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 Japan


Film-Freak´09
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Japan ist ein Archipel mit etwa viertausend Inseln, die sich über eine Verwerfung vor der Ostküste Asiens erstreckt. Die Koreeastraße zwischen Japan und Südkorea ist etwa 180 km breit. Die japanischen Inseln bilden einen etwa 2500 km langen Bogen. Im Südwesten liegen das Südchinesische Meer und die VR China, im Westen das Japanische Meer, Süd- und Nordkorea sowie Russland. Im Norden, jenseits der La-Perouse-Straße, befindet sich die russische Insel Sachalin und im Nordosten wird Japan durch die Nemurostraße von den russischen Kurileninseln getrennt. Die östlichen und südöstlichen Küsten Japans grenzen an den Pazifischen Ozean.

Erdteil: Ostasien

Offizieller Name: Nihon (Japan)

Landesname: Die Japaner nennen ihr Land Nippon: Land der aufgehenden Sonne. Bei den Chinesen hieß es Japuen. Aus dieser Bezeichnung entstand der in Europa gebräuchliche Name Japan.

Staatsführung: Kaiser (Kaiser Akihito mit repräsentativen Funkltionen als Symbol des Staates und der Einheit des Volkes, seit 1989)

Regierungsführung: Premierminister (Junichiro Koizumi, seit 2001)

Politisches System: Parlamentarische Monarchie. Verfassung von 1947 nach US-Vorgaben, die auch die Göttlichkeit des Kaisers beendete. Zwei-Kammern-Parlament ("Kokkai"): Unterhaus ("Shugiin") mit 500 Abgeordneten, gewählt auf 4 Jahre; Oberhaus ("Sangiin") mit 252 Mitgliedern, von denen die Hälfte alle 3 Jahre auf 6 Jahre gewählt werden. Allgemeines Wahlrecht ab 20 Jahre.

Regierungsparteien: Seit 05.10.99 Drei-Parteien-Koalition bestehend aus der Liberaldemokratischen Partei (LDP), der Konservativen Partei (Hoshuto) und der Neuen Komeito. Koalition verfügt über solide Mehrheit im Unterhaus und im Oberhaus.

Opposition: Demokratische Partei (DP); Kommunistische Partei Japans (KPJ); Sozialdemokratische Partei (SDP)

Gewerkschaften: Viele auf Unternehmen beschränkte Betriebsgewerkschaften: 71.674 Einzelgewerkschaften mit insgesamt 12,7 Mio. Arbeitnehmern (rd. 23,8 % aller Arbeitnehmer, meist Großindustrie und ehemalige Staatsunternehmen). Nationaler Dachverband (Rengo) mit 7,7 Mio. Mitgliedern.

Außenpolitik: Grundlinien

Japan unternimmt seit dem Amtsantritt von Ministerpräsident Koizumi im April 2001 große Anstrengungen in Richtung einer Globalisierung seiner Außenpolitik, die sich nicht nur auf die traditionelle "Scheckbuchdiplomatie" stützt, sondern auch politisch ein höheres Profil anstrebt. Japan nimmt an friedenserhaltenden Maßnahmen der Vereinten Nationen (VN) teil, strebt einen ständigen Sitz im VN-Sicherheitsrat an und beteiligt sich mit erheblichen finanziellen Beiträgen an der Förderung der Friedensprozesse in Afghanistan, Nahost, Ex-Jugoslawien und in Ost-Timor. Ferner fördert Japan aktiv Ansätze zur regionalen Zusammenarbeit in Asien.

Die Terrorangriffe auf die USA am 11. September 2001 haben innenpolitisch zu einem Umdenkungsprozess und zu einer sicherheitspolitischen Wende der japanischen Außenpolitik geführt. Nachdem man bisher der Auffassung war, dass Artikel 9 (sog. "Friedensartikel") der (nie geänderten) Verfassung der Ausübung des kollektiven Selbstverteidigungsrechts und damit dem Einsatz der Selbstverteidigungskräfte im Ausland entgegenstünde, hat das Parlament im Herbst 2001 zwei Gesetze verabschiedet, die es erlauben, im internationalen Rahmen militärische Beiträge auch zu anderen Zwecken als zur unmittelbaren Landesverteidigung zu erbringen:

Aufgrund des "Sondergesetzes gegen den Terror" vom September 2001 können Selbstverteidigungskräfte jetzt rückwärtige logistische und sanitätsdienstliche Unterstützungs-, Such- und Rettungsmaßnahmen auch in weit von Japan entfernten Regionen durchführen.

Durch das Gesetz zur Teilnahme an friedenserhaltenden Maßnahmen (PKO-Gesetz) vom Dezember 2001 kann Japan jetzt in nahezu vollem Umfang an klassischen, auf Kapitel VI der VN-Charta beruhenden PKO-Missionen teilnehmen.

Japan hat damit deutlich gemacht, dass es bereit und in der Lage ist, eine seiner wirtschaftlichen Bedeutung eher entsprechende internationale Verantwortung zu übernehmen.

Japan hat durch die Ausrichtung der internationalen Afghanistan-Konferenz im Januar 2002 und großzügige Wiederaufbauhilfen in Afghanistan, Pakistan und den zentralasiatischen Staaten auch unterstrichen, dass es in dieser weltpolitisch wichtigen Frage nicht in den Hintergrund gedrängt werden möchte.

Beziehungen Japans zu den USA

Die Beziehungen zu den USA, insbesondere der "Japanisch-Amerikanische Sicherheitsvertrag" sind Grundpfeiler der japanischen Außen- und Sicherheitspolitik. Das politische Verhältnis zu den USA hat sich trotz wirtschaftlicher Konkurrenz, des traditionell hohen Handelsbilanzdefizits auf Seiten der USA und der Okinawafrage seit dem Amtsantritt von Präsident Bush deutlich verbessert. Dieser betreibt die amerikanische Asienpolitik wieder stärker unter sicherheitspolitischen Gesichtspunkten und rückt damit Japan stärker in das Zentrum amerikanischer Außenpolitik. Japan legt auf die amerikanische Unterstützung der innenpolitischen Strukturmaßnahmen Ministerpräsident Koizumis großen Wert. Die sicherheitspolitische Neuorientierung nach dem 11. September war auch Ausdruck des japanischen Bemühens, sich als solidarischer und verlässlicher Partner der USA darzustellen.

Beziehungen zu China

Das politische Verhältnis Japans zu China und Südkorea wurde in der letzten Zeit durch die Zulassung von japanischen Schulbüchern, die die Kriegsvergangenheit verharmlosen, deutlich negativ beeinflusst. Dazu trug auch der Besuch von Ministerpräsident Koizumi im Yasukuni-Schrein am 13.08.2001 und am 21.04.2002 bei, in dem auch verurteilte Kriegsverbrecher verehrt werden. Auf längere Sicht gesehen, entwickelt sich das Verhältnis zu beiden Staaten jedoch positiv. Ministerpräsident Koizumi konnte mit seinen Besuchen in Peking und Seoul im Herbst 2001 und Anfang 2002 zum Abbau der Spannungen beitragen.

Die Volksrepublik China, mit der seit 1972 diplomatische Beziehungen bestehen, stellt die größte außenpolitische Herausforderung Japans dar. Japan ist mit Abstand das größte Gläubigerland Chinas, das sich seinerseits zu einem der wichtigsten Wirtschaftspartner Japans entwickelt hat. China erhält über 50 % seiner Entwicklungshilfe aus Japan. Für das Finanzjahr 2002 ist sie jedoch erstmals um 10 % gekürzt worden. Die bilateralen Beziehungen werden durch die schwierige Aufarbeitung der Kolonialisierung weiter Teile Chinas im Zweiten Weltkrieg immer wieder belastet. Nach dem Besuch des japanischen Kaisers in der Volksrepublik China 1992 und den gegenseitigen Besuchen der Ministerpräsidenten 1998, 1999 und 2000 werden jedoch hochrangige politische Kontakte und wirtschaftliche Zusammenarbeit zügig ausgebaut. Aus japanischer Sicht muss auch im Interesse der regionalen Stabilität die chinesische Reformpolitik unterstützt und eine Isolierung Chinas vermieden werden.

Beziehungen Japans zu Süd- und Nordkorea

Die Beziehungen zu Südkorea waren nach dem Besuch von Präsident Kim Dae Jung im Oktober 1998 von einer dynamischen Aufbruchstimmung gekennzeichnet, die sich auf viele Bereiche auswirkte. Die wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen haben sich deutlich verbessert. Zusammen mit Südkorea und den USA führt Japan einen ständigen Sicherheitsdialog über die Lage in Nordkorea. Es beteiligt sich an Nahrungsmittellieferungen an Nordkorea sowie an der Korean Energy Development Organisation (KEDO). Japan unterstützt die "Sunshine"-Politik von Kim Dae Jung gegenüber Nordkorea. Die gemeinsame Ausrichtung der Fußballweltmeisterschaft im Sommer 2002 ist eine Gelegenheit, dem Aussöhnungs- und Normalisierungsprozess neue Impulse zu geben. Daneben soll zukünftig ein Freihandelsabkommen die wirtschaftliche Verflechtung voranbringen.

Die historische Belastung der Beziehungen ist jedoch nach wie vor erheblich und muss durch ständige Bemühungen beider Seiten weiter reduziert werden, um den weiteren Ausbau einer konstruktiven Zusammenarbeit zu ermöglichen.

Durch die nordkoreanische Raketenrüstung, die Entwicklung von Massenvernichtungswaffen, die nordkoreanischen Reparationsforderungen und angebliche Entführungsfälle von Japanern nach Nordkorea bleibt das Verhältnis zu Nordkorea belastet.

Multilateraler Sicherheitsdialog in Asien

Im asiatisch-pazifischen Raum betreibt Japan eine aktive Politik, die seit Juli 1994 einen multilateralen Sicherheitsdialog einschließt, an dem die ASEAN-Staaten und deren Dialogpartner im ASEAN Regional Forum (ARF), Russland, China und Papua-Neuguinea teilnehmen. Japan ist aktiver Teilnehmer am ASEM-Prozess und Teil des im Jahr 2000 institutionalisierten trilateralen Dialogs mit China und Korea (ASEAN+3). Finanziell ist Japan größter Unterstützungsgeber für die von der regionalen Wirtschaftskrise betroffenen Länder, insbesondere für Indonesien. Ministerpräsident Koizumi hat im Januar und im April 2002 die wichtigsten ASEAN-Staaten, Australien und Neuseeland besucht. Japan bemüht sich, durch großzügige Kooperationsangebote insbesondere an die südostasiatischen Staaten dem Entstehen einer Führungsrolle Chinas entgegenzuwirken.

Beziehungen zur Russischen Föderation

Das Verhältnis Japans zu Russland wird bestimmt durch das Interesse Japans an einer politischen und wirtschaftlichen Stabilisierung Russlands einerseits und durch den weiterhin schwelenden territorialen Konflikt um die Süd-Kurilen, die am Ende des Zweiten Weltkriegs durch die Sowjetunion besetzt worden. Die zahlreichen politischen Begegnungen, u.a. der Gipfel von Krasnojarsk im November 1997 mit der Vereinbarung, bis zum Jahr 2000 eine Lösung des Territorialstreits unter Einschluss eines Friedensvertrages anzustreben, führten bisher nicht zu einem greifbaren Ausbau der bilateralen Beziehungen.

Japan und der Nahost-Friedensprozess

Japan bezieht mehr als 80 % seiner Rohölimporte aus dem Nahen Osten und hat sich dort seit 1991 im multilateralen Friedensprozess engagiert. Seit 1996 hat Japan im Rahmen einer VN-Mission Soldaten seiner "Selbstverteidigungskräfte" zur Überwachung des Waffenstillstandes auf die Golan-Höhen entsandt. Japan unternimmt immer wieder Anstrengungen, auch politisch ein höheres Profil und Flagge zu zeigen und sucht nach Möglichkeiten, seinen Beitrag zu einer Lösung des Konflikts zu erbringen.

Beziehungen zu den Staaten Lateinamerikas und Afrikas

Zu Lateinamerika sind die Beziehungen traditionell gut. Im Vordergrund des japanischen Interesses und wirtschaftlichen Engagements stehen Argentinien, Brasilien, Peru sowie - nach Unterzeichnung des NAFTA-Freihandelsabkommens - die Region USA-Kanada-Mexiko - insbesondere Mexiko.
In Afrika spielt Japan eine zunehmend wichtige Rolle als Entwicklungshilfegeber. Auf die Staaten Afrikas entfallen 11 % der japanischen Entwicklungshilfe, jedoch nur 1 % des japanischen Außenhandels. Japans Afrikapolitik basiert auf der sogenannten TICAD II (Tokyo Conference on African Development) von 1998, mit den Zielen: Armutsbekämpfung, Integration in die Weltwirtschaft, sustainable development.
Auf einer für 2003 geplanten TICAD-Konferenz der Staats-und Regierungschefs soll dieses Programm weitergeführt werden.

Gerichtswesen: 1 Oberster Gerichtshof, Obergerichte, Bezirksgerichte

Landesfläche: 377.801 km2 (Weltrang 60), davon 66% Wald, 13% Ackerland, 2% Wiesen und Weiden

Ausdehnung: NO-SW 3000 km,W-O 300 km

Küste: 29 751 km

Gliederung: Japan ist ein zentral verwaltetes Land, das in 9 Regionen, 44 Präfekturen (Ken), 2 Stadtpräfekturen (Fu; Osaka und Kyoto) plus Hauptstadtbezirk (To) (eine Auflistung finden Sie hier) aufgeteilt ist. In den Präfekturen gibt es gewählte Parlamente und Gouverneure, die stärker den Weisungen der Zentralregierung unterliegen als die Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer.

Hauptstadt: Tokyo

http://www.erdkunde-online.de/weltkarten/japan.gif

Landessprachen: Japanisch (mit keiner bekannten Sprache genetisch verwandt, im Lauf ihrer Geschichte aber durch das Chinesische im Wortschatz stark beeinflußt. Sie ist in ihrem Typus agglutinierend. Es gibt keine Genusunterschiede und im allgemeinen auch keine Numerusunterschiede. – Neben den zahlreichen, im einzelnen sehr verschiedenen Mundarten gibt es eine in Wortschatz und Syntax von diesen sehr abgehobene Schriftsprache. Schriftlich überliefert (in chinesischen Zeichen) ist die japanische Sprache seit dem 7. Jahrhundert.)

Staatsreligion: keine

Währung: 1 Yen = 100 sen

Bevölkerung: 126 510 000

Bevölkerungsdichte : 334,8 Menschen je km2

Ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung: Japaner 98.9%; Koreaner 0.5%; Chinesen 0.2%; Brasilianer 0.1%; andere 0.3%

Religionszugehörigkeit: Shinto 51.3%; Buddhismus 38.3%; Christen 1.2%; andere 9.2%

Größte Städte: Tokyo 11,771,819; Yokohama 3,307,408; Osaka 2,602,352; Nagoya 2,152,258; Sapporo 1,756,968; Kyoto 1,463,601; Kobe 1,423,830; Fukuoka 1,284,741; Kawasaki 1,202,811; Hiroshima 1,108,868; Kita-Kyushu 1,019,522

Internationales Kennzeichen: J

Nationalfeiertag: 29. April (Tag des Grüns); 3. Mai (Verfassungstag); 23. Dezember (Geburtstag des Kaisers Akihito)

Geographische Lage: zwischen 24° und 46° nördlicher Breite sowie 123 ° und 146° östlicher Länge

Geographische Merkmale: höchster Berg --> Fudschijama 3776 m; größter See --> Biwa 695 km2.

Geographie: Die nördlichste der vier Hauptinsel ist Kokkaido. Ihre Hauptgebirge sind das Kitamigebirge im Norden und das Hidakagebirge im Süden. Eine dritte Gebirgskette im Westen wird von den beiden anderen durch die Ishikari-Ebene getrennt. Südwestlich von Hokkaido, jenseits der Tsugarustraße, liegt Honschu, die größte und am dichtesten besiedelte Insel Japans. Von ihrem Nordende aus setzen sich die Gebirge nach Süden als Kotakamikette fort, die über der Pazifikküste von Nordhonschu aufragt. Im Herzen der Insel erheben sich die japanischen Alpen und im Südosten steigt der Vulkan Fudschijama auf, Japans höchster Berg. Östlich des Fuschijamas erstreckt sich über etwa 13.000 km2 Japanas größtes Tiefland - die Kantoebene. Die Hauptstadt Tokio befindet sich an ihrer Südseite, an der Bucht von Tokio. Die am weitesten westlich gelegene Insel Kiuschu wird von Honschu im Norden durch die enge Kanmonstraße und von Shikoku im Osten durch den Bungokanal getrennt. Kiuschus zentrale Gebirge erheben sich mit mehreren Gipfel bis über 1500 m. Japan hat viel Flüsse, die meist kurz und wasserreich sind und vergleichsweise nur kleine Gebiete entwässern. Überschwemmungen sind in den tiefer gelegenen Küstenregionen ein allgegenwärtiges Problem. Japan ist Erdbebengebiet und zugleich Vulkanausbrüchen ausgesetzt. Seitdem die Beben registriert werden, haben über 60 Erdbeben bzw. Vulkanausbrüche stattgefunden. Die am stärksten betroffenen Gebiete sind Südkiuschu und Nord- und Zentralhonschu.

Klima: Japan hat monsunartiges Klima. Im Winter bringt der vorherrschende Nordwestwind aus Zentralasien sehr kaltes Wetter mit Temperaturen unter 0 Grad.

Flora/Fauna: Da Japan zur paläarktischen Faunenregion gehört, ist es von vielen Arten besiedelt, die auch in Mitteleuropa vorkommen. Hier leben u. a. 140 Säugetierarten und 450 Vogelarten. Der Wolf wurde ausgerottet, die Verbreitung des Braunbären ist auf Schutzgebiete beschränkt. Auf der Insel Honshu lebt die Affenart mit der nördlichsten Verbreitung: der Rotgesichtsmakak, der im Winter gern in heißen Quellen badet. Rotfüchse gibt es in ganz Japan, zudem leben hier Dachs, Fischotter, Hermelin, Mauswiesel, Sibirisches Feuerwiesel und der unserem Seehund nahe verwandte Largha-Seehund. Zu den Paarhufern gehören Wildschwein, Shikahirsch und der Goral (eine Ziegenantilope). Kleinsäuger sind u. a. durch Schneehase, Sibirisches Streifenhörnchen, Eichhörnchen, Flughörnchen sowie Zwerg- und Waldmaus repräsentiert.

Die Greifvogelfauna umfasst u. a. Seeadler, Fischadler, Mäusebussard, Graugesichtsbussard, Schwarzmilan, Sperber, Habicht, Wanderfalke und Turmfalke. An Gewässern leben Reiher (Grau-, Silber- und Seidenreiher), Kormoran, Kleiner Löffler und die Chinesendommel. Zu den in Japan beheimateten Hühnervögeln gehört die Japanische Wachtel. Aufgrund der langen Küstenlinien ist die Seevogelfauna mit Möwen, Enten und Watvögeln sehr artenreich. Zu den Singvögeln gehören die auch in Mitteleuropa weit verbreiteten Arten Feldsperling, Eichelhäher, Tannenhäher, Rauch- und Mehlschwalbe, Schwanzmeise und Kleiber. Ein bemerkenswerter Lurch ist der in Bergbächen lebende Riesensalamander, der über eine Länge von über einem Meter erreichen kann. Die Küstengewässer Japans bieten vielen Fischen wie Kabeljau, Thunfischen, Lachsen und Kugelfischen (die als Fugu gegessen werden) Lebensraum.

Die große Vielfalt und Üppigkeit der japanischen Pflanzenwelt ist überwiegend auf die Wärme und Feuchtigkeit im Sommer und die gebietsweise milden Winter zurückzuführen. Ein weiterer Grund ist der Anteil Japans an mehreren Klimazonen aufgrund der großen Längsausdehnung des Gebiets. Mehr als 17 000 Pflanzenarten sind in Japan heimisch. Viele davon werden auch in zahlreichen anderen Ländern als Zierpflanzen kultiviert, darunter Zierkirschen, Zieräpfel, Chrysanthemen (die japanischen Nationalblumen) und Pfingstrosen. Besonders beliebt ist die Zeit der früh blühenden Pflaumen- und Kirschbäume, die den Frühling einläutet. Im April sind die japanischen Hügel mit Rhododendren und Azaleen in leuchtenden Farben übersät. Im August erscheinen die Blüten der Lotosblumen, und im November blühen Chrysanthemen. Weitere erwähnenswerte Wildpflanzen sind Primeln, Glockenblumen, Gladiolen und Lilien. Charakteristisch sind die ausgedehnten, oft waldartigen Bambushaine.

Unter den Bäumen sind besonders die Nadelbäume häufig. Eine der bekanntesten Arten ist die japanische Sicheltanne, die Höhen bis 45 Meter erreicht. Ebenfalls heimisch sind hier Lärchen, Fichten und zahlreiche Kiefern-Arten. In Kyushu, Shikoku und im südlichen Honshu finden sich auch subtropische Bäume wie Kampfer- und Banyanbaum. Hier werden außerdem Teesträucher angebaut. Im zentralen und nördlichen Honshu entspricht die Baumvegetation derjenigen der gemäßigten Klimazone; hier gedeihen Buchen, Weiden, Kastanien und viele Nadelbäume. Maulberrbäume werden in großem Umfang zur Seidenraupenzucht angebaut, ebenfalls die Lackbäume, die den Grundstoff für die berühmten japanischen (und chinesischen) Lackkunstarbeiten liefern.

In Hokkaido ist die Vegetation eher borealer Natur und ähnelt derjenigen Südsibiriens. Fichten, Lärchen und bestimmte Kiefern zählen hier zu den häufigsten Bäumen, teilweise finden sich aber auch Erlen, Pappeln und Buchen. Die häufigsten in Japan angebauten Obstsorten sind Pfirsiche, Mandarinen, Birnen und Orangen. In Japan wird eine einzigartige Form der Landschaftsgärtnerei betrieben: In den dortigen Gärten finden sich häufig Miniaturreproduktionen natürlicher japanischer Landschaften. Eine weitere typische Kunst ist die Bonsai-Kultur, bei der durch sorgfältiges Zuschneiden und spezielle Pflanz- und Pflegemethoden Miniaturausgaben von Bäumen entstehen, die der charakteristischen Wuchsform entsprechen.

Zeitzone: MEZ +8,0 Stunde(n)

Geburtsrate je 1000 Menschen: 9,5 (Weltdurchschnitt. 25.0).

Todesrate je 1000 Menschen: 7,1 (Weltdurchschnitt 9.3).

Wirtschaftliche und soziale Kennziffern:

BIP (in US$) 4759,5 Mrd.
Anteil am BIP -
Landwirtschaft (in %) 2
Industrie (in %) 36
Dienstleistungen (in %) 62
Arbeitslosigkeit (in %) 4,7
Inflationsrate (in %) -0,6
Staatseinnahmen (in US$) 468,82 Mrd.
Staatsausgaben (in US$) 844,07 Mrd.
Zahlungsbilanz (in US$) 106,87 Mrd.
Auslandsverbindlichkeiten (in US$) 2184,48 Mrd.
Auslandsvermögen (in US$) 3013,6 Mrd.
Devisenreserven (in US$) 354,9 Mrd.
Geleistete Entwicklungshilfe (in US$) 15,32 Mrd.
Ausländische Direktinvestitionen (in US$) 12,31 Mrd.
Energieproduktion (in Tonnen ÖE) 109,96 Mio.
Ernergie-Import (in Tonnen ÖE) 401,01 Mio.
Energieverbrauch (in Tonnen ÖE) 507,4 Mio.
Anteile am Energieverbrauch -
Kohle (in %) 18
Öl (in %) 51
Erdgas (in %) 13,2
Kernkraft (in %) 16,2
Bev.-Wachstum/Jahr: (in %) 0,2
Kindersterblichkeit: (in %) 0,4
Einwohner pro Arzt: 610

Durchschnittliches Jahreseinkommen je Einwohner: 40.500 $ (US)

Wirtschaft: Aufgrund der Landesnatur sind nur knapp 15 % der Gesamtfläche landwirtschaftlich nutzbar. Bei äußerst intensiver Bewirtschaftung (höchste Hektarerträge) werden Reis, Obst, Gemüse, Weizen und Sojabohnen angebaut. Japan ist eine der bedeutendsten Fischereinationen der Erde. Ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig ist die Perlenzucht. Japan ist arm an Bodenschätzen. Abgebaut werden Kohle, Blei-, Zink-, Kupfer- und Eisenerze sowie Eisensande. Es ist führend in der Welt im Schiffbau und in der Herstellung von Kameras und Motorrädern. Das Land ist der größte Automobilhersteller der Erde. In der Produktion von Fernsehgeräten, synthetischen Fasern, Zement, Roheisen und Rohstahl nimmt es den 2. Platz ein. Außerdem sind von Bedeutung die Nähmaschinen- und Uhrenherstellung, die Flugzeug-, chemische und Textilindustrie. Die japanische Elektrizitätserzeugung ist zu 57 % von Ölimporten abhängig.

Wirtschaftliche Entwicklung: 1999 verzeichnete Japan ein Realwachstum von 0,6% und für das Jahr 2000 wird ein Wachstum von 1,0% prognostiziert. Dabei dürfte mit dem Ende der langanhaltenden Rezession auch der private Konsum wieder anziehen. Selbst im Jahr 1999, als sich die Wirtschaft nur schleppend erholte, ging es Japans Bürgern mit einem durchschnittlichen, monatlichen Bruttoeinkommen von 4.350 US $ im internationalen Vergleich sehr gut. Die Berichte über die japanische Wirtschaft sind zunehmend von positiven Meldungen geprägt. Dazu gehört vor allem eine Belebung der privaten Investitionstätigkeit. Umfangreiche staatliche Konjunkturprogramme haben in den vergangenen Jahren ein stärkeres Abgleiten der Wirtschaft in die Rezession verhindert. Problematisch ist die zunehmende Arbeitslosigkeit, bei der angesichts zahlreicher Umstrukturierungsmaßnahmen in den Unternehmen keine Entspannung zu sehen ist.

Wichtigste Außenhandelspartner: Export: USA, EU-Länder, Taiwan, Hongkong, VR China, Korea (Rep.) Import: USA, EU-Länder, VR China, Australien, Korea (Rep.), Indonesien, Taiwan

Ausfuhrgüter: Industrie- und Büromaschinen, Elektrogeräte und -maschinen, Autos, Halbleiter, Metall und Metallprodukte, Chemikalien

Einfuhrgüter: Nahrungsmittel, Getränke, Tabak, Mineralische Brennstoffe, Textilien, Maschinen und Ausrüstungen

Rohstoffe: Japan hat eine sehr schmale Rohstoffbasis und ist in nahezu allen Bereichen auf Einfuhren angewiesen. Gefördert werden in marginalen Mengen: Kohle, Eisen, Kupfer, Blei, Zink, Manganerz, Gold, Silber

Großprojekte: Datenautobahn (Hochgeschwindigkeits-Internet), intelligente Verkehrssysteme, Electronic Commerce, Neubau Flughäfen Chubu (Nagoya) und Kobe, Ausbau Flughafen Narita

Zukunftsmärkte: Biotechnologie, Informations- und Kommunikationstechnik, Multimedia, neue Werkstoffe

Verkehr: Das Eisenbahnnetz hat eine Länge von 26.899 km, das Straßennetz von über 1,1 Mio. km. Die wichtigsten internationalen Handelshäfen sind Kobe, Jokohama, Nagoja und Osaka. Die größten internationalen Flugplätze befinden sich in Tokio und Osaka. Die Binnenwasserstraßen sind 1770 km lang. Die Japaner besitzen eine der größten Handelsflotten der Welt mit 2863 Schiffen mit 95,2 Mio. TDW.

Kommunikation: Die öffentlich-rechtliche Nippon Hoso Kyokai/NHK sendet 3 landesweite Radioprogramme. Zur kommerziellen National Association of Commercial Broadcasters in Japan gehören 106 Rundfunkanstalten. Die NHK sendet auf 5 Kanälen das Fernsehprogramm; daneben existieren 126 kommerzielle Fernsehsender. Auf 1000 Einwohner kommen 955 Radios, 707 Fernseher, 463,2 Telefone, 449,4 Handys, 12,8 Faxe, 237,2 PCs und 20,84 Internetzugänge. Es erscheinen 122 Tageszeitungen mit einer Gesamtauflage von 72,7 Mio. Exemplaren.

Umwelt/Tourismus: Seit Beginn des japanischen Wirtschaftswunders in den fünfziger Jahren kam es zu zahlreichen Umweltkatastrophen. Hausgemacht ist die große Lärmbelästigung bei hoher Bevölkerungsdichte in den Ballungsgebieten. Die überwiegend gebührenfreie Entsorgung von Hausmüll und ein ausgeprägter Verpackungskult produzieren gigantische Müllmassen, die verbrannt oder an den Küsten zur Landgewinnung in das Meer gekippt werden. Die aktiven und ruhenden Vulkane und die häufigen Erdbeben stellen naturgegebene Umweltrisiken dar. Unterwasserbeben erzeugen die gefürchteten, mit kurzer Vorwarnzeit anrollenden Flutwellen (bis zu 30 m hohe Tsunamis). Geschützte Gebiete: 7,46% der Landesfläche. 1999 kamen 4,4 Mio. Touristen mit 3,7 Mrd. US$ ins Land.

Weltkulturerbe: Adelssitz Himeji-jo; Buddhistische Heiligtümer von Horyu-ji; Wald von Ikushima; Buchenwald von Shirakami; Baudenkmäler und Gärten der Kaiserstadt Kyoto; Historische Dörfer von Shirakawago und Gokayama; Friedensdenkmal von Hiroshima; Shinto-Schrein von Itsukushima; Baudenkmäler und Gärten der Kaiserstadt Nara; Schreine und Tempel von Nikko (Fotos und/oder Erläuterungen zu ausgesuchten Stätten des Welterbes dieses Landes finden Sie hier)

Sehenswürdigkeiten: Großer Buddha bei Kamakura; Japanische Alpen; Fujiyama; Kyoto (u. a. Daitokuji-, Kinkakuji-, Ryoanji- und andere Tempel, Gion-Schrein, Kaiserpalast und Kaiservilla, Schloss Nijo, Nishijin-Textilmuseum); Tempelanlagen und Schintoschreine in Nara; buddhistischer Wallfahrtsort Nikko; Shin-Kabukiza-Theater in Osaka; Tokyo (u. a. Kaiserpalast, Nationalmuseen); Tee-Zeremonie; Kunst des Blumensteckens Ikebana; japanische Landschaftsgärten (u.a. in Suizenji, Yokohama); Heiligtümer der Shinto-Religion (u.a. in Ise); Nationalparks (u. a. Akan, Aso, Daisetsuzan, Fuji-Hakone-Izu, Hakusan, Ise-Shima, Shikotsu-Toya); Thermal-Badeorte (u. a. Atami, Beppu, Takarazuka); Biwasee; Schloss in Himeji; Gedächtnisstätten in Hiroshima; Insel Miyajima ("Schreininsel")

Bildung: Schulpflicht von 6 bis 15 Jahren. Die Grundschulzeit dauert 6, Mittelschule 3 Jahre. Anschließend freiwilliger Besuch der Oberschule (3 Jahre). Das Bildungssystem ist in Pyramidenform auf die staatlichen Elite-Universitäten Tokio und Kyoto sowie private Top-Unis in Tokio ausgerichtet. Um sich auf die schweren Eingangsexamen renommierter Oberschulen und Universitäten vorzubereiten, besuchen viele Schüler neben dem regulären Unterricht private Paukschulen. wegen sturer Paukerei, Gewalttaten von Schülern untereinander - und häufig auch von Schülern gegenüber Lehrern - gerät das Schulsystem zunehmend in Kritik.

Kultur: Japan wurde zwar maßgeblich von den Hochkulturen Ostasiens, besonders jenen in China und Korea, beeinflußt, hat die von dort importierten Elemente aber zu einer eigenständigen Kultur weiterentwickelt. Bis heute werden viele Bereiche des kulturellen Lebens von Stilen und Traditionen geprägt, die im 1. Jahrtausend n.Chr. entstanden sind.

Familienstruktur: Männer heiraten durchschnittlich mit 27, Frauen mit 26 Jahren. Die Hochzeitsfeierlichkeiten sind oft aufwendig und kostspielig und finden meistens in Hotels statt. Nicht selten trägt das Paar bei der religiösen Zeremonie traditionelle Kleidung. Für Hochzeitsfotos und die eigentliche Feier wird eine westliche Hochzeitsgarderobe angelegt. Die Gäste bringen Geschenke mit (meistens Bargeld) und bekommen zum Abschied selbst Geschenke vom Hochzeitspaar. Die Familie spielt in Japan eine zentrale Rolle. Der Vater übernimmt die Rolle des Familienoberhaupts, die Mutter ist für den Haushalt verantwortlich. Heutzutage arbeiten viele Frauen außer Haus. Immer noch ziehen Eltern im Alter zu den Familien der verheirateten Kinder, aber dies wird zunehmend seltener. In den Städten leben die Familien in Hochhauswohnungen oder in kleinen Eigenheimen. Größere Einfamilienhäuser gibt es in den weniger dicht besiedelten Gegenden.

Essen und Trinken: Die Japaner ernähren sich hauptsächlich von Reis, frischem Gemüse, Meeresfrüchten und (wenig) Fleisch. Reis und Tee gehören zu nahezu jeder Mahlzeit. Die beliebtesten japanischen Gerichte sind Miso-Suppe aus Bohnenpaste, Nudeln (Ramen, Udon und Soba), Curry und Reis, Sashimi (roher Fisch in Streifen mit Sojasauce und Wasabi, einer scharfen Meerrettichsorte), Tofu und Schweinefleisch. Sushi ist kalter, mit Essig gewürzter Reis, der mit (meistens rohem) Fisch in getrockneten Seetang eingewickelt wird. Ein ähnliches Gericht, bei dem statt Fisch Gemüse, zum Beispiel Gurke, verwendet wird, heißt Norimaki. Bei einer im traditionellen Rahmen eingenommenen Mahlzeit halten die Japaner ihre Schale zum Essen auf Brusthöhe, anstatt sich zum Tisch hinunter zu beugen. Die meisten Speisen werden mit Stäbchen (Hashi) gegessen, für westliche Gerichte nutzt man jedoch in der Regel Messer und Gabel. Bei den jüngeren Japanern ist Fastfood sehr beliebt. Die Hauptmahlzeit stellt das Abendessen dar. Viele Japaner nehmen es zu Hause ein; diejenigen, die abends lange arbeiten müssen, gehen häufig auch ins Restaurant. Wenn man eingeladen ist, gebietet es die Höflichkeit, dass man sich nach dem Gastgeber richtet. Fleisch zu bestellen, wenn der Gastgeber Fisch vorschlägt, könnte diesen verstimmen oder sogar beleidigen. Mit Stäbchen auf eine Person zu zeigen oder sie über Kreuz abzulegen, gilt als unhöflich. Ein leeres Glas wird üblicherweise wieder gefüllt: Will man nichts mehr trinken, lässt man einen kleinen Rest im Glas.

Umgangsformen: Die Verbeugung ist die typische japanische Begrüßung. Um Achtung oder Bescheidenheit auszudrücken, verbeugt man sich tiefer als die andere Person. Für ausländische Besucher ist ein leichter Händedruck am angemessensten. In der streng hierarchischen Gesellschaft Japans spielen Titel bei der Vorstellung eine große Rolle. Als Anrede dient der Familienname, an den die Silbe -san angehängt wird. Wer in Deutschland mit Herr Ogushi angeredet wird, wird in Japan “Ogushi-san” genannt. Der Gebrauch von Vornamen bleibt Verwandten und Freunden vorbehalten. Unter Geschäftsleuten ist der Austausch von Visitenkarten ein wichtiges Ritual. Die Karten werden mit beiden Händen überreicht und entgegengenommen und dann aufmerksam betrachtet. Grüße hängen von der Beziehung der Beteiligten ab. Ein Angestellter grüßt einen höherstehenden Kollegen mit Ohayo gozaimasu (“Guten Morgen”), einen Kunden dagegen mit Irasshaimase (“Willkommen”). Wenn sich Geschäftsleute zum ersten Mal treffen, ist Hajime mashite (“Erfreut, Sie kennen zu lernen”) eine beliebte Formel, Konnichi wa (“Guten Tag”) der üblichste Gruß. Ohayo (die informelle Variante für “Guten Morgen”) oder Genki? (“Geht es dir gut?”) wird häufig von Jugendlichen verwendet. Besuche werden in der Regel vorher verabredet; in urbanen Gebieten ist es nicht üblich, dass Nachbarn sich unangekündigt besuchen. Bevor man den Wohnbereich betritt, zieht man die Schuhe aus. Meistens gibt es zwischen der Eingangstür und dem Wohnraum einen kleinen, Genkan genannten Vorraum, in dem die Schuhe auf dem Boden so nebeneinander gestellt werden, dass ihre Spitzen nach draußen weisen. Vor dem Betreten des Genkan ist das Ablegen des Mantels üblich. In Innenräumen werden oft Hausschuhe getragen, ein Raum, der mit Reisstrohmatten (Tatami) ausgelegt ist, muss barfuß betreten werden. Außerdem existieren besondere Schuhe für Bad und Toilette. Den Gästen werden die bequemsten Plätze angeboten. In traditionell japanisch eingerichteten Räumen sitzt man auf dem Boden. Wenn einem Essen angeboten wird, sollte man erst nach einigem Zögern annehmen. Dies gilt nicht für Erfrischungen. Höflichkeit ist jedoch oberstes Gebot. Besucher bringen dem Gastgeber üblicherweise Obst oder Kuchen mit. Geschenke, denen ein großer Symbolwert zukommt, werden mit beiden Händen und einer leichten Verbeugung überreicht und entgegengenommen. Es ist nicht üblich, Geschenke in Gegenwart der Geber zu öffnen. Das Jahresende ist eine besonders wichtige Zeit für das Austauschen von kostbaren Geschenken an Verwandte, Freunde und Geschäftsleute, um sich bei ihnen für ihre Freundlichkeit während des Jahres zu bedanken.

Freizeit: Viele Japaner verbringen ihre Freizeit in Gruppen. Baseball, Fußball, Volleyball, Tennis, Skifahren und Jogging sind die beliebtesten Sportarten. Auch traditionelle Sportarten wie Sumoringen (das vor allem viele Zuschauer begeistert), Judo, Kendo (Fechten mit Bambusschwertern) und Karate haben zahlreiche Anhänger. Baseball, das in den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts von einem US-Amerikaner in Japan eingeführt wurde, ist der Nationalsport. Es gibt Turniere in allen Leistungsklassen, und das ganze Land verfolgt die jährliche Meisterschaft der Oberschulen. Viele Japaner begeistern sich für Golf; da eine Clubmitgliedschaft jedoch sehr kostspielig ist, müssen sich die meisten darauf beschränken, ihren Abschlag zu üben oder den Sport im Fernsehen zu verfolgen. Film und Fernsehen erfreuen sich großer Beliebtheit. Am Wochenende machen die meisten Familien Ausflüge in den Park oder besuchen Verwandte. Sehr beliebt sind auch traditionelle Künste wie das Puppentheater (Bunraku) und das stilisierte japanische Theater (No, Kabuki). Musik und Tanz spielen ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Freizeitgestaltung.

Sport: Bei Olympischen Spielen errangen japanische Sportler 106 Gold-, 107 Silber- und 116 Bronzemedaillen. Die Sommerspiele 1964 fanden in Tokio, die Winterspiele 1972 in Sapporo und 1998 in Nagano statt.

Gesamtgröße der Armee: Es besteht keine Wehrpflicht, die Streitkräfte haben eine Stärke von 235,500 Mann (Heer 63,9%; Marine 18,2%; Luftwaffe 18,9%). Anteil des Militäretats am Staatshaushalt: 6,4%. Im Rahmen des US-japanischen Sicherheitsvertrages von 1960 ist Japan militärisch mit den USA verbündet; die USA unterhalten in Japan z.T. ihre größten Stützpunkte im Ausland (Okinawa).

http://www.erdkunde-online.de/fahnen/0702.gif Offiziell gehißt am 08.08.1854. Weiß mit roter Sonnenscheibe. Banner mit Sonnen- oder Mondscheiben haben in Japan eine jahrhundertelange Tradition; schon im Nihongi, einer der ältesten Chroniken, ist von solchen Flaggen im Jahr 697 n. Chr. die Rede. Weiß symbolisiert Rechtschaffenheit, Rot Mut.

Nationalhymne: Auf der Grundlage der Gedichtsammlung "Kokin-Waka-Shu" des Kaisers Diago (898 - 930) entstand der Text der Hymne. Die Melodie stammt von Hiromori Hayashi (1831-1896), in der heutigen Fassung von Franz Eckert (1852 - 1926); am 12.08.1893 als Nationalhymne anerkannt.

Übersetzter Text der 1. Strophe: "Bis zum Fels der Steine geworden, / übergrünt von Mossgeflecht, tausend, abertausend Jahre blühe, / Kaiserliches Reich!"

Kurzinfos: Einheimischen Mythen zufolge wurde das Inselland durch shintoistische Gottheiten aus dem Meer erschaffen. Um 350 gelang es dem Lokalherrscher der Region Yamato (Gebiet um Kyoto), die übrigen Fürstentümer unter seiner Vorherrschaft zu einen. Seinen Anspruch auf die Kaiserwürde begründete er mit seiner Abstammung von der mythischen Sonnengöttin Amaterasu, die Japans Kaiserfamilie bis heute als Urahnin verehrt. Von China übernahm das Kaiserhaus Kultur und Schrift; der Buddhismus kam auf dem Weg über Korea ins Land und wurde vorübergehend Staatsreligion. In der Taika- Reform 646 schuf Kaiser Kotoku nach chinesischem Vorbild einen zentralistischen Beamtenstaat. Im 11. Jh. drängte der erstarkende Schwertadel (Samurai) den Einfluß des Hofadels zurück: 1192 ließ sich Kriegsherr Yoritomo vom machtlosen Hof als Militärregent (Shogun) einsetzen. Fortan, bis 1867, lebten die Kaiser an ihrem Hof in Kyoto überwiegend als Marionetten mächtiger Kriegsherren. Mit dem Sieg in der Schlacht von Sekigahara 1600 beendete Tokugawa Ieyasu (1543- 1616) die über 100 Jahre tobenden inneren Kämpfe rivalisierender Feudalherren und einigte Japan unter seiner Vorherrschaft. In der Tokugawa- Zeit (1603- 1867) regierten die Shogune das Land mit eiserner Hand von Edo (dem heutigen Tokio) aus. Um ihre Macht zu sichern, verboten sie das Christentum und schotteten Japan- bis auf eine holländische Kaufmannkolonie bei Nagasaki- von europäischen Einflüssen ab. Im Inneren überzog die Tokugawa- Dynastie Japan mit einer rigiden konfuzianischen Ständeordnung, an deren Spitze der Kriegeradel rangierte- gefolgt von Bauern, Handwerkern und Kaufleuten. Als der amerikanische Kommodore Matthew Perry 1853 mit 4 "schwarzen Schiffen" in der Bucht von Edo aufkreuzte, konnte die Shogunats- Regierung dem Druck des Westens auf Öffnung des Landes nicht länger standhalten. Ab 1854 willigte Japan gegenüber den USA und anderen Westmächten in ungleiche Handelsverträge ein. Das Nachgeben beschleunigte den innenpolitischen Autoritätsverfall des Shogunats: Mit dem Schlachtruf "Sonno- Joi" (Verehrt den Kaiser, vertreibt die Barbaren) stürzte ein Bündnis aus regimefeindlichen Fürsten, nationalistischen Samurai und konservativen Hofadligen 1867 den letzten Tokugawa- Shogun Yoshinobu. Im Zuge der Meiji- Restauration von 1868 setzten Japans neue Machthaber den erst 15 jährigen Tenno Mutsuhito (1852- 1912) in seine Rechte als göttlicher Souverän ein. Aus der Abgeschiedenheit von Kyoto verlegte der Meiji- Kaiser seine Hof in das 400 Kilometer entfernte Edo, das fortan Tokio (östliche Hauptstadt) hieß. Die eigentliche Macht besaß indes eine Gruppe von ehemaligen Angehörigen der Kriegerkaste der Samurai. Unter dem strategischen Leitsatz "Bereichert das Land, stärkt die Armee" katapultierten sie Japan mit Reformen nach westlichem Vorbild in die Moderne. Die sozialen und politischen Verwerfungen der Modernisierung versuchten die Meiji- Oligarchen nach preußischem Vorbild mit der autoritären Verfassung von 1889 zu überdecken: Die Verfassung zementierte die Rolle des Tennos als "heiliges und unverletzliches" Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Mit der ebenfalls nach preußischem Vorbild modernisierte Armee weitete das Königreich seinen Einfluß in Ostasien zielstrebig aus. Durch die Siege über China (1895), Russland (1905) und durch die Annexion Koreas (1910) stieg Japan zur ersten "nicht- weißen" Führungsmacht in der Region auf; 1911 schüttelte es die ungleichen Verträge mit dem Westen ab. Am Ersten Weltkrieg nahm Japan als Bündnispartner Großbritanniens teil. Nach dem Krieg traten die Widersprüche der Modernisierung im Korsett einer traditionellen Gesellschaft immer krasser hervor. Die schwere Wirtschaftskrise Ende der 20er Jahre traf vor allem die verarmte Landbevölkerung; mit ultranationalistischen Heilslehren machte sich die kaiserliche Armee zum Sprachrohr der Unzufriedenen. 1931 besetzte die Armee auf eigene Faust die Mandschurei, 1937 lösten japanische Truppen mit einer Schießerei an der Marco- Polo- Brücke bei Peking den bis 1945 dauernden Krieg mit China aus. Durch den Dreimächtepakt mit Deutschland und Italien 1940 versuchte Japan, seine geplante "neue Ordnung" in Ostasien abzusichern. Als Antwort auf Japans militärische Expansion verhängten die USA 1941 ein Ölembargo gegen das Land. Mit dem Überraschungsangriff auf den amerikanischen Flottenstützpunkt Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 startete Japan den Pazifischen Krieg; gleichzeitig eroberten japanische Truppen große Teile Südostasiens. Nach anfänglichen Kriegserfolgen wurden die Japaner von den USA aus der 1943 ausgerufenen "Großostasiatischen Wohlstandssphäre" auf die japanischen Hauptinseln zurückgedrängt. Nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 nahm Tenno Hirohito in einer Rundfunkansprache die bedingungslose Kapitulation hin. Auf Druck des US- Besatzungsgenerals Douglas MacArthur entsagte der Tenno 1946 dem Anspruch auf Göttlichkeit; in der neuen Verfassung von 1947 fungiert er nur mehr als "Symbol des Staates und der Einheit des Volkes". Im Friedensvertrag von San Francisco verzichtete Japan auf alle territorialen Eroberungen; 1952 erhielt Japan seine Souveränität zurück. Im Zeichen des Kalten Krieges mit der Sowjetunion rückten die USA langsam von ihrer anfänglichen Politik der Entmilitarisierung, Demokratisierung und Umstrukturierung der Wirtschaft Japans ab. Mit Ausnahme hoher Militärs überstanden die meisten Politiker und Bürokraten den Tokioer Kriegsverbrecherprozeß (1946- 48) ungeschoren. Auf Drängen der USA begann Japan mit der Wiederaufrüstung. 1955 schlossen sich konservative politische Kräfte zur Liberaldemokratischen Partei (LDP) zusammen, die- mit Unterbrechung von 1993 bis 1996- die Ministerpräsidenten des Landes stellte. 1960 schlossen Japan und die USA einen Sicherheitsvertrag, der Japan unter den militärischen Schutz der USA stellt. Nach der militärischen Niederlage 1945 konzentrierte sich Japan auf die ökonomische Aufholjagd mit dem Westen: Bürokraten des Ministeriums für internationalen Handel und Industrie (Miti) trieben nun Wirtschaftsstrategien voran, deren Grundlagen sie zum Teil im Zuge der Kriegswirtschaft gelegt hatten. 1965 wies Japan erstmals nach dem Krieg einen Handelsüberschuß aus, 1968 übertraf sein Bruttosozialprodukt bereits das der Bundesrepublik Deutschland. 1972 legte Ministerpräsident Kakuei Tanaka einen "Plan für Neugestaltung des japanischen Archipels" vor; 1974 trat er wegen der Bestechungsaffäre um den amerikanischen Flugzeughersteller Lockheed zurück; 1976 wurde Tanaka vorübergehend verhaftet. (Bis 1993 stellte die LPD insgesamt 9 weitere Ministerpräsidenten.) Seit Beginn der 80er Jahre verursachten Japans Exportoffensiven immer wieder Handelspannungen mit den USA und Westeuropa. 1993 löste ein oppositionelles Parteienbündnis die seit 1955 regierende LDP ab. Ministerpräsident Morihiro Hosokawa trat an, den chronischen Filz zwischen Politik, Bürokratie und Wirtschaft aufzubrechen, mußte aber 1994 selbst wegen dubioser Finanzgeschäfte zurücktreten. 1995 erschütterten das schwere Erdbeben von Kobe sowie der Giftgasanschlag der Aum- Sekte auf die Tokioter U- Bahn den Glauben der Japaner an die Sicherheit ihres Landes. Anfang 1996 errang die LDP unter Ryutaro Hashimoto wieder das Amt des Ministerpräsidenten. Doch der mußte schon im Juli 1998, nach einer schweren Niederlage bei den Oberhauswahlen, wieder zurücktreten. Die Asienkrise 1997/98 macht deutlich, wie ungenügend Japan seinem Anspruch als politische und wirtschaftliche Führungsmacht in Ostasien gerecht wird. Durch den landesüblichen Zwang zum Konsens wie gelähmt, erweist sich die politische Führung in Tokyo unfähig, die einseitige Orientierung auf den Export zugunsten einer dauerhaften Ankurbelung der Binnenwirtschaft aufzugeben. Eine wachsende Staatsverschuldung, steigende Arbeitslosigkeit und die rapide Vergreisung der Bevölkerung bedrohen die gesellschaftliche Stabilität. Außenpolitisch konnte sich der asiatische Wirtschaftsriese bisher nicht aus seiner Rolle als politischer Zwerg gegenüber der einstigen Besatzungsmacht und den jetzigen Bündnispartner USA befreien. Japans Weigerung, sich sowohl politisch als auch juristisch eindeutig zu seinen Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg zu bekennen, schürt das Mißtrauen der asiatischen Nachbarn. Territoriale Konflikte mit China (Senkaku- Inseln) und Korea (Tokdo/ Takeshima- Inseln) sind nur vertagt, nicht gelöst. Das Vorhaben, mit Russland einen Friedensvertrag zu schließen, scheiterte bisher am Konflikt um die russischen besetzten Südkurilen, deren Rückgabe Tokio fordert. Vergebens bemüht sich Japan bisher um einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinigten Nationen. Die japanische Regierung von Ministerpräsident Keizo Obuchi (62) verabschiedete am 10.11.1999 in Tokio zur Überwindung der Wirtschaftskrise eines der größten Konjunkturpakete aller Zeiten in Höhe von umgerechnet rund 320 Mrd DM. Mit den staatlichen Investitionen sollen die Binnennachfrage stimuliert sowie kleine und mittlere Firmen unterstützt werden. Nach Schätzungen trägt das Konjunkturprogramm innerhalb eines Jahres 2,5 Prozentpunkte zum Wirtschaftswachstum bei. Nach Jahren kontinuierlichen Aufschwungs war die wirtschaftliche Entwicklung Japans u.a. wegen der Asienkrise 1997 nur um 0,8% gestiegen und 1998 sogar um 2,6% zurückgegangen. Insbes. die Exporte in die asiatischen Nachbarländer (u.a. Korea-Süd, Malaysia, Thailand) gingen 1998 gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozentpunkte zurück. Die Arbeitslosigkeit stieg 1998 auf den für japanische Verhältnisse hohen Wert von 4,4% (zum Vergleich 1990: rund 2%).

Nach dramatischen Tagen der Ungewissheit, seit Japans Ministerpräsident Keizo Obuchi im Koma liegt und die zweitgrößte Wirtschaftsnation der Welt in ein politisches Vakuum zu taumeln drohte, lief am 05.04.2000 wieder alles wie gewohnt perfekt. Ohne erkennbares Problem wurde der 62-jährige Yoshiro Mori im Blitzverfahren zum LDP- und dann zum Regierungschef gewählt. Der enge Obuchi-Verbündete Mori erhielt am Vormittag von den Abgeordneten der Liberal-Demokratischen Partei das Vertrauen und am Nachmittag in beiden Kammern des Tokioter Reichstages die klare Mehrheit bei der Wahl zum Regierungschef.

Im Unterhaus, der entscheidenden Parlamentskammer, bekam Mori 335 von insgesamt 488 Stimmen. Kurz darauf stellte der 85. Premier in der japanischen Geschichte sein Kabinett vor, das absolut identisch mit dem seines Vorgängers ist. Schon am Abend wurde die Regierung von Kaiser Akihito vereidigt. Um 22 Uhr traf sich das Kabinett zu einer ersten Konferenz unter dem neuen Chef, für 23 Uhr war eine Pressekonferenz anberaumt. Am kommenden Freitag will der ehemalige Generalsekretär der LDP seine Regierungserklärung abgeben.

Mori, der nach dem ersten Chaos in parteiinternen Verhandlungen erstaunlich schnell zum Kabinettschef ernannt wurde, will erklärtermaßen Obuchis Politik zur Wiederbelebung der japanischen Wirtschaft fortsetzen. Diese hat zwar zu einer langsamen Erholung, insgesamt aber immer noch nicht zu einem selbsttragenden Aufschwung geführt. Um sein Ziel zu erreichen, werde er auch strukturelle Reformen durchführen, kündigte Mori am Mittwoch an. Solche Veränderungen, die die internationale Wettbewerbsfähigkeit Japans verbessern und das starre Bildungssystem auf Vordermann bringen sollen, erwartet vor allem auch die Wirtschaftsführung Nippons vom neuen Mann an der Staatsspitze.

Aktuelle Entwicklung: Ein symbolisches Kriegsverbrechertribunal hat Japan wegen sexueller Gewaltverbrechen an Frauen im Zweiten Weltkrieg schuldig gesprochen. Die Regierung unter dem damaligen Kaiser Hirohito habe tausende von asiatischen Frauen als "Sexsklavinnen" für ihre Soldaten systematisch missbraucht, erklärte das Tribunal unter Vorsitz einer US-amerikanischen Richterin.

Nordkorea hat Japan wegen des Unterganges eines Schiffes nach einem Beschuss durch die japanische Küstenwache "brutale Piraterie und Terrorismus" vorgeworfen. In einer Erklärung der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA wurde der Vorwurf Japans zurückgewiesen, es habe sich um ein nordkoreanisches Spionage- oder Schmugglerfahrzeug gehandelt.

Japan wird in den Kurzinfos folgender Länder erwähnt: Australien, China, Indonesien, Kambodscha, Laos, Mikronesien, Niederlande, Nordkorea, Palau, Russland, Südkorea, Taiwan, Thailand, Ukraine und USA.

http://www.erdkunde-online.de/gif/0703.jpg



Neuling



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Hier schreibe ich: Vor 8Jahre war ich nach Japan gereist, und blieb dort für 16Tage. Dort habe ich Sehenwürdigkeit gesehen, aber nicht viel, da ich mit Theaterkollege verschiedene Städte gereist hatten. Ich war in Saitama, Tokio, Kyoto, Gifu, Hiroshima, Kobe, Osaka besucht. Mir gefällt besonders Tokio, Hiroshima und Osaka. Und ich habe noch einige aus Japan kontaktieren. Und ich wünsche, besuche dort irgendwann nochmal. [smile]
Und habe ich japanische Gehörlosen getroffen und kennenlernen, und auch bei ihre Wohnung übernachten. Ihre Wohnungsstil ist typisch Japan, auf harte Boden schlafen.
Leuten in Japan ist sehr freundlich und hilfsbereit.
Hiroshima, wo damals Atombombe von Amerika traf, habe ich Museum besucht, und fühle sehr traurig, und unvorstellbar, wie in Japan darunter leidet.
Ihr könnt mir was fragen. Ich kann hier nicht auf einmal erzählen. [wink]

Bye Alcudia


Stark ist, jemand festhalten, noch stärker ist, wenn man jemand loslässt.



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Sorry, dass ich uralte Thread ausgrabe. Ich möchte lieber vermeiden, dass ich eine neue erstelle.

Ich träume seit Jahren nach Japan hinzufliegen und dortige Kultur kennenzulernen.

Das Problem ist, ich bin Student und habe zwischen Semestern massig viel Zeit (Semesterferien). Ich habe leider nicht so viel Geld um alles finanzieren zu können, Flugtickets, Hotelkosten, Restaurantkosten (ich kann schlecht im Hotel selberkochen, die Essenkultur dort ist mir zu 90% unbekannt), Nahverkehrtickets, Spasskosten etc.

Gibt es Möglichkeiten in Japan kostengünstig oder sogar kostenlos unterbringen? Ich habe so an Austauschurlaub gedacht, meine Familie und ich kann in Hamburg eine kostenlose Unterkunft für Japaner anbieten (das wäre meine Zimmer :D ). Es gibt viele Vorteile, ich kann zum Beispiel zusammen mit Japaner Hamburg und Umgebung zeigen, typische deutsche Essen kochen, mit 200km/h auf Autobahn fahren.

Gibt es eine Agentur der sowas organisiert? Nach welchem Suchwort soll ich in google eingeben? Aupair ist es wohl nicht, Austauschstudent, nein ich will nicht in Japan studieren...
(Englischsprachige Seite ist für mich kein Problem)
Ich hoffe, ihr könnt mir ein bisschen helfen.

Grüße
deathnote



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Japanische Kultur fasziniert mich ganz
total seit Jahren. Aber ich weiß noch nicht,
wann nach Japan zu fliegen. Es hängt von
dem Finanz und Kontakt mit Japaner usw...
ab.


°°°Surdus neve mutus sum°°°



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Japan? Nicht wichtig! Ich möchte aber Yakuza-Bande kennenlernen![british]
Ich würde Moses nach Japan mitnehmen!



Neuling



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Hallo,
ich würde einfach mal in deiner Uni nachfragen. Habt ihr ne Japanologie? Die wissen über solche Programme meist bescheid!!


Nobody is perfect~



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@Pebbles: Mein Halbbruder studiert in Düsseldorf Japanologie!
Er ist aber ein fauler Hund, weil er dort angemeldet hat,
damit er Unterhalt von meinem Vater kriegt!



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Ich flieg im April mit der Projektgruppe von Singapur aus nach Tokyo fuer 3 Tage. Da werd ich mal etwas dazu berichten, wenn ich dort war ;-)



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@SM: Was für einen sehr interessanten Job du hast, würde mich sehr interessieren. Hoffentlich gefällt dir Japan gut. Ansonsten wünsche ich dir eine gute Projektreise! ;)


°°°Surdus neve mutus sum°°°



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Japan ist wirklich ein tolles Land, auch wenn es kurz war! Ich würde es euch empfehlen! Am besten 3 Wochen lang oder mehr! Denn die südliche Insel soll schön sein! Und im Norden bei Sapporo usw. auch!

Tokyo ist echt groß, unglaublich! Man braucht da gute Nerven, weil es massenvoll überall ist (Bahn, Straße, Shopping-Street usw.)! [wink]



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ich gebe Soccer-Magician recht, man braucht viel Zeit in Japan, vor allem in Tokyo. ich war selbt vor 2 Jahren dort und blieb über 3 Wochen! war super, ich würde Euch sehr empfehlen, aber die Kosten für diese Reise extrem teuer, leider.... [nerv]
Hiroshima, Kyoto und Osaka auch klasse! Leider habe ich net geschafft nach Sapporo zu fahren... würde gerne nochmal hinfliegen, bestimmt in 10 oder 20 Jahren wieder.



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Ich brauche da eine kleine Hilfe
und zwar über Flugbüche nach Tokio,
wo da günstige Flug gibt?
Meine Bekannte wohnt in Tokio
und möchte, dass ich zu ihr besuchen soll.
Möchte gern wissen,
welch Flug für Hin- und Rückflug kostet?



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Flüge nach Japan sind leider nicht günstig. Das Land Japan ist allein schon ein Luxus für viele Europäer!

Zur Zeit gibt es Angebote bei der ANA (All Nippon Airways) und diese Airline gehört dem StarAlliance-Bündnis an. Du kannst von Frankfurt aus direkt nach Narita fliegen (intl. Airport von Tokyo).

Link zum ANA Special-Programm:

http://www.flug.de/specials/flight/guenstige-fluege-japan-allnippon.html

Die asiatischen Airlines sind viel besser als Lufthansa, British Airways usw. (Preis-Leistungsverhältnis)!

Könntest du mir vielleicht verraten, wann du dahin fliegen willst und wie lange du dort sein willst? Weil es gibt Suchmaschinen, die speziell nach "Saison" gerichtet sind mit Angebote. Der günstigste Preis nach Japan liegt bei 540 Euro, aber war im Juli ein Angebot von JAL.

Wöchentlich einfach mal beobachten:

http://www.flug.de/specials/flight/asien.html

Es gab zum Beispiel ein Tarif, wo man für ein Returnticket mit Emirates via Dubai nach Osaka "nur" 400 Euro zahlen musste. Mit Malaysia Airlines konnte man für 385 Euro Return die Strecke Singapur via Kuala Lumpur schnappen. Solche Angebote kommen da immer mal vor. Zur Zeit ist Sommersaison, nicht so easy! Aber ab Herbst winkt es dir auf dieser Seite wieder zu! [wink]



Zuletzt geändert von Soccer-Magician am 13.08.2009, 13:28:33, insgesamt 1-mal geändert.

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[super] dass du über Asien gut auskennst.
Meine Bekannte wohnt seit Juli zurück nach Tokio,
wo sie hier in Deutschland 30 Jahre gelebt hatte.
Und sie möchte, dass ich einmal zu ihr nach Tokio besuche,
damit sie mich ihre Stadt Tokio einmal zeigen möchte,
was mich auch möglich unvergessliche Erlebnisse bleibt.
Nur ich bezahle den Flug, mehr nicht.
Denn ich schlafe ja bei meine Bekannte.
Ich denke, fliege am besten im September bis November,
wo ein gutes Angebot für einen günstiges Preis gibt.
Über ein hilfreiches von dir würd ich mich freuen :)



Spitzenmitglied



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Gern geschehen! Ich habe im Asien-/Pazifikraum mehrmals monatelang Auslandserfahrung gesammelt (Auslandsdienst, Praktikas), von daher spezialisiere ich mich auf den Asien-/Pazifikraum. Das duale Fernstudium absolviere ich in Singapur.

Also, zurück zum Thema Flüge:

Bis wieviel Euro wäre dein Budget für ein Return-Ticket? Die ANA (japanische Airline) bietet für einen Return ~ 771 Euro an.

Link zum ANA Special-Programm...(Abreise: bis 31.12.09, Buchung bis 31.12.09)

http://www.flug.de/specials/flight/guen ... ippon.html



Spitzenmitglied
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Wow, Glückwunsch von mir,
dass du es geschafft hast *Respekt* :)

Bin bereit unter 1000 Euro zu zahlen,
also mit der Preis für 770 Euro find ich wirklich in Ordnung,
denn ich sehe ja meistens über 1000 Euro [ops]
Gibts auch viella für 500 Euro??? [neutral]



Spitzenmitglied



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Um ehrlich zu sein, wird es ganz ganz selten vorkommen mit 500 Euro! Japan ist halt nicht billig und die haben hohe Flughafensteuern usw. (Kerosin ebenso).

Mit der ANA ist es schon ein Genuß, für 720-770 Euro dahin fliegen zu können. Die sind eigentlich teurer!



Neuling



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Liebe Alcudia,
ich habe deine texte gelesen und hat mir sehr gut gefallen. ich bin schwerhörig.
ich werde vielleicht nächste jahr nach japan fliegen.
können sie mir helfen z.b. sehenwürdigkeit, gl aus japan kennenlernen usw.???
ich werde freuen, wenn sie mir schreiben dürfen. :)
grüße von irina




 Japan





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