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Aktuelle Zeit: 20.08.2018, 08:28:00





 Fair Trade


Moderator & Einstein & "Tante Emma"´09
Moderator & Einstein & "Tante Emma"´09
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http://www.bild.de/politik/inland/guent ... .bild.html

Diese Ausbeutungen sind nur deswegen möglich, weil die Leute in unserer verwöhnten Wohlstandsgesellschaft möglichst alles billig haben wollen. Die Quittung bekommen die entrechteten Armen, die sich zu Hungerlöhnen in den Produktionsländern ...abquälen - aber das interessiert hierzulande natürlich niemanden! Hauptsache, uns geht es gut!

Es gibt auch ein Zusammenschluss "Fairer Handel":
http://www.fairtrade-deutschland.de/
Die Produkte kosten natürlich ein kleines bißchen mehr als die Billigwaren - dafür werden die Arbeiter aber auch fair bezahlt und behandelt!


Dass mir der Hund das Liebste sei,
sagst du, o Mensch, sei Sünde?
Der Hund blieb mir im Sturme treu,
der Mensch nicht mal im Winde.



Spitzenmitglied



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Ich vertraue dieser Abkommen nicht!
Grossbauer bzw. Farmer und Plantagenbesitzer bekommen zwar mehr Geld.
Am Anfang bekommen Mitarbeiterinnen und Aushilfe mehr Geld.
Wenn die Prüferinnen weg sind, dann beginnen Sklaverei wieder....


BOOOOOOOOORN TOOOOOOOOO SIGN!!!!!!!!



Spitzenmitglied



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Ronco,
Zitat:
Diese Ausbeutungen sind nur deswegen möglich, weil die Leute in unserer verwöhnten Wohlstandsgesellschaft möglichst alles billig haben wollen.

Das dachte ich auch bis vor einigen Tagen.
Eine alleinerziehende Mutter von drei Kindern mit schlecht bezahltem Job brachte
mich zum Nachdenken.
Sie kauft für sich und ihre Kinder Klamotten, Schuhe usw in den Billigläden weil es
garnicht anders geht!
Zur "verwöhnten Wohlstandgesellschaft" gehört die Mehrheit in Deutschland nicht mehr!
Ca 20% der Menschen in Deutschland leben in Armut.
Eine gute Frage ist auch:
Was ist zuerst da auf dem globalen Markt, der Verkäufer oder der Kunde?
Antwort: Seit Urzeiten ist zuerst ein Händler auf dem Markt und
dann kommen Kunden.
In dem Sinne waren zuerst Billigklamotten aus Bangladesh in Deutschen Läden
und nicht "deutsche Kunden die Billigklamotten angefordert haben"!
Mal angenommen, ganz Deutschland verweigert kauf von Billigprodukten aus
Bangladesh und anderen Ländern.
Dann geht die Billigware vermehrt in andere Länder und einige tausend Näherinnen
in Bangladesh werden entlassen, haben Null Lohn, müssen verhungern?!
Eine gute Lösung ist nur vor Ort in Bangladesh (und anderen Billigländern) möglich
und EU und besonders USA müssen Druck auf die Politiker der Billiglohnländer machen.
Aber es ist ein "Teufelskreis": Verweigern wir den Kauf von Billigwaren, werden millionen
Menschen in den Ländern arbeitslos.
Erhöhen die Billiglohnländer Löhne und Preise, kaufen die Kunden lieber die einheimischen
Produkte.



Spitzenmitglied



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@CB: Das habe ich auch nachgedacht...


BOOOOOOOOORN TOOOOOOOOO SIGN!!!!!!!!



Spitzenmitglied
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@CB
die alleinerziehende Mutter macht es auf jeden Fall richtig ... sie hat ja keine andere Wahl.
Es ist in der Gesellschaft besser, man hat etwas zum Anziehen.
Wer Geld hat, kauft eher nicht in den Billigläden. Denn die stinken meistens. (Ja, ich meine den Geruch!) [sick]

Ich habe vor Jahren mal ein TV - Beitrag gesehen, Kakaobohne ernten ist richtig Sklavenarbeit.
Die kids wissen nicht mal wozu, haben noch nie Schokolade im Leben gesehen, bis Reporter ihnen welche mitbrachte.

Deshalb kaufe ich lieber Fairtrade, was Schokolade und Kaffee betrifft ... kostet nur paar Cents mehr.
Vielleicht haben die es ja auch wirklich besser.
Klamotten als Fairtrade ist schwer zu bekommen, ich lasse das bei Klamotten auch.


****~cat




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