfahren der Eltern gegen den Bezirk Schwaben anhängig

MÜNCHEN. "Wir wollen den beiden gehörlosen Kindern in Schwaben, die den Unterricht an der Regelschule besuchen, rasch helfen. Wir übernehmen deshalb die Kosten für die beiden Gebärdendolmetscher je zur Hälfte in Vorleistung bis zu den entsprechenden Gerichtsentscheidungen." Dies vereinbarten nun Bayerns Kultusstaatssekretär Bernd Sibler und sein Amtskollege Markus Sackmann vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen.
Die beiden Landespolitiker reagierten damit auf die am Donnerstag erfolgte Ablehnung des Verbandes der Bezirke, gemeinsam mit den beiden Ministerien in Vorleistung für die Kosten zu treten, bis die Hauptsacheverfahren auf dem Rechtsweg entschieden sind.
"Wir haben deshalb in dieser besonderen Situation schnell und bürgernah gehandelt. Wir wollen den Kindern und ihren Eltern ein klares Zeichen geben, dass wir sie aktiv begleiten und ihnen helfen, mit ihren Mitschülern am Unterricht weiter erfolgreich teilzunehmen", so Bernd Sibler und Markus Sackmann. Die Übernahme der Kosten in Vorleistung zu den Gerichtsentscheidungen bedeutet nicht, dass die Ministerien eine Rechtspflicht dazu anerkennen. "Wir handeln mit unserer Zusage der vorläufigen Kostenübernahme völlig freiwillig. Wir wollen damit aber den Eltern und den Schulen klar zu erkennen geben, dass wir sie nicht im Stich lassen", so die beiden Staatssekretäre.

"Inklusion von Menschen mit und ohne Behinderung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und ein gemeinsames Anliegen von Freistaat und Kommunen, das gilt für alle Lebensbereiche", so die Kabinettsmitglieder Sibler und Sackmann abschließend.

Dr. Ludwig Unger, Pressesprecher des Bayerischen Kultusministeriums, Tel. 089 2186-2105, mobil 0173-8632709



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@Pyros,
ich bin der SZ-Abo und lese zwar aber nur die analoge SZ am Frühstücktisch. ;)
Das Passwort für das SZ-Login-in weiss ich nicht mehr. :( :D

Wenn du wissen möchtest, wo man die Pressemitteilung des Bayer. KM im Internet finden kann, hier:
http://www.km.bayern.de/pressemitteilun ... -2012.html

„Die Übernahme der Kosten in Vorleistung zu den Gerichtsentscheidungen bedeutet nicht, dass die Ministerien eine Rechtspflicht dazu anerkennen.“

und

„Wir handeln mit unserer Zusage der vorläufigen Kostenübernahme völlig freiwillig.“

sind sehr schön und hübsch gesagt, na ja … :(

Nebenkommentar: 04.03.2012??? Das Kultusministerium arbeitet auch am Sonntag? [grosseauge] Die Bajuwaren sind fleißig. ;)


„Das Universum denkt mit der Hand.“ (Fise)



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Zitat:
PRESSEMITTEILUNG des Bayerischen Kultusministeriums 04.03.2012


Eine Pressemeldung vom Sonntag, den 4. März 2012!

Das muss wohl brandeilig gewesen sein. :D

Ich erinnere mich da an einen Finanzgerichtsentscheid vom August 2011,
Studienkosten seien als vorweggenommen Werbungskosten anzuerkennen.
Große Freude bei den Absolventen!

Das Urteil lief ins Leere, weil das Finanzamt Studienkosten weiterhin nur als
Sonderausgaben anerkennt.

So ähnlich dürfte es bei bei einem Urteil zur der Finanzierung der Inklusion auch ausgehen.

Aus dem laufenden Projekt können die Politiker schlecht aussteigen,
weil sie sonst eine sehr schlechte Presse hätten. (Nichts fürchten Politiker mehr.)

Inklusion,- im Prinzip und vereinzelt ja, aber...

@ Hans Busch, du warst Sekunden schneller mit teilweise ähnlichen Worten [wink]


Pyros



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Ja, um eventuelle böse Kostenlawinen zu vermeiden. Die cleveren Bajuwaren. :D :(


„Das Universum denkt mit der Hand.“ (Fise)



Zuletzt geändert von Hans Busch am 05.03.2012, 15:24:21, insgesamt 1-mal geändert.

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ich verstehe warum ci. ci ist billiger als gebärdendolmtscher im unterricht. ein ci-operation kostet 50.000 euro für nichts, dafür körperverletzung am kopf.

mit gebärdendolmetscher im unterricht kostet pro jahr ungefähr 100.000 euro, dafür ohne körperverletzung. lustig!



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Zitat:
H.B. Die cleveren Bajuwaren.

Clever war der bay. Bezirk und der bay. Bez.-Verband - die haben den Schwarzen Peter zurück
ans "schlaue" bay. Schulministerium-Staatssekretär gegeben.
Diese Bez.-politiker haben richtig gehandelt!
Der bay. Schulminister-Staatssekretär und sein Kollege Sozialministerium-Staatssekretär
müssen notgedrungen freiwillig die sehr hohen Dolmetscherkosten übernehmen.
Das gibt Bonuspunkte von den Wählern - "Wir lassen die Eltern der gl Schülerinnen nicht im Stich".
Diese Politiker-CSU-Landesregierung-Staatssekretäre können nicht anders machen. Ein Glück!

Die GS-Dolmis haben gearbeitet und bis jetzt keinen Cent vom Bezirk bekommen.
Um die gl Schülerinnen geht es dabei gar nicht, sondern nur um die GSD-Kosten.

Die Bayern-Verfassungsrichter haben ein ganz neues Fach Inklusion-Gl-Kinder-Regelschulen-Kosten zu befassen.
Falls zu schwerer Fall - abgeben ans Bund.-verf.Gericht - diese noch höhere Instanz für ganz Dtl könnte diese
neue Aufgabe gut gebrauchen.
Die 2,6 mrd E - Inklus-Kosten von 2009 - dürfen locker aufs doppelte/ zweieinhalbfache = 5,2 / 6,5 mrd E steigen - dann ist Ruhe.
Dann wird Dtl DAS Inklusions-Paradies - für jeden gl Schüler ein GSD.
____



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5,2/6,5 mrd. euro wohin mit geld? stell euch mal vor 2030-2050 viele gehen ins rente und wenig nachwuchs, wie sollen nachwuchs für ältere leute für rente zahlen, aber kaum geld für inklusion. zukunft schlecht weil kein geld da wegen rente!
oder muss hans busch bis 80 jahre alt arbeiten und gutes herz für inklusion?



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Da ist so einiges im Argen...
http://www.augsburger-allgemeine.de/bay ... 76776.html

Karin



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@Karin,
wolltest du damit sagen, dass Pädagogen der Regelschulen noch mehr ausbrennen, wenn behinderte Schüler dabei inkludiert sind?


„Das Universum denkt mit der Hand.“ (Fise)



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Lach - nee - nur das zu wenig Personal da ist und zu wenig Geld!



Neuling



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Die Diskussionen hier und die Artikel in der Presse sind auch Thema bei
hörenden Eltern von Kindern mit CI.
Einige Eltern, besonders die Mütter hatten lange nach Alternative zum CI gesucht.
Sie hatten sich über DGS und Gehörlosenkultur informiert.
Genau wie ich waren sie anfangs im Irrglauben, an Gl-Schulen wird
Gebärdensprache gelehrt und es gibt entsprechende Schulen bis zum Abitur.
Leider war es für diese Eltern teilweise sehr ernüchternd, die im Internet
hochgelobte Gl-Kultur real kennen zu lernen.
Das Risiko einer Operation am Kopf ist eine schwere Entscheidung für Eltern.
„Es gibt leider keine Alternative zum CI“ und
„lieber ein einmaliger Schrecken mit Operation, als lebenslang um Dolmetscher
kosten bei Sozialbehörden betteln“ sind häufige Aussagen dieser Eltern.
Nicht die Werbung von Medizinern hat die Eltern zum CI getrieben sondern
die gehässigen, unqualifizierten Anfeindungen von einigen aggressiven Gl
im Internet und auch bei Besuchen von Gl-Veranstaltungen.
Es gibt inzwischen auch gehörlose Eltern, die für ihre gehörlosen Kinder
zum CI entscheiden. Diese gehörlosen Eltern sagen, ihre Kinder sollen
bessere Chancen in Schule und Beruf bekommen.
Ich respektiere Eltern, die ein CI ablehnen und für Inklusion mit Dolmetscher kämpfen.
Die Kosten für Dolmetscher werden insgesamt nicht so hoch, wie manche
Leute befürchten.
Es sind nur sehr wenige Kinder, die mit DGS aufwachsen und für Regelschule
mit DGS-Dolmetscher geeignet sind.
Das CI wird in Zukunft stetig verbessert und nur noch sehr wenig Eltern werden
sich gegen CI entscheiden.
Die Gehörlosenkultur kann trotzdem erhalten werden.
Aber nur, wenn nicht mehr gegen CI polemisiert wird und Eltern von CI-Kindern
nicht beleidigt werden mit unqualifizierten Anschuldigungen (Körperverletzung).
Solche bösartigen CI-Feinde sind schuld, das viele Eltern ihre Kinder von
der Gehörlosengemeinschaft fern halten.



Spitzenmitglied



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Hallo Martin, wir hatten ja schon mal das Thema und ich mag eigentlich heute nicht mehr, denn es war alles ziemlich viel die letzte Zeit.

Eine Frage: Was ist eine Operation mit einem scharfen Gegenstand? Sie verletzt die Haut oder die Knochen oder die Muskeln oder was auch immer. All dies ist nüchtern gesehen ein Eingriff in den Körper. Der vorher nicht verletzte Körper ist nun verletzt. (Körperverletzung) Das ist nicht Böses gegen Eltern, die das CI machen lassen, auch nicht strafbar, sondern eine Entscheidung der Eltern. Dies zu sagen oder zu schreiben ist eine nüchterne Feststellung, die sich vielleicht in manchen Ohren -Augen angreifend und herabwürdigend anhört. Das soll es nicht sein. So ist der offizielle Begriff.

Ansonsten kann ich dich und andere Eltern verstehen. Ich kämpfe nun mit den gl Eltern darum, dass demnächst solche Dinge nicht mehr erkämpft werden müssen. Irgendwann wird eine politische Entscheidung fallen müssen. Denn es ist tatsächlich eine politische Diskussion, wer für Inklusion finanziell aufzukommen hat. Die GL-Schulen haben noch nie alle gebärdet, wir alle hatten darauf gehofft - einschließlich mir - doch die Zeit verstrich und nichts passierte.
Dann muss es nun andere Wege geben.
Alles Gute
Karin



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Heute war Sendung -hart aber fair- Ärztefehler/-pfusch - mit UT.
Faktencheck morgen Dienstag ab mittag.
Kliniken dürfen keine Verluste machen - viele Op-Behandlungen machen - die Klinikverwaltung ist zufrieden.

Die Schulleiter (s. Augsb.Zeitung) haben auch Probleme, zu viele viele Aufgaben und Auflagen
z.B. Inklusion für die Lehrer - die brechen seelisch zusammen und frühpensioniert.
Die Schulverwaltung und Kultusminister wollen Nachweise - Dokumentation -
Beweise für "ihre" Schulpolitik - für PISA - geringe Durchfallquote - etc.

Die Bürokratie und Politik hat immer "Recht" - der Kostenrahmen ist eingehalten.

Eine Gewährleistung für die Zukunft nach Behandlung / nach erfolgr. Schulabschluss
wird es niemals geben können.
Man kann nicht wissen wie es in Zukunft aussehen wird.
- Beim Klinikpatient - sein Zustand verschlechtert sich.
- Der erfolgreiche Schüler - sucht sich keine Arbeit - etc. - bekommt Sozialhilfe - zahlt keine Steuer
Alles umsonst die Hilfen und Förderungen!
Die Politik und Bürokraten (=sind Geldmittelverteiler) müssen sich darum kümmern
- sie müssen die Kosten deckeln (=nach Haushaltsvorgaben =weniger Geld).

Die Kliniken wollen mehr Geld - Die Schulleiter wollen mehr Geld - Die Gewerkschaftler-Verdi wollen mehr Geld.
Woher das Geld nehmen - bei Schuldenbremse - Finanzkrise - ... ?

Es liegt nichts im Argen, sondern alles alles soll stets der Staat bezahlen - und natürlich weiter Schulden machen.
Ein Politikwechsel (mehr Frauen (=mehr sozialfühlend) als Männer in der Politik-haben keine ausgabenhemmungen) könnte es möglich machen. :-)
Die Politik bleibt spannend.
____



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Hallo Martin,

ich muss aber auch sagen, dass selbst hörende Menschen gegenüber CI-tragende und/oder lautsprachlich orientierte Gehörlosen mies sein können. Es ist gar nicht so selten, dass hörgeschädigte Menschen Mobbingopfer werden, aber das geben die hörenden (Eltern )nicht immer wirklich zu!

Die GL erfahren von Hörenden so wenig Rücksicht, warum erwarten die Hörenden dann, dass gerade die GL dann zu ihnen rücksichtsvoll sind. Wenn man im Schul- und Berufsleben z.B. von Hörenden gemobbt wird, warum soll man auch in der Freizeit sich dann mit Hörenden abmühen?

Die gl Eltern, die ihr Kind für CI entscheiden lassen, diese Kinder bekommen trotzdem die GL-Identität vermittelt, was bei Kinder hörender Eltern nicht so der Fall ist. Und auch CI, weil sie nicht wollen, dass ihr Kind von Hörenden zu arg unterbuttert wird! Es ist leider so, dass viele Hörende (zuviele) denken: GL = hat nichts bei uns zu suchen, ich will keine Mühe machen.

Sorry, ich will dich echt ungern angreifen, aber du bist hörend und ich sehe bei dir die Schwierigkeit, wirklich in die Gedankenwelt und Problematiken einzufinden.



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Zigeunerin:
Zitat:
Die gl Eltern, die ihr Kind für CI entscheiden lassen, diese Kinder bekommen trotzdem die GL-Identität vermittelt, was bei Kinder hörender Eltern nicht so der Fall ist. Und auch CI, weil sie nicht wollen, dass ihr Kind von Hörenden zu arg unterbuttert wird! Es ist leider so, dass viele Hörende (zuviele) denken: GL = hat nichts bei uns zu suchen, ich will keine Mühe machen.

Ich denke, viel (hörende) Eltern wollen, dass ihr gl Kind "normal" aufwächst und sie versuchen aus ihrer Sicht alles, um ihrem Kind diese Normalität zu gewährleisten.
Nur "Normalität" ist für jeden anders. Es kommt immer auf den jeweiligen Standpunkt an.
Viele Hörende (Entschuldigung an alle hier im Forum, die hörend sind) gehen davon aus, dass Gl leiden, weil sie nicht hören können und das ist ein "hörender" Standpunkt. Gut, manche tun es, aber für viele ist das Nicht-hören-können Normalität (geworden). Sie sind damit aufgewachsen und haben Zeit gehabt, sich mit den Konsequenzen auseinander zu setzen.
Ja, viele hörende Menschen gehen davon aus, dass auch jemand, der CI trägt letztlich gl oder sh ist. Stimmt ja auch. Dasselbe gilt auch für Gl, die lautsprachlich orientiert sind, nicht gebärden und sehr gut sprechen können. Auch sie werden für Hörende immer Gl sein.
Die Gemeinschaft der Hörenden ist zwar nicht so eng wie die die der Gl, aber es gibt sie auch irgendwie und auch wenn wir Gl in und mit dieser Gemeinschaft arbeiten und leben, sind wir immer anders, Aussenseiter.
Ich stimme Zigeunerin zu, dass hörende Eltern, die ihr gl Kind mit CI versorgen lassen, dieses Kind als hörendes Kind sehen werden und es auch so aufwachsen lassen. Dieses Kind kann keine GL-Identität bekommen - jedenfalls nicht zu diesem Zeitpunkt.
CI-versorgte Kinder von gl Eltern werden ihrem Kind immer (etwas) Gl-Kultur vermitteln können. Das Kind wird sich immer damit auseinandersetzen und auch viel annehmen, weil es dies ja vorgelebt bekommt.

Martin:
Zitat:
Solche bösartigen CI-Feinde sind schuld, das viele Eltern ihre Kinder von
der Gehörlosengemeinschaft fern halten.

Ich will hier widersprechen. Diese "bösartigen CI-Feinde" sind sehr selten.
Gl gehen nur vom Standpunkt der Gl aus und der ist zwangsläufig anders als der der Hörenden. Und natürlich (das ist wohl menschlich und irgendwie nachvollziehbar) meint jede Partei, dass der eigene Standpunkt der richtige ist.
Zitat:
Ich respektiere Eltern, die ein CI ablehnen und für Inklusion mit Dolmetscher kämpfen.
Die Kosten für Dolmetscher werden insgesamt nicht so hoch, wie manche
Leute befürchten.

Hier soll und muss immer der Einzelfall gesehen werden.
Pauschalisieren sollte man hier nicht.
Die Dolmetscherkosten für ein einzelnes Kind sind gemessen an anderen Beträgen nicht hoch. Die Politiker geben weitaus mehr aus für andere Dinge, die uns wirklich unsinnig erscheinen.
Als rein rechnerischer Betrag sind die Kosten allerdings hoch und viele werden sich überlegen, ob es nicht zu hoch ist. Zumal sich das ja mit jedem Kind erhöht.
Zitat:
Einige Eltern, besonders die Mütter hatten lange nach Alternative zum CI gesucht.
Sie hatten sich über DGS und Gehörlosenkultur informiert.
Genau wie ich waren sie anfangs im Irrglauben, an Gl-Schulen wird
Gebärdensprache gelehrt und es gibt entsprechende Schulen bis zum Abitur.
Leider war es für diese Eltern teilweise sehr ernüchternd, die im Internet
hochgelobte Gl-Kultur real kennen zu lernen.

Bitte verwechsle nicht Gl-Kultur und Gl-Schulen. Gl-Kultur ist viel mehr als das. Es ist der Way of Life, ein Lebensgefühl und immer noch viel mehr.
Und was heißt "hochgelobt"? Es ist unsere Kultur, in der wir leben und sind.

Wohlgemerkt:
Ich bin weder gegen CI noch Inklusion.
Sollte sich mein gl Kind (das ich nicht habe) für ein CI entscheiden (ab einem gewissen Alter natürlich), würde ich mit ihm diskutieren, versuchen herauszufinden, ob es die Tragweite seines Wunsches kennt, aber ich würde dieser Entscheidung letztlich nicht im Wege stehen. Dasselbe gilt auch auch für den Besuch einer Regelschule.
Ich bin nur dagegen, dass immer davon ausgegangen wird, Inklusion sei für alle DAS Maß der Dinge. Dies gilt auch für CI. Manche sind einfach glücklicher und garantiert nicht weniger klug und lebenstüchtig ohne CI und Inklusion.
Es kommt immer auf den Einzelfall an und man sollte sich nicht allein von den eigenen Wünschen und Zielen leiten lassen sondern auch den Standpunkt der anderen hören und darüber nachdenken.


I am how I am and I am happy with it

http://atelier-petra-wohlwerth.blogspot.com/




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